Tuesday, 25. April 2006
Stellungnahme von Solnet zu den Vorwürfen
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Hallo ihr lieben Leser, Hallo Solnet
Ich fasse diese Stellungnahme als Geständnis auf.
Es wurde also tatsächlich willkürlich (http://de.wikipedia.org/wiki/Willkür) bei Kunden technische Massnahmen eingeleitet, um ihnen die Kapazitäten zu kürzen.
Mal davon abgesehen, dass der Effekt davon wohl etwas 'schlimmer' als von Solnet beschreiben ist ('zeitweise Reduktion aber trotzdem noch mehr als Otto-Normal' Internet tlw. praktisch unbenützbar) gilt zu sagen, dass das Geschäftsgebahren von Solnet einfach nur inakzeptabel ist.
Ich war ansonsten mit den Leistungen dieser Firma immer sehr zufrieden, auch die Argumentation kann ich sehr gut verstehen und ich befürworte auch, dass Intensivnutzer Verursachergerecht 'bezahlen' müssen. Dies ist aber keine legitimation eines solchen geschäftlichen Gebahrens, namentlich auch des Lügens (vorspielen falscher Tatsachen)!
Meiner Meinung nach ist die Stellungnahme von Solnet aus Sicht eines Geschäftsleiters gefertigt worden. Dies zeigt v.A. Punkt 5 gut. Er scheint mir eine 'Kurzfassung des Gedankenganges zur Entscheidungsfindung einer Gegenmassnahme' zu sein. Dort steht unter anderem:
---------------
Die Änderung von Vertragsbedingungen zur Ergänzung mit einer Fair Use Klausel ist auch nicht ganz harmlos. Das ist auch unpopulär, teuer und schreckt 100% der Kunden auf - wieder wegen 1% der Benutzer.
---------------
Ein gutes Argument, für Solnet, keine solche Fair Use Klausel einzuführen. Hier wird aber einseitig von dem Nutzen für das Geschäft geredet (egozentrisch), und für mich als Kunden hat dieses Argument überhaupt keine Bedeutung, nein, es zeigt mir höchstens eine gewisse Kurzsichtigkeit!
Es bleibt mir anzumerken, dass die Wirtschaft kein Kindergarten / Sandkasten ist und man sicher seiner Verantwortungen nicht durch ein einfaches 'hab kein Bock', 'kann nicht' entziehen kann.
Natürlich muss gegen das 'Swisscom Problem' auch etwas unternommen werden, da ist u.A. die Allgemeinheit gefragt.
'Ich' verlange von Solnet ja nicht, dass sie ein Verlustgeschäft betreiben, verlangen tue ich lediglich akzeptables Geschäftsgebahren, Ehrlichkeit etc.!
BLJ
PS: Interessieren würden ich die effektiven Preise des Traffics sehr. Können auch nur Richtwerte sein
Ich fasse diese Stellungnahme als Geständnis auf.
Es wurde also tatsächlich willkürlich (http://de.wikipedia.org/wiki/Willkür) bei Kunden technische Massnahmen eingeleitet, um ihnen die Kapazitäten zu kürzen.
Mal davon abgesehen, dass der Effekt davon wohl etwas 'schlimmer' als von Solnet beschreiben ist ('zeitweise Reduktion aber trotzdem noch mehr als Otto-Normal' Internet tlw. praktisch unbenützbar) gilt zu sagen, dass das Geschäftsgebahren von Solnet einfach nur inakzeptabel ist.
Ich war ansonsten mit den Leistungen dieser Firma immer sehr zufrieden, auch die Argumentation kann ich sehr gut verstehen und ich befürworte auch, dass Intensivnutzer Verursachergerecht 'bezahlen' müssen. Dies ist aber keine legitimation eines solchen geschäftlichen Gebahrens, namentlich auch des Lügens (vorspielen falscher Tatsachen)!
Meiner Meinung nach ist die Stellungnahme von Solnet aus Sicht eines Geschäftsleiters gefertigt worden. Dies zeigt v.A. Punkt 5 gut. Er scheint mir eine 'Kurzfassung des Gedankenganges zur Entscheidungsfindung einer Gegenmassnahme' zu sein. Dort steht unter anderem:
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Die Änderung von Vertragsbedingungen zur Ergänzung mit einer Fair Use Klausel ist auch nicht ganz harmlos. Das ist auch unpopulär, teuer und schreckt 100% der Kunden auf - wieder wegen 1% der Benutzer.
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Ein gutes Argument, für Solnet, keine solche Fair Use Klausel einzuführen. Hier wird aber einseitig von dem Nutzen für das Geschäft geredet (egozentrisch), und für mich als Kunden hat dieses Argument überhaupt keine Bedeutung, nein, es zeigt mir höchstens eine gewisse Kurzsichtigkeit!
Es bleibt mir anzumerken, dass die Wirtschaft kein Kindergarten / Sandkasten ist und man sicher seiner Verantwortungen nicht durch ein einfaches 'hab kein Bock', 'kann nicht' entziehen kann.
Natürlich muss gegen das 'Swisscom Problem' auch etwas unternommen werden, da ist u.A. die Allgemeinheit gefragt.
'Ich' verlange von Solnet ja nicht, dass sie ein Verlustgeschäft betreiben, verlangen tue ich lediglich akzeptables Geschäftsgebahren, Ehrlichkeit etc.!
BLJ
PS: Interessieren würden ich die effektiven Preise des Traffics sehr. Können auch nur Richtwerte sein
Solnet hat überhaupt kein anständiges Geschäftsgebaren: die Leistungseinschränkungen drückten die Bandbreite gegen null - ohne Ankündigung, ohne Mitteilung, einfach so.
Auf die versprochene Rückerstattung sog. zuvielbezahlter Abogebühren warte ich auch noch nach über 50 Tagen.
Versprechen, nichts halten, das ist die Philosophie von Solnet.
Pfuidaibel und nie wieder.
Auf die versprochene Rückerstattung sog. zuvielbezahlter Abogebühren warte ich auch noch nach über 50 Tagen.
Versprechen, nichts halten, das ist die Philosophie von Solnet.
Pfuidaibel und nie wieder.
tjoa.. da gehts mir ähnlich. Mittlerweilen bin ich nämlich auch von dieser Solnet Aktion betroffen, obwohl ich nur rund 20GB pro Monat runtergeladen habe.
Anyway... da man mit SOlnet ja schon diverse 'monetarische' Probleme hatte, habe ich das Abo nicht gekündigt. Statt dessen habe ich auf einem 2. (eigentlich 4.) Anschluss (Analog) Bluewin-ADSL aufgeschaltet. Das Bluewin-ADSL benutz ich nun dort, wo es auf performance abkommt: Beim 'normalen' Surfen und beim gamen [ping...].
Solnet benutze ich nur noch für P2P.
damit hat sich Solnet ganz schön selbst ins Fleisch geschnitten
Ich werd mir jede neue Linux ISO ziehen, ich schwöre, hehe... nur damit sie im Papierkorb landet...^^
cya
Anyway... da man mit SOlnet ja schon diverse 'monetarische' Probleme hatte, habe ich das Abo nicht gekündigt. Statt dessen habe ich auf einem 2. (eigentlich 4.) Anschluss (Analog) Bluewin-ADSL aufgeschaltet. Das Bluewin-ADSL benutz ich nun dort, wo es auf performance abkommt: Beim 'normalen' Surfen und beim gamen [ping...].
Solnet benutze ich nur noch für P2P.
damit hat sich Solnet ganz schön selbst ins Fleisch geschnitten
Ich werd mir jede neue Linux ISO ziehen, ich schwöre, hehe... nur damit sie im Papierkorb landet...^^
cya
ich verstehe die sorgen der isps. allerdings habe ich auch vollstes verständnis für betroffene viel"surfer".
dem endkunden war und ist es schon immer egal, wie die an ihn verkaufte dienstleistung zustande kommt. wenn er ein auto kauft, interessiert es ihn nicht, wieviel % der herstellungskosten für patente an andere firmen drauf gingen. genausowenig interessiert es den kunden, was für eine marge und mit was für overbooking-raten der adsl-provider rechnet. er hat ein "best effort unlimited adsl abo über zb. 3000kbit" bestellt. und das wird dann halt auch erwartet, ohne wenn und aber.
ändern sich die konditionen bzw agb, so ist dies sicherlich legitim. genauso legitim aber, wie dass sich betroffene kunden drüber ärgern. den heavy kunden aber alle schuld in die schuhe schieben zu wollen, ist falsch. schliesslich haben die isp auch diesen kunden in vollem bewusstsein der konsequenzen die angebote verkauft... mag sein dass dies nun bereut wird - tatsache ist aber, dass noch immer gerne mit "flatrate" und "unlimited" geworben wird.
dem endkunden war und ist es schon immer egal, wie die an ihn verkaufte dienstleistung zustande kommt. wenn er ein auto kauft, interessiert es ihn nicht, wieviel % der herstellungskosten für patente an andere firmen drauf gingen. genausowenig interessiert es den kunden, was für eine marge und mit was für overbooking-raten der adsl-provider rechnet. er hat ein "best effort unlimited adsl abo über zb. 3000kbit" bestellt. und das wird dann halt auch erwartet, ohne wenn und aber.
ändern sich die konditionen bzw agb, so ist dies sicherlich legitim. genauso legitim aber, wie dass sich betroffene kunden drüber ärgern. den heavy kunden aber alle schuld in die schuhe schieben zu wollen, ist falsch. schliesslich haben die isp auch diesen kunden in vollem bewusstsein der konsequenzen die angebote verkauft... mag sein dass dies nun bereut wird - tatsache ist aber, dass noch immer gerne mit "flatrate" und "unlimited" geworben wird.
Weiso hats überhaupt dazu kommen müssen?
Ich war 4 Jahre lang bei Solnet. Über Jahre hinweg gab es immer wieder Engpässe zu Spitzenzeiten.. die Inland Verbindungen waren dabei meistens nicht betroffen, Verbindungen nach Übersee und in Skandinavische Länder jedoch schon. Dies hat sich z.B. in der Zeit vom Dezember 05 bis 1. April 06 darin geäussert dass z.B. ein Download von sunet.se (entspricht etwa Switch in der Schweiz.. riesiges Archive an freier Software) auf Geschwindigkeiten zwischen 10 KB/s und 100 KB/s schwankte (bei einem 1200, ab 13.3. 2400er Abo), normalerweise aber mit Durchschnitt von ca 30 KB/s (entspricht ca 10% der Leistung eines 2400er Profiles).
Abgesehen von den Spitzenzeiten liefert Solnet aber immer noch den vollen Durchsatz und es ist durchaus möglich diese Engpässe zu umgehen und grosse Downloads durch den Tag laufen zu lassen.
Was allerdings dann am 2.4. passiert ist, hat in meinen Augen nichts mehr mit der in der AGB vereinbarten Leistung zu tun. Zwischen 16:30 und 22:00 ging der Durchsatz so extrem in die Knie, dass selbst der Email Versand zum Teil über Stunden nicht mehr möglich war. Die Alternative war der Umstieg auf Dialup, wo mit den 56k wesentlich schneller gesurft und das Abrufen der Emails ohne Probleme möglich ist. Man hätte den Wagen doch durchaus auch im 1. Gang, z.B. mit 64/128 kbit und normalen Antwortzeiten betreiben können, und nicht die Handbremse anziehen. Für mich war dann auch das Unvermögen vernünftig zu surfen, zu emailen und die VPN Verbindung ins Büro zu betreiben der Grund zur Kündigung. Wäre die Leistung wie in den Vormonaten erbracht worden (inklusive der signifikanten Einbussen zu Spitzenzeiten) hätte sich die Frage eines Wechsels gar nicht gestellt - ich bin durchaus Bereit eine gewisse Einbusse in Kauf zu nehmen damit andere, welche meinen Traffic mitbezahlen, zu Spitzenzeiten nicht hinten anstehen müssen.
Die Logik mit der Trafficzunahme kann ich nicht nachvollziehen. Würde ein Intensivnutzer bei 3facher Bandbreite 3 mal mehr Traffic generieren, hätte er auch 3 mal mehr "Material" zu konsumieren.. dies wird doch kaum möglich sein.. unbeschränkt Freizeit hat kaum jemand. Allerdings ist davon auszugehen dass der Peak Traffic bei diesen Benutzern um das 3 fache zunehmen wird, was wiederum eine verbesserte Anbindung an das Swisscom Netz voraussetzt. Liegt nicht hier die Crux begraben? Wird die Anbindung an Swisscom nicht per mbit/s bezahlt?
Ich war 4 Jahre lang bei Solnet. Über Jahre hinweg gab es immer wieder Engpässe zu Spitzenzeiten.. die Inland Verbindungen waren dabei meistens nicht betroffen, Verbindungen nach Übersee und in Skandinavische Länder jedoch schon. Dies hat sich z.B. in der Zeit vom Dezember 05 bis 1. April 06 darin geäussert dass z.B. ein Download von sunet.se (entspricht etwa Switch in der Schweiz.. riesiges Archive an freier Software) auf Geschwindigkeiten zwischen 10 KB/s und 100 KB/s schwankte (bei einem 1200, ab 13.3. 2400er Abo), normalerweise aber mit Durchschnitt von ca 30 KB/s (entspricht ca 10% der Leistung eines 2400er Profiles).
Abgesehen von den Spitzenzeiten liefert Solnet aber immer noch den vollen Durchsatz und es ist durchaus möglich diese Engpässe zu umgehen und grosse Downloads durch den Tag laufen zu lassen.
Was allerdings dann am 2.4. passiert ist, hat in meinen Augen nichts mehr mit der in der AGB vereinbarten Leistung zu tun. Zwischen 16:30 und 22:00 ging der Durchsatz so extrem in die Knie, dass selbst der Email Versand zum Teil über Stunden nicht mehr möglich war. Die Alternative war der Umstieg auf Dialup, wo mit den 56k wesentlich schneller gesurft und das Abrufen der Emails ohne Probleme möglich ist. Man hätte den Wagen doch durchaus auch im 1. Gang, z.B. mit 64/128 kbit und normalen Antwortzeiten betreiben können, und nicht die Handbremse anziehen. Für mich war dann auch das Unvermögen vernünftig zu surfen, zu emailen und die VPN Verbindung ins Büro zu betreiben der Grund zur Kündigung. Wäre die Leistung wie in den Vormonaten erbracht worden (inklusive der signifikanten Einbussen zu Spitzenzeiten) hätte sich die Frage eines Wechsels gar nicht gestellt - ich bin durchaus Bereit eine gewisse Einbusse in Kauf zu nehmen damit andere, welche meinen Traffic mitbezahlen, zu Spitzenzeiten nicht hinten anstehen müssen.
Die Logik mit der Trafficzunahme kann ich nicht nachvollziehen. Würde ein Intensivnutzer bei 3facher Bandbreite 3 mal mehr Traffic generieren, hätte er auch 3 mal mehr "Material" zu konsumieren.. dies wird doch kaum möglich sein.. unbeschränkt Freizeit hat kaum jemand. Allerdings ist davon auszugehen dass der Peak Traffic bei diesen Benutzern um das 3 fache zunehmen wird, was wiederum eine verbesserte Anbindung an das Swisscom Netz voraussetzt. Liegt nicht hier die Crux begraben? Wird die Anbindung an Swisscom nicht per mbit/s bezahlt?
> Die Logik mit der Trafficzunahme kann ich nicht nachvollziehen. Würde ein Intensivnutzer bei 3
> facher Bandbreite 3 mal mehr Traffic generieren, hätte er auch 3 mal mehr "Material" zu
> konsumieren..
Man fragt sich halt, ob all diese Linux-ISOs auch wirklich konsumiert werden, die die Powersurfer runterladen
Klar, 3x so viel Traffic werden die nicht generieren, aber sicher deutlich mehr als bisher.
> facher Bandbreite 3 mal mehr Traffic generieren, hätte er auch 3 mal mehr "Material" zu
> konsumieren..
Man fragt sich halt, ob all diese Linux-ISOs auch wirklich konsumiert werden, die die Powersurfer runterladen
Klar, 3x so viel Traffic werden die nicht generieren, aber sicher deutlich mehr als bisher.
Linux-ISOs sind glaube ich nicht das Problem - zumal solnet die ja z.T. sogar selber lokal spiegelt.
Und selbst wenn, dürfte das ja über das Peering abgedeckt sein (switch).
Und selbst wenn, dürfte das ja über das Peering abgedeckt sein (switch).
Nein. Internet Backbone und ADSL Backbone sind verschiedenen Dinge. Dein ADSL Traffic geht immer ueber den schweine teuren ADSL Backbone. Egal ob der ISP lokal einen Mirror fuer irgendwelche Software anbietet.
Man mag das Vorgehen von SolNet moegen oder nicht. Jedenfalls lassen sie sich anscheinend nicht mehr alles von der Swisscom gefallen. Ich wuerde es begruessen, wenn anderen ISP sich auch nachziehen wuerden. Vielleicht hat die Swisscom ein einsehen
Man mag das Vorgehen von SolNet moegen oder nicht. Jedenfalls lassen sie sich anscheinend nicht mehr alles von der Swisscom gefallen. Ich wuerde es begruessen, wenn anderen ISP sich auch nachziehen wuerden. Vielleicht hat die Swisscom ein einsehen
das hauptproblem sind doch die P2P-user. da gibts dann auch tatsächlich entsprechend mehr traffic (zumindest upload-mässig) wenn mehr bandbreite zur verfügung steht. und tendenziell dürfte wohl auch tatsächlich mehr runtergeladen werden - der jäger & sammler-instinkt lässt grüssen.
inzwischen sollte es doch aber kein allzugrosses problem darstellen, traffic shaping nach protocol-type zu machen? warum nicht einfach die p2p-pakete limitieren? wurde zumindest im ethz-netz (cablecom@ethz) eine zeitlang mehr oder weniger erfolgreich so gemacht, ob immernoch, weiss ich nicht.
inzwischen sollte es doch aber kein allzugrosses problem darstellen, traffic shaping nach protocol-type zu machen? warum nicht einfach die p2p-pakete limitieren? wurde zumindest im ethz-netz (cablecom@ethz) eine zeitlang mehr oder weniger erfolgreich so gemacht, ob immernoch, weiss ich nicht.
Ein DVD-9 Image ist, wie der Name schon sagt, ungefähr 9 Gigabyte gross.
Mit der Bandbreite steigen halt auch die Ansprüche.
Mit der Bandbreite steigen halt auch die Ansprüche.
Was Solnet wohl zu vergessen scheint ist das viele Nutzer durchaus für die Leistung die sie beziehen auch bezahlen wollen.
Im Ausland ist es anscheinend Problemlos möglich, RIESIGE Mengen an Gratis-Traffic für die Kunden zur Verfügung zu stellen. Vrgl. Host-Europe oder 1&1, welche für ihre Housinganbindung (die über FUNKTIONIERENDE 100mbit angebunden sind) zu Spottpreisen mehrere Terabyte mitanbieten.
Wenn in der Schweiz ein ISP mir für 100CHF im Monat unbeschränktes Internet mit soundsoviel Bandbreite anbietet, dann muss er sich nicht wundern, wenn Kunden dies auch inanspruchnehmen. Das hat nix mit Egoismus zu tun. Ich habe dafür bezahlt, also will ich es auch haben.
Sollte Solnet nicht in der Lage sein, den Anschluss für ihren Preis "unlimtiert" zur Verfügung zu stellen, müssen sie halt ihr Geschäftsmodell überdenken. Und versuchen mit Volumentarifen gegen Bluewin zu konkurrenzieren.
Ich bin kein Fan von der Swisscom und ihrem Verhalten, aber die ISPs dürfen die Schuld für ihre Probleme nicht auf die Kunden abschieben. Wenn das WEKO seinen Job nicht macht, und man nicht mit Bluewin konkurrieren kann, muss man halt das Geschäftsmodell wechseln.
Ich bin auf jeden Fall bereit, einen fairen Preis für einen unlimitierten Internetzugang zu zahlen. Wenn ein ISP sagt dieser faire Preis sei 100CHF, dann zahle ich 100CHF. Wenn alle ISPs plötzlich der Meinung wären, das dieser Preis 150CHF betrage, dann von mir aus, würde ich halt diese 150 CHF bezahlen.
Aber letzendlich sind die Preise die wir hier haben im Vergleich zu Skandinavien, den USA, und auch zu Deutschland und Österreich genauso wie in der Mobiltelefonie überzogen. Dann muss halt das WEKO her.
Aber ich will kein Geflenne von ISPs hören. Niemand hat sie gezwungen, im ADSL Markt einzusteigen. Wenn der Markt sich nicht mehr lohnt, muss man halt aufhören. Klingt hart, ist aber so.
Im Ausland ist es anscheinend Problemlos möglich, RIESIGE Mengen an Gratis-Traffic für die Kunden zur Verfügung zu stellen. Vrgl. Host-Europe oder 1&1, welche für ihre Housinganbindung (die über FUNKTIONIERENDE 100mbit angebunden sind) zu Spottpreisen mehrere Terabyte mitanbieten.
Wenn in der Schweiz ein ISP mir für 100CHF im Monat unbeschränktes Internet mit soundsoviel Bandbreite anbietet, dann muss er sich nicht wundern, wenn Kunden dies auch inanspruchnehmen. Das hat nix mit Egoismus zu tun. Ich habe dafür bezahlt, also will ich es auch haben.
Sollte Solnet nicht in der Lage sein, den Anschluss für ihren Preis "unlimtiert" zur Verfügung zu stellen, müssen sie halt ihr Geschäftsmodell überdenken. Und versuchen mit Volumentarifen gegen Bluewin zu konkurrenzieren.
Ich bin kein Fan von der Swisscom und ihrem Verhalten, aber die ISPs dürfen die Schuld für ihre Probleme nicht auf die Kunden abschieben. Wenn das WEKO seinen Job nicht macht, und man nicht mit Bluewin konkurrieren kann, muss man halt das Geschäftsmodell wechseln.
Ich bin auf jeden Fall bereit, einen fairen Preis für einen unlimitierten Internetzugang zu zahlen. Wenn ein ISP sagt dieser faire Preis sei 100CHF, dann zahle ich 100CHF. Wenn alle ISPs plötzlich der Meinung wären, das dieser Preis 150CHF betrage, dann von mir aus, würde ich halt diese 150 CHF bezahlen.
Aber letzendlich sind die Preise die wir hier haben im Vergleich zu Skandinavien, den USA, und auch zu Deutschland und Österreich genauso wie in der Mobiltelefonie überzogen. Dann muss halt das WEKO her.
Aber ich will kein Geflenne von ISPs hören. Niemand hat sie gezwungen, im ADSL Markt einzusteigen. Wenn der Markt sich nicht mehr lohnt, muss man halt aufhören. Klingt hart, ist aber so.
Hosting Angebote haben nichts mit dem ADSL Backhaul zu tun. Internet Bandbreite kostet auch um ein vielfaches weniger als der Swisscom ADSL Backbone.
Ausserdem verwechselst du Flatrate mit max download Speed.
Ausserdem verwechselst du Flatrate mit max download Speed.
Ist es mein Problem, wieviel der ISP für den ADSL-Backhaul zahlt?
Nein, das ist das Problem der Geschäftsleitung des ISPs. Bringen sie kein konkurrenzfähiges Angebot zustande, haben sie wohl einfach das falsche Geschäftsmodell gewählt.
Wie gesagt, das Problem ist hier das Verhalten der WEKO und der Swisscom. Nicht der Kunde, der nur das ihm offerierte Angebot ausnutzt. Und ich bin auch bereit, mehr für mein Abonnement zu bezahlen, wenn mein ISP dies als einziger Ausweg sieht, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Aber bitte nicht diese Flicklösungen und das Gejammer. Mir passt die Politik der Schweiz auch nicht immer, aber daran kann man halt nix ändern (praktisch gesehen, theoretisch sicherlich).
Nein, das ist das Problem der Geschäftsleitung des ISPs. Bringen sie kein konkurrenzfähiges Angebot zustande, haben sie wohl einfach das falsche Geschäftsmodell gewählt.
Wie gesagt, das Problem ist hier das Verhalten der WEKO und der Swisscom. Nicht der Kunde, der nur das ihm offerierte Angebot ausnutzt. Und ich bin auch bereit, mehr für mein Abonnement zu bezahlen, wenn mein ISP dies als einziger Ausweg sieht, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Aber bitte nicht diese Flicklösungen und das Gejammer. Mir passt die Politik der Schweiz auch nicht immer, aber daran kann man halt nix ändern (praktisch gesehen, theoretisch sicherlich).
Du vergisst, dass Swisscom Fixnet (Wholesale) den Wiederverkaufspreis vorgibt, und Swisscom Fixnet (Bluewin) den Endkundenpreis. Da ist die Krux.
Und du verstehst nicht worauf ich hinaus will...
Das Problem ist folgendes: Der Swisscom Konzern nutzt sein Monopol auf der letzten Meile aus, um im ISP Markt die Konkurrenz zu schwächen (Teure Anschlusspreise, Teure Backhaulpreise), wenn sie 1:1 mit Bluewin konkurrieren wollen. Der zahnlose Tiger WEKO unternimmt nix dagegen. Das ist eine Scheiss Situation. Sie wird sich aber heute und morgen kaum ändern.
Wie du selbst schon geschrieben hat, geht der Businessplan nicht mehr auf, wenn die User die ihnen angebotene Leistung ausnutzen.
Was heisst das jetzt konkret für die unabhängigen ISP?
Im Moment die Kunden vergraulen die im Privatmarkt Meinungsmache betreiben (Solnet), oder flennen (Rest).
Wieso nicht aufhören, mit Bluewin zu konkurrieren?
Ich hab hier jetzt auch keine gescheiten Ideen dazu, aber letztendlich heisst das n Preissegment suchen, in dem die Leute bereit sind mehr zu zahlen, wenn sie dafür auch mehr kriegen (aber so das die Rechnung für euch am Ende aufgeht).
Ich bin kein Geschäftsmann, und arbeite auch nicht bei einem ISP. Vielleicht vergesse ich irgendwas grundlegendes. Ich sehe es im Moment einfach so, das versucht wird an Faktoren zu arbeiten, die man kaum ändern kann..
Das Problem ist folgendes: Der Swisscom Konzern nutzt sein Monopol auf der letzten Meile aus, um im ISP Markt die Konkurrenz zu schwächen (Teure Anschlusspreise, Teure Backhaulpreise), wenn sie 1:1 mit Bluewin konkurrieren wollen. Der zahnlose Tiger WEKO unternimmt nix dagegen. Das ist eine Scheiss Situation. Sie wird sich aber heute und morgen kaum ändern.
Wie du selbst schon geschrieben hat, geht der Businessplan nicht mehr auf, wenn die User die ihnen angebotene Leistung ausnutzen.
Was heisst das jetzt konkret für die unabhängigen ISP?
Im Moment die Kunden vergraulen die im Privatmarkt Meinungsmache betreiben (Solnet), oder flennen (Rest).
Wieso nicht aufhören, mit Bluewin zu konkurrieren?
Ich hab hier jetzt auch keine gescheiten Ideen dazu, aber letztendlich heisst das n Preissegment suchen, in dem die Leute bereit sind mehr zu zahlen, wenn sie dafür auch mehr kriegen (aber so das die Rechnung für euch am Ende aufgeht).
Ich bin kein Geschäftsmann, und arbeite auch nicht bei einem ISP. Vielleicht vergesse ich irgendwas grundlegendes. Ich sehe es im Moment einfach so, das versucht wird an Faktoren zu arbeiten, die man kaum ändern kann..
Meinst du ein ISP bezahlt seine Mitarbeiter mit dem ADSL gewinn? Jeder kleinere ISP lebt von Zusatzdiensten. Standleitungen, Consulting, VPN, Hosting, Housing, Telefonie, Carrier oder sonstige Service.Es versucht keiner direkt mit Bluewin zu konkurieren. Das geht ueberhaupt nicht. ADSL lockt viele Kunden denen man weitere Produkte verkaufen kann. Es ist nicht so, dass ISPs nicht versuchen anderesweitig Geld zu verdienen.
Du streitest auch nicht mit Tankstellenpaechter ueber die Benzinpreise. Dieser kann am wenigsten dafuer.
Du streitest auch nicht mit Tankstellenpaechter ueber die Benzinpreise. Dieser kann am wenigsten dafuer.
Also, auf den Autovergleich gehen wir doch garnicht ein...
> Jeder kleinere ISP lebt von Zusatzdiensten. Standleitungen, Consulting, VPN, Hosting, Housing, Telefonie, Carrier oder sonstige Service.Es versucht keiner direkt mit Bluewin zu konkurieren.
Gut. Dann ist ja alles in Ordnung. Dann muss aber auch nicht über die FWS Preise heulen, wenn das garnicht das Ziel ist. Aber von Fredy hat's so getönt, als ob es ein Problem sei, das ADSL rote Zahlen schreibe.
> Jeder kleinere ISP lebt von Zusatzdiensten. Standleitungen, Consulting, VPN, Hosting, Housing, Telefonie, Carrier oder sonstige Service.Es versucht keiner direkt mit Bluewin zu konkurieren.
Gut. Dann ist ja alles in Ordnung. Dann muss aber auch nicht über die FWS Preise heulen, wenn das garnicht das Ziel ist. Aber von Fredy hat's so getönt, als ob es ein Problem sei, das ADSL rote Zahlen schreibe.
Gar nichts ist in Ordnung. ADSL ist, macht man die Vollkostenrechnung, defizitär. Bei allen Providern. Punkt. Jeder muss irgendwie quersubventionieren. Bluewin machte 2003 40 Millionen Verlust, welche von Mami Swisscom gedeckt wurden. Wieviel Bluewin heute rot schreibt, ist nicht zu beziffern, weil Bluewin in Fixnet reintegriert wurde, damit man die Verluste verschleiern kann.
Wenn Du dieses Verhalten von Swisscom als "in Ordnung" bezeichnest, dann kannst Du das Rad der Zeit auch wieder zurück drehen, damals, 1995, in das PTT Mittelalter.
Wenn Du dieses Verhalten von Swisscom als "in Ordnung" bezeichnest, dann kannst Du das Rad der Zeit auch wieder zurück drehen, damals, 1995, in das PTT Mittelalter.
Ich hab nie geschrieben das ich das Verhalten der Swisscom "In Ordnung" finde. Ich hab sogar mehrmals das Gegenteil geschrieben.
>Klar, 3x so viel Traffic werden die nicht generieren, aber sicher deutlich mehr als bisher.
So plus minus mach ich seit dem 256 kbit Abo gleich viel Traffic - mit dem Unterschied dass früher der PC fast rund um die Uhr am lief. Wie schon erwäht wurde, mehr Zeit hat man ja nicht.
Aber mit dem Blödsinn wegen viel traffic = illegal könnt ihr gleich aufhören.. es gibt genug Leute die der Film und Musikindustrie in den Arsch kriechen. Fakt 1: Downloads sind nicht illegal. Auch die Grauzone ist nicht illegal. Fakt 2: ohne Uploads sind P2P Angebote nicht illegal. Fakt 3: Man ist in der Schweiz immer noch unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist. Ohne Beweis sind also auch P2P User nicht in illegalen Wassern unterwegs da man den Upload zuerst einmal nachweisen muss. Und die Freunde der Music and Film Industry of America (MAFIA) mögen sich das mal ansehen: http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2006/2006-03-10.html . Für diejenigen die nicht lesen mögen: Die Urheberrechtsrevision des Bundesratest hält fest das Downloads legal bleiben.
Und wie kommt man sonst auf zweistellige GB Beträge? Wie wärs mit Triple Play? www.adsl.tv. 1h 1mbit Stream = 450MB. Wieviel schaut ihr TV? Und wieviele TVs laufen in eurem Haushalt parallel? Swisscom setzt voll auf Triple Play, in anderen Ländern ist IPTV längst Realität. Und diese Angeboten werden nicht diejenigen beziehen die sich eh schon massenhaft Filme per P2P besorgen.. die brauchen IPTV schon gar nicht mehr da sie das ganze Zeugs eh schon Monate vorher auf der Platte haben.
Auch ein 128kbit Radiostream kommt auf 56.25 MB pro Stunde. Seit ich Shoutcast entdeckt hab läuft bei mir fast dauernd eine Radiodauerberieselung mit Musik die ich früher gar nicht kannte. Schon allein das gibt ein nettes Grundrauschen von ein paar GBs, mehr als der Durchschnittsuser aktuell hat. Man stelle sich vor 08/15 User kämen plötzlich auf den Geschmack.
Die Marge ist für alle Anbieter dieselbe. Ausser Swisscom kommt also niemand auf einen grünen Zweig. Da frage ich mich doch wieso die alternativen Anbieter, die ja immerhin knapp 40% Marktanteil innehaben, sich nicht zusammenschliessen um mehr Druck auf Swisscom auszuüben? Und den Herren in Bern mal vorrechnen was sie das Monopol kostet.. jeder Anbieter profitiert doch von einer kompletten Liberalisierung des Marktes, aber neben ein paar Einzelkämpfern (Sunrise, Tele2) sieht und hört man gar nichts. Jetzt haben wir die Situation wo der Swisscom Kunde (alternativer ISP) von Swisscom gerupft wird, und der ISP rupft dann den eigenen Kunden. Als Privatkunde kann man bei Swisscom eh nichts erreichen, aber wenn sich alle Wiederverkäufter zusammentun und am gleichen Strick reissen, und in Bern ein bisschen Lobbying betreiben, könnte sicher viel mehr erreicht werden.
>Jedenfalls lassen sie sich anscheinend nicht mehr alles von der Swisscom gefallen.
Falsch.. sie ekeln die eigenen Kunden raus indem sie ihnen Basisdienste abstellen (mit der aktuellen Leistung bleibt man besser gleich online.. Minutenlang auf eine Webseite Warten ist der Normalzustand). Das richtige Vorgehen wäre zusammen mit allen anderen ISPs (die ja alle in der gleichen Situation sind) Druck zu machen. Ob Solnet jetzt eine schnellere Anbindung ans ADSL Netz der Swisscom kauft oder nicht ist denen doch egal.. die Kunden laufen weg und gehen zu einem anderen Provider der die Anbindung aufstockt und so kriegen sie ihr Geld trotzdem. Oder der Kunde geht gleich zur Swisscom (Bluewin, Cybernet, Vtx). Wenn anderen alternativen Anbietern der Schnauf ausgeht werfen auch die Kunden raus, schlussendlich sind alle bei Bluewin... und es gewinnt wieder mal die Swisscom.
So plus minus mach ich seit dem 256 kbit Abo gleich viel Traffic - mit dem Unterschied dass früher der PC fast rund um die Uhr am lief. Wie schon erwäht wurde, mehr Zeit hat man ja nicht.
Aber mit dem Blödsinn wegen viel traffic = illegal könnt ihr gleich aufhören.. es gibt genug Leute die der Film und Musikindustrie in den Arsch kriechen. Fakt 1: Downloads sind nicht illegal. Auch die Grauzone ist nicht illegal. Fakt 2: ohne Uploads sind P2P Angebote nicht illegal. Fakt 3: Man ist in der Schweiz immer noch unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist. Ohne Beweis sind also auch P2P User nicht in illegalen Wassern unterwegs da man den Upload zuerst einmal nachweisen muss. Und die Freunde der Music and Film Industry of America (MAFIA) mögen sich das mal ansehen: http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2006/2006-03-10.html . Für diejenigen die nicht lesen mögen: Die Urheberrechtsrevision des Bundesratest hält fest das Downloads legal bleiben.
Und wie kommt man sonst auf zweistellige GB Beträge? Wie wärs mit Triple Play? www.adsl.tv. 1h 1mbit Stream = 450MB. Wieviel schaut ihr TV? Und wieviele TVs laufen in eurem Haushalt parallel? Swisscom setzt voll auf Triple Play, in anderen Ländern ist IPTV längst Realität. Und diese Angeboten werden nicht diejenigen beziehen die sich eh schon massenhaft Filme per P2P besorgen.. die brauchen IPTV schon gar nicht mehr da sie das ganze Zeugs eh schon Monate vorher auf der Platte haben.
Auch ein 128kbit Radiostream kommt auf 56.25 MB pro Stunde. Seit ich Shoutcast entdeckt hab läuft bei mir fast dauernd eine Radiodauerberieselung mit Musik die ich früher gar nicht kannte. Schon allein das gibt ein nettes Grundrauschen von ein paar GBs, mehr als der Durchschnittsuser aktuell hat. Man stelle sich vor 08/15 User kämen plötzlich auf den Geschmack.
Die Marge ist für alle Anbieter dieselbe. Ausser Swisscom kommt also niemand auf einen grünen Zweig. Da frage ich mich doch wieso die alternativen Anbieter, die ja immerhin knapp 40% Marktanteil innehaben, sich nicht zusammenschliessen um mehr Druck auf Swisscom auszuüben? Und den Herren in Bern mal vorrechnen was sie das Monopol kostet.. jeder Anbieter profitiert doch von einer kompletten Liberalisierung des Marktes, aber neben ein paar Einzelkämpfern (Sunrise, Tele2) sieht und hört man gar nichts. Jetzt haben wir die Situation wo der Swisscom Kunde (alternativer ISP) von Swisscom gerupft wird, und der ISP rupft dann den eigenen Kunden. Als Privatkunde kann man bei Swisscom eh nichts erreichen, aber wenn sich alle Wiederverkäufter zusammentun und am gleichen Strick reissen, und in Bern ein bisschen Lobbying betreiben, könnte sicher viel mehr erreicht werden.
>Jedenfalls lassen sie sich anscheinend nicht mehr alles von der Swisscom gefallen.
Falsch.. sie ekeln die eigenen Kunden raus indem sie ihnen Basisdienste abstellen (mit der aktuellen Leistung bleibt man besser gleich online.. Minutenlang auf eine Webseite Warten ist der Normalzustand). Das richtige Vorgehen wäre zusammen mit allen anderen ISPs (die ja alle in der gleichen Situation sind) Druck zu machen. Ob Solnet jetzt eine schnellere Anbindung ans ADSL Netz der Swisscom kauft oder nicht ist denen doch egal.. die Kunden laufen weg und gehen zu einem anderen Provider der die Anbindung aufstockt und so kriegen sie ihr Geld trotzdem. Oder der Kunde geht gleich zur Swisscom (Bluewin, Cybernet, Vtx). Wenn anderen alternativen Anbietern der Schnauf ausgeht werfen auch die Kunden raus, schlussendlich sind alle bei Bluewin... und es gewinnt wieder mal die Swisscom.
Swisscom, Swisscom, Swisscom... was interessiert mich als Kunden Swisscom, wenn ich mit ADSL-Anbieter X einen Vertrag für ADSL-Abonnement Y geschlossen habe?
Apropos Solnet: Bei Solnet bezahlt man für den ADSL-Anschluss anscheinend ein Jahr im Voraus. Genügt das entsprechende Kapital nicht um sich zu refinanzieren?
Apropos Solnet: Bei Solnet bezahlt man für den ADSL-Anschluss anscheinend ein Jahr im Voraus. Genügt das entsprechende Kapital nicht um sich zu refinanzieren?
Hi Sansibar,
ja das ist richtig, dass dies nur die Swisscom machen kann, denn die Zuleitung zu deiner Wohnung/Haus gehört der Swisscom.
Am besten einfach ein wenig Geduld haben, denn die Umstellung ist für alle ADSL Provider Datiert von März bis ca. ende Juni.
ja das ist richtig, dass dies nur die Swisscom machen kann, denn die Zuleitung zu deiner Wohnung/Haus gehört der Swisscom.
Am besten einfach ein wenig Geduld haben, denn die Umstellung ist für alle ADSL Provider Datiert von März bis ca. ende Juni.
Ich stelle mit einer gewissen Genugtuung fest, dass ich bei weitem nicht der Einzige bin, der das Verhalten von SolNet als inakzeptabel und hinterhältig wahrnimmt. Die Stellungnahme von SolNet ist tatsächlich ein Schuldeingeständnis, leider aber scheint man bei SolNet nochimmer nicht bereit zu sein die volle Wahrheit zu sagen. Die technischen Möglichkeiten, welche man vielmehr als Sabotage bezeichnen muss sind an Unanständigkeit nicht mehr zu übertreffen. 5kbyte/s sind keien akzeptable Einschränkung der Bandbreite. Hier geht es ganz klar darum die Kunden zu vertreiben. Auch die Behauptung, das vorausgezahlte Geld werde zurückerstattet ist gelogen, da ich zumindest einen Fall persönlich kenne. Es wird ganz offensichtlich Zeit, dass der Markt der ADSL Provider mal ordentlich gelichtet wird. Ich denke der schweizer Kunde ist ohne SolNet besser dran als mit.
mfg T. Bucher
mfg T. Bucher
Heisst das jetzt, ich kann getrost diese Antwort meiner Kündigung beilegen, damit ich nicht noch bis ende Juni mit sekundenlangen Antwortzeiten und 2kB/s surfen und spielen muss?
"4. Intensivnutzer
Während man bei manuellem Gebrauch des Internets von einer leichten Erhöhung der Bandbreite ausgehen darf, wird sie bei Intensivnutzern um den Faktor der Bandbreitenerhöhung zunehmen. Bereits vor der aktuellen Bandbreitenerhöhung haben bei SolNet 1% der Benuter 25% des Traffics verursacht. Dieser Anteil dürfte ohne Massnahmen stark zunehmen, im Worst Case Szenario auf über 50%."
verstehe ich das richtig? jetzt wird nur 25% von der bandbreite, welche solnet hat verbraucht?
Solnet sollte vielleicht jemanden einstellen der statistiken korrekt erstellen/auswerten kann, es gibt immer eine 100% marke und bei 100% sollte solnet entweder immer noch gewinn machen oder wenigstens kein verlust/gewinn erwirtschaften --> alles unter 100% sollte also gewinn sein...
aber eben nichts aussagende statistiken sind eine spezialität von ADSL Providern... ich glaube auch nur meiner selber gefälschten statistik.
Während man bei manuellem Gebrauch des Internets von einer leichten Erhöhung der Bandbreite ausgehen darf, wird sie bei Intensivnutzern um den Faktor der Bandbreitenerhöhung zunehmen. Bereits vor der aktuellen Bandbreitenerhöhung haben bei SolNet 1% der Benuter 25% des Traffics verursacht. Dieser Anteil dürfte ohne Massnahmen stark zunehmen, im Worst Case Szenario auf über 50%."
verstehe ich das richtig? jetzt wird nur 25% von der bandbreite, welche solnet hat verbraucht?
Solnet sollte vielleicht jemanden einstellen der statistiken korrekt erstellen/auswerten kann, es gibt immer eine 100% marke und bei 100% sollte solnet entweder immer noch gewinn machen oder wenigstens kein verlust/gewinn erwirtschaften --> alles unter 100% sollte also gewinn sein...
aber eben nichts aussagende statistiken sind eine spezialität von ADSL Providern... ich glaube auch nur meiner selber gefälschten statistik.
"verstehe ich das richtig? jetzt wird nur 25% von der bandbreite, welche solnet hat verbraucht?"
Nein. Alle ADSL-Benutzer verbrauchen 100%-Bandbreite (ob das auch 100% oder nur 50% oder 10% der Solnet-Uplink-Kapazität sind, ist eine andere Frage). Von diesen 100% Bandbreite wird ein Viertel (25%) von 1% der Anwender verursacht. Die restlichen 75% der Bandbreite verursachen die restlichen 99% der Anwender.
Solnet geht davon aus, dass sich dieses Verhältnis so verschiebt, dass im Worst Case 50% des Gesamttraffics von 1% der Anwender verursacht wird, die restlichen 50% von den restlichen 99% der Anwender. D.h. 99% der Anwender zahlt die Exzesse von einer Handvoll Power-Sauger.
"Solnet sollte vielleicht jemanden einstellen der statistiken korrekt erstellen/auswerten kann, es gibt immer eine 100% marke und bei 100% sollte solnet entweder immer noch gewinn machen oder wenigstens kein verlust/gewinn erwirtschaften --> alles unter 100% sollte also gewinn sein..."
Wenn man ohne Überbuchung operieren will, würde ein ADSL-2000-Abo irgendwo zwischen 500 und 600 Franken im Monat kosten. Das zahlst du sicher gerne...
Nein. Alle ADSL-Benutzer verbrauchen 100%-Bandbreite (ob das auch 100% oder nur 50% oder 10% der Solnet-Uplink-Kapazität sind, ist eine andere Frage). Von diesen 100% Bandbreite wird ein Viertel (25%) von 1% der Anwender verursacht. Die restlichen 75% der Bandbreite verursachen die restlichen 99% der Anwender.
Solnet geht davon aus, dass sich dieses Verhältnis so verschiebt, dass im Worst Case 50% des Gesamttraffics von 1% der Anwender verursacht wird, die restlichen 50% von den restlichen 99% der Anwender. D.h. 99% der Anwender zahlt die Exzesse von einer Handvoll Power-Sauger.
"Solnet sollte vielleicht jemanden einstellen der statistiken korrekt erstellen/auswerten kann, es gibt immer eine 100% marke und bei 100% sollte solnet entweder immer noch gewinn machen oder wenigstens kein verlust/gewinn erwirtschaften --> alles unter 100% sollte also gewinn sein..."
Wenn man ohne Überbuchung operieren will, würde ein ADSL-2000-Abo irgendwo zwischen 500 und 600 Franken im Monat kosten. Das zahlst du sicher gerne...
Und wenn wir schon bei den Preisen sind, kann somebody ja gleich ein sDSL nehmen... da hast du sogar SLA's drauf....
>D.h. 99% der Anwender zahlt die Exzesse von einer Handvoll Power-Sauger.
Exzesse? 8 User mit einem 128kbit MP3 Stream belegen das eine mbit
1 User mit einem 1mbit IPTV Stream belegt das eine mbit.. sind das Exzesse? ADSL wird als bis xyz mal schneller als Analog verkauft. Die Provider haben aber pro Kunde nur 22 kbit zur Verfügung.. da stimmt ganz einfach etwas nicht. Wer auch immer zwischen 17:30 und 21:30 die volle Bandbreite ausschöpft (ja, schon nur wer mehr als 22kbit in Anspruch nimmt) nimmt anderen Benutzern Bandbreite weg. Nur mit einem Analog, ISDN oder SDSL Anschluss kann jeder Benutzer die effektive Leitungsbandbreite zumindest bis zum Provider ausschöpfen. Solange die Backhaul Anbindung ohne Überbuchung nicht im Anschlusspreis inbegriffen ist, wird es immer wieder zu Problemen kommen und die Provider kommen nie auf einen grünen Zweig.
Selbst wenn der ISP seinen Kunden nur VoIP anbietet, es braucht nur genügend Calls und das Netz bricht zusammen. Und IPTV kommt. In anderen Ländern gibts das schon lange. Die ganze Überbuchungsgeschichte wird über kurz oder lang zu einem kompletten Zusammenbruch der ADSL Netzte führen. Der einzige Provider der davon nicht betroffen sein wird ist Bluewin - dort werde ja nur Zahlen hin und hergeschoben.
Exzesse? 8 User mit einem 128kbit MP3 Stream belegen das eine mbit
1 User mit einem 1mbit IPTV Stream belegt das eine mbit.. sind das Exzesse? ADSL wird als bis xyz mal schneller als Analog verkauft. Die Provider haben aber pro Kunde nur 22 kbit zur Verfügung.. da stimmt ganz einfach etwas nicht. Wer auch immer zwischen 17:30 und 21:30 die volle Bandbreite ausschöpft (ja, schon nur wer mehr als 22kbit in Anspruch nimmt) nimmt anderen Benutzern Bandbreite weg. Nur mit einem Analog, ISDN oder SDSL Anschluss kann jeder Benutzer die effektive Leitungsbandbreite zumindest bis zum Provider ausschöpfen. Solange die Backhaul Anbindung ohne Überbuchung nicht im Anschlusspreis inbegriffen ist, wird es immer wieder zu Problemen kommen und die Provider kommen nie auf einen grünen Zweig.
Selbst wenn der ISP seinen Kunden nur VoIP anbietet, es braucht nur genügend Calls und das Netz bricht zusammen. Und IPTV kommt. In anderen Ländern gibts das schon lange. Die ganze Überbuchungsgeschichte wird über kurz oder lang zu einem kompletten Zusammenbruch der ADSL Netzte führen. Der einzige Provider der davon nicht betroffen sein wird ist Bluewin - dort werde ja nur Zahlen hin und hergeschoben.
so toll.. da entscheide ich mich extra nicht für den blauen riesen, wähle solnet, und was passiert? da lese ich von heimlichen bandbreitenbeschneidungen???
sorry solnet.. aber so nicht.. ihr könntet das ja publik machen und klare volumenvrehältnisse schaffen.
falls man diese überschreitet, könnte man ev. etwas auf dich rechnung schlagen. (ev. 1.- pro giga übervolumen)
bei mir steht nichts von volumenbeschränkungen oder abobremsen bei vielgebrauch...
mach mich jetzt jedenfalls mal schlau und grabe den vertrag mal aus.
da kann ich nämlich grad noch den nächstmöglichen kündigungstermin nachschauen.
übrigens zitiere ich hier noch solnet privat abo werbung
geworben wird im adsl-home abo mit:
** "Internetzugang über ADSL mit 24h unlimitiertem Datentransfer pro
** Tag"
zusätzlich wird im abo solnet adsl-home geworben mit
** "Viele Sender stellen ihre Sendungen auf ihrer Website bereit. Mit
** ADSL können Sie sich diese anschauen, wann immer Sie möchten"
oder
** "Mit SolNet ADSL sind Ihre Lieblingsfotos in Windeseile ins SolNet
** Album geladen."
tja solnet.. das verursacht wohl kein volumen?????
diese drei zitate sind bis heute 27.04.2006 auf der seite
http://www.solnet.ch/produkte/zugang/adsl/home/ zu finden!
ist wohl nicht mehr ganz rechtens???
greez
sorry solnet.. aber so nicht.. ihr könntet das ja publik machen und klare volumenvrehältnisse schaffen.
falls man diese überschreitet, könnte man ev. etwas auf dich rechnung schlagen. (ev. 1.- pro giga übervolumen)
bei mir steht nichts von volumenbeschränkungen oder abobremsen bei vielgebrauch...
mach mich jetzt jedenfalls mal schlau und grabe den vertrag mal aus.
da kann ich nämlich grad noch den nächstmöglichen kündigungstermin nachschauen.
übrigens zitiere ich hier noch solnet privat abo werbung
geworben wird im adsl-home abo mit:
** "Internetzugang über ADSL mit 24h unlimitiertem Datentransfer pro
** Tag"
zusätzlich wird im abo solnet adsl-home geworben mit
** "Viele Sender stellen ihre Sendungen auf ihrer Website bereit. Mit
** ADSL können Sie sich diese anschauen, wann immer Sie möchten"
oder
** "Mit SolNet ADSL sind Ihre Lieblingsfotos in Windeseile ins SolNet
** Album geladen."
tja solnet.. das verursacht wohl kein volumen?????
diese drei zitate sind bis heute 27.04.2006 auf der seite
http://www.solnet.ch/produkte/zugang/adsl/home/ zu finden!
ist wohl nicht mehr ganz rechtens???
greez
Das mit dem "übervolumen" ist eben nicht so einfach. Wer z.B. zwischen 17:30 und 21:30 auch nur kurz mit Vollgas saugt macht schon erhebliche Probleme. Ein Dauersauger der sich in dieser Zeit zurückhalten würde und die Leitung zu dieser Zeit gar nicht braucht, macht im Endeffekt dem Provider in dieser Hinsicht weniger Probleme. So kommt es zu der eigentlich paradoxen Situation dass wer zwischen Mitternacht und 16:00 Dauersaugt unterm Strich weniger kostet als derjenige der sich jeden Abend eine Stunde TV über adsl.tv schaut (das sind 1mbit Streams). Denn zwischen 17:30 und 21:30 wird die meiste Bandbreite benötigt.. wer dort ein ganzes mbit braucht, nimmt anderen die Bandbreite weg. Wer um Mitternacht ein mbit braucht, macht kaum jemandem Probleme da die meisten Leute eh schon im Bett sind.
Und der TV Gucker wird bei Solnet sehr schnell auf die Abschlussliste kommen. Und auch vom Traffic her: jeden Abend 1h IPTV schauen = 30 x 430 MB = 12.57 GB.. 3 mal soviel wie der Durchschnittsadsluser. Und wehe wenn dann noch ein zweiter zu der Zeit auch TV schauen möchte....
Und der TV Gucker wird bei Solnet sehr schnell auf die Abschlussliste kommen. Und auch vom Traffic her: jeden Abend 1h IPTV schauen = 30 x 430 MB = 12.57 GB.. 3 mal soviel wie der Durchschnittsadsluser. Und wehe wenn dann noch ein zweiter zu der Zeit auch TV schauen möchte....
tja.. ich weiss von der problematik "überlast" und "gleichzeitigkeiten"
im netzwerk sehr gut bescheid..
kämpfe bei der arbeit auch mit solchen "problemchen".
tatsache ist aber dass solnet eben genau mit diesen texten wirbt
wie "Internetzugang über ADSL mit 24h unlimitiertem Datentransfer pro
Tag" man beachte das wort unlimitiert!!!!!
oder tv sendungen im internet schauen.
solnet sollte reinen tisch machen und nicht stillschweigend den
speed abdrehen.. ist dann ja wohl werbung mit falschaussagen..
ich werde mich mindestens im moment hüten solnet bei meinen kunden
zu propagieren. (eigentlich schade)
im netzwerk sehr gut bescheid..
kämpfe bei der arbeit auch mit solchen "problemchen".
tatsache ist aber dass solnet eben genau mit diesen texten wirbt
wie "Internetzugang über ADSL mit 24h unlimitiertem Datentransfer pro
Tag" man beachte das wort unlimitiert!!!!!
oder tv sendungen im internet schauen.
solnet sollte reinen tisch machen und nicht stillschweigend den
speed abdrehen.. ist dann ja wohl werbung mit falschaussagen..
ich werde mich mindestens im moment hüten solnet bei meinen kunden
zu propagieren. (eigentlich schade)
Unlimitierter Datentransfer ist gewährleistet. Für 1% der User nicht mit "unlimiterter" Geschwindigkeit.
Unlimitiert = Bandbreite * Sekunden im Monat. Niemand reizt das auch nur annähernd aus. Aber wenn die gesamte Kundschaft zu Spitzenzeiten nur 1/65tel der verkauften Leistung in Anspruch nimmt, ist das Netz schon überlastet. Und über den gesamten Monat gesehen wird es noch viel krasser aussehen: Der Durchschnitts ADSL Kunde in der Schweiz generiert 4 GB Traffic. Wenn wir vereinfacht annehmen dass alle eine 2000er Leitung haben, mit der im Monat bei 24/7 saugen 603GB runtergeladen werden können, machen 4 GB 0.66% oder 6.6 tausendstel. Provider verkaufen also viel mehr als sie jemals liefern müssen. Natürlich will jede Firma gewinn machen, aber ich würde auch gerne 151 mal mehr Leistung verkaufen als ich erbringen muss. Selbst der Faktor 65 ist noch extrem aktraktiv. Eigentlich müssten die Margen genial sein.. wir wissen dass sie es nicht sind und auch wieso. Aber der kann nicht der Fehler der zahlenden Kundschaft sein.
Nein, der Fehler der Kundschaft ist es nicht - aber eine Realität ist's halt eben doch. Overbooking ist zudem so ziemlich das normalste und wirtschaftlichste auf der Welt und hat rein gar nichts mit Beschiss zu tun. Oder soll ein ADSL-Provider tatsächlich für einen 2000er-Kunden 2MBits Backhaul einkaufen.... zum supergünstigen Preis von 520.-- / Monat? Der Kunde wird wohl kaum Freude haben, wenn sich sein Abo-Preis verzehnfacht. Und nicht mal der hartnäckigste von Solnet gefrustete P2P-Junkie wäre wirklich bereit, diese von Swisscom real eingeforderten Kosten aus der eigenen Tasche zu zahlen.
Overbooking ist was ganz normales. Mein kleines Home-LAN mit Server und 100MBit/s-Fast-Ethernet wird wohl über den Tag gerechnet auch nur eine Auslastung im Promille-Bereich haben. In einem durchschnittlichen Firmennetzwerk wird die Netzwerkauslastung wohl selten den einstelligen Prozentbereich überschreiten.
Entscheidend sind nun mal immer die Spitzen - oder: was will ich für einen Durchsatz erreichen, wenns wirklich schnell gehen muss? Jeder seriöse ADSL-Provider wird regelmässig die entsprechenden Bedürfnisse ausloten und entsprechend an Backhaul dazumieten - wenn aber eine 1%-Minorität plötzlich die ensprechenden Kosten um 30% steigen lässt, finde ich es auch nicht fair, die übrigen 99% mit einem Preisaufschlag von 2-4 Franken zu bestrafen. Irgendwie bekommt sonst der Begriff "Mischrechnung" einen enorm zynischen Beigeschmack.
Ich finde Solnets Vorgehen auch nicht berauschend - anständiger wäre es gewesen alle betreffenden Esel-Anbeter vorzuwarnen und während der Rush Hour mindestens 100/50 KBit/s mit guten Latenzzeiten offenzulassen.
Hauptschuld für das Dilemma trägt aber klar Swisscom mit ihrem marktfremden Angebot. Wenn schon der Speed "gratis" verdreifacht wird, sollten auch die eh schon viel zu hohen Kosten für den Backhaul auf einen Drittel gestutzt werden.
Jedem Ex-Solnet-"Poweruser" würde ich empfehlen, zu Bluewin zu wechseln. Swisscom freut sich bestimmt über den entsprechenden Traffic der dann halt einfach firmenintern subventioniert wird...
Overbooking ist was ganz normales. Mein kleines Home-LAN mit Server und 100MBit/s-Fast-Ethernet wird wohl über den Tag gerechnet auch nur eine Auslastung im Promille-Bereich haben. In einem durchschnittlichen Firmennetzwerk wird die Netzwerkauslastung wohl selten den einstelligen Prozentbereich überschreiten.
Entscheidend sind nun mal immer die Spitzen - oder: was will ich für einen Durchsatz erreichen, wenns wirklich schnell gehen muss? Jeder seriöse ADSL-Provider wird regelmässig die entsprechenden Bedürfnisse ausloten und entsprechend an Backhaul dazumieten - wenn aber eine 1%-Minorität plötzlich die ensprechenden Kosten um 30% steigen lässt, finde ich es auch nicht fair, die übrigen 99% mit einem Preisaufschlag von 2-4 Franken zu bestrafen. Irgendwie bekommt sonst der Begriff "Mischrechnung" einen enorm zynischen Beigeschmack.
Ich finde Solnets Vorgehen auch nicht berauschend - anständiger wäre es gewesen alle betreffenden Esel-Anbeter vorzuwarnen und während der Rush Hour mindestens 100/50 KBit/s mit guten Latenzzeiten offenzulassen.
Hauptschuld für das Dilemma trägt aber klar Swisscom mit ihrem marktfremden Angebot. Wenn schon der Speed "gratis" verdreifacht wird, sollten auch die eh schon viel zu hohen Kosten für den Backhaul auf einen Drittel gestutzt werden.
Jedem Ex-Solnet-"Poweruser" würde ich empfehlen, zu Bluewin zu wechseln. Swisscom freut sich bestimmt über den entsprechenden Traffic der dann halt einfach firmenintern subventioniert wird...
Die finanziellen Probleme von SolNet gehen mir als Kunden meilenweit am Arsch vorbei. Wenn mir SolNet eine unlimitierte Flatrate verkauft und diese ausdrücklich als unlimitiert anpreist, so ist die nachträgliche Manipulation meiner Internetverbindung ein Betrug und nichts anderes. Wie bereits jedem hier klar ist gäbe es eine ganze Reihe von intelligenten, legalen Lösungen:
1. Einführung einer Traffic LImite.
2. Einführung einer Fair Use Klausel im Vertrag.
3. Saubere Auflösung der Verträge mit jenen Kunden, welche die hohen Kosten verursachen.
Was SolNet gemacht hat ist unentschuldbar und kann mit Swisscom nicht gerechtfertigt werden. Einen Provider, der seine Kunden belügt, betrügt und hintergeht braucht es in der Schweiz nicht. Ich werde meinen Kunden nicht nur keine SolNet Abos mehr empfehlen, sondern ihnen ganz klar davon abraten.
mfg Markus
1. Einführung einer Traffic LImite.
2. Einführung einer Fair Use Klausel im Vertrag.
3. Saubere Auflösung der Verträge mit jenen Kunden, welche die hohen Kosten verursachen.
Was SolNet gemacht hat ist unentschuldbar und kann mit Swisscom nicht gerechtfertigt werden. Einen Provider, der seine Kunden belügt, betrügt und hintergeht braucht es in der Schweiz nicht. Ich werde meinen Kunden nicht nur keine SolNet Abos mehr empfehlen, sondern ihnen ganz klar davon abraten.
mfg Markus
Ich weise als Antwort auf doom's Beitrag lediglich darauf hin, dass ein Overbooking durchaus sinnvoll und wirtschaftlich notwendig ist. Solnets Vorgehen will ich gar nicht entschuldigen. Solnets Dilemma kann ich bei den aktuellen Reseller-Margen und dem überrissenen Backhaul-Tarif aber nur zu gut verstehen (...dabei arbeite ich ja nicht mal im ADSL-Bereich
). Und genau dieses Dilemma wurde im Hause Swisscom produziert.
Fredy hat es weiter oben auf den Punkt gebracht: Swisscom Wholesale gibt den Wiederverkaufspreis vor, Bluewin den Endkundenpreis. Und wenn Bluewin keine Traffic-Limite vorgibt, wird wohl kaum einer der kleineren Provider mit sowas unpopulärem vorpreschen. Es würden damit nicht nur die "Poweruser" vertrieben sondern auch unzählige schlecht informierte, potentielle Neukunden verunsichert ("..aber reichen 10GB im Monat fürs Surfen denn überhaupt? Komm, wir gehen doch besser zu Bluewin...").
Persönlich bin ich der Meinung, dass verstärkt das Verbursacherprinzip angewandt werden sollte, sprich: moderate Traffic-Limiten die die Bedürfnisse von 90% problemlos abdecken (10-20GB), bei den hohen Abos vielleicht das Doppelte oder Dreifache, danach ein Volumentarif, der eine exzessive Nutzung verteuert und die Backhaul-Kosten wieder reinholt (1.- / GB ?). Ob sowas verwaltungstechnisch einfach zu lösen ist, weiss ich nicht. Och vermute aber, dass viele Provider damit eine moderaten finanziellen Erfolg erreichen könnten und die Bandbreite besser skalieren würde - und wenn wir nicht zum alten Monopol zurückkehren wollen muss es nun mal möglich sein, dass ein Provider ab einer bestimmten Kundenmasse mit einem Produkt wie ADSL auch schwarze Zahlen schreibt.
Fredy hat es weiter oben auf den Punkt gebracht: Swisscom Wholesale gibt den Wiederverkaufspreis vor, Bluewin den Endkundenpreis. Und wenn Bluewin keine Traffic-Limite vorgibt, wird wohl kaum einer der kleineren Provider mit sowas unpopulärem vorpreschen. Es würden damit nicht nur die "Poweruser" vertrieben sondern auch unzählige schlecht informierte, potentielle Neukunden verunsichert ("..aber reichen 10GB im Monat fürs Surfen denn überhaupt? Komm, wir gehen doch besser zu Bluewin...").
Persönlich bin ich der Meinung, dass verstärkt das Verbursacherprinzip angewandt werden sollte, sprich: moderate Traffic-Limiten die die Bedürfnisse von 90% problemlos abdecken (10-20GB), bei den hohen Abos vielleicht das Doppelte oder Dreifache, danach ein Volumentarif, der eine exzessive Nutzung verteuert und die Backhaul-Kosten wieder reinholt (1.- / GB ?). Ob sowas verwaltungstechnisch einfach zu lösen ist, weiss ich nicht. Och vermute aber, dass viele Provider damit eine moderaten finanziellen Erfolg erreichen könnten und die Bandbreite besser skalieren würde - und wenn wir nicht zum alten Monopol zurückkehren wollen muss es nun mal möglich sein, dass ein Provider ab einer bestimmten Kundenmasse mit einem Produkt wie ADSL auch schwarze Zahlen schreibt.
>Overbooking ist was ganz normales.
Beispiel Telefonkabel: Wer bei einem alternativen Telefonanbieter angeschlossen ist, das Telefon abnimmt und keinen Ruftun bekommt, der wird wechseln. Vielleicht nicht heute und morgen, aber spätestens nächste Woche. Ich hab beruflich mit Telefonie zu tun.. die Kunden schreien sehr laut wenn das Telefon nicht mehr funktioniert.
Die genaue Architektur der alternativen Telefonieprovider kenn ich auch nicht, aber die müssen auch irgendwie an die Swisscom Amtszentralen angebunden sein.. es gibt also auch ein Backhaul für Telefonie. Aber der wird zu einem Tarif angeboten mit dem man auch halbwegs vernünftig wirtschaften kann (natürlich auch nur auf Druck von Weko und Co).
Wenn sich der Markt nicht selbst regelt (hat je ein Provider etwas konkretes gegen diese Missstände unternommen? Wo sind die CEOs die bei Parlamentariern vorstellig werden, Kolumnen schreiben und vorrechnen wie Swisscom ihre Macht missbraucht?) dann ist die einzige verünftige Lösung regulatorisch einzuschreiten damit der Backhaul zu marktüblichen Preisen angeboten wird.. es ist doch absolut witzlos dass der Provider Swisscom 40 Stutz in den A* schiebt damit der Kunde ein ADSL Signal hat, aber noch nicht mal surfen kann. Die 40 Stutz müssten auch eine vernünftige Anbindung bezahlen sonst macht das Produkt ADSL gar keinen Sinn. Die Weko sollte endlich den Arsch bewegen, und die Kollegen in Bundeshaus auch damit der Abzockmaschine Swisscom ein paar schöne Granitbrocken ins Getriebe kommen.
>In einem durchschnittlichen Firmennetzwerk wird die Netzwerkauslastung wohl selten den einstelligen Prozentbereich überschreiten.
Da würde meine Kollegen aus der Netzwerkabteilung wohl Einsprache erheben. Aber trotzdem.. da werden die Spitzen vernünftig abgedeckt, wie auch im Telefonienetz, ja sogar im Natelnetz (ich war an dem famosen Sommertag in Zürich steckengeblieben.. soviele telefonierende Personen gibts auf so kleinem Raum selten, und es kaum trotzdem nicht zum GAU.. wäre das Natelnetz so schwach wie Backhaul Anbindungen der meisten ADSL Provider, wäre das Netz nach 10 Minuten stillschweigend verschwunden). Und die SBB setzt Extrazüge ein bei viel Traffic.
>moderate Traffic-Limiten die die Bedürfnisse von 90% problemlos abdecken (10-20GB)
Das ist blauäugig und extreme rückwärtsgerichtet. Wieso downgraden wir nicht alle auf das 150er Abo mit einem Fixtarif (sagen wir 20.-). Downloads hin oder her, du willst hier Personen die ein bisschen Radio hören und TV schauen wollen bestrafen (und Provider preisen z.B. ADSL gerade dafür an dass man z.B. eine verpasste Tagesschau dann schauen kann wenn man will). Das kann doch nicht sein dass wer mehr als 3% der eingekaufen Leistung (20GB sind etwa 3% des Traffics denn man mit einer 2000er Leitung pro Monat verursachen kann) verbraucht bestraft wird? Wir haben im Geschäft eine Flatrate auf den Natels (Anrufe untereinander, aufs Fixnetz und das Mobilnetz des Providers).. man stelle sich vor wir müssten jeden Monat hohe Strafzahlungen machen weil da telefoniert wird... sowas ist ganz einfach unvorstellbar. Oder mein privates Natel. Ich hab ein Sunrise 75 Abo. Gemäss deiner Logik müsste ich draufzahlen wenn ich mehr als 15 Minuten benutze.. ich zahle für 75 Minuten und Sunrise kann sich für jede Minute die ich nicht benutzen freue. Ich telefonier sich nicht nur um Minuten aufzubrauchen, aber wenn ich es brauche, will ich die volle Leistung sehen für die ich bezahle.
Mit dem neuen ADSL Abo benutze ich keine 4% für die Leitung die ich zu 100% bezahle. Es gibt ja auch keine Rabatt wenn ich die Leitung nicht benutze.. eigentlich sollte ich doch 96% Rabatt bekommen, oder doch zuminest ein paar Prozent, oder?
Wenn ich nur ein paar Minuten pro Tag Emailen und Surfen würde, könnte ich am Abend 10 Minuten länger im Büro bleiben, oder mit dem Analogmodem ins Netz. Ich habe Breitband um das auch ab und zu mal zu nutzen.. und nicht also Schmalbandverbindung sondern wie die Technologie heisst als Breitbandverbindung.
Der Durchschnittskunde mag heute nur einen Bruchteil der Verfügbaren Bandbreite nutzen, aber das hat auch etwas damit zu tun dass die meisten Leute gar nicht wissen was es noch so gibt. Wirkliche Breitbandservices sind erst am aufkommen und die werden den Markt gehörig umkrempeln - aber in der aktuellen Situation ist die Schweiz effektiv eine Breitbandwüste. 98% Abdeckung der Bevölkerung tönt nett, aber wenn man sieht dass diese mit durchschnittlich 22kbit angebunden sind, wäre eine Modemflatrate effektiv die bessere Lösung für manchen (und wenn die Surf- und Emailkunden wieder wechseln würden wäre das Overbooking so gross dass es eh keine Poweruser mehr geben würde).
Beispiel Telefonkabel: Wer bei einem alternativen Telefonanbieter angeschlossen ist, das Telefon abnimmt und keinen Ruftun bekommt, der wird wechseln. Vielleicht nicht heute und morgen, aber spätestens nächste Woche. Ich hab beruflich mit Telefonie zu tun.. die Kunden schreien sehr laut wenn das Telefon nicht mehr funktioniert.
Die genaue Architektur der alternativen Telefonieprovider kenn ich auch nicht, aber die müssen auch irgendwie an die Swisscom Amtszentralen angebunden sein.. es gibt also auch ein Backhaul für Telefonie. Aber der wird zu einem Tarif angeboten mit dem man auch halbwegs vernünftig wirtschaften kann (natürlich auch nur auf Druck von Weko und Co).
Wenn sich der Markt nicht selbst regelt (hat je ein Provider etwas konkretes gegen diese Missstände unternommen? Wo sind die CEOs die bei Parlamentariern vorstellig werden, Kolumnen schreiben und vorrechnen wie Swisscom ihre Macht missbraucht?) dann ist die einzige verünftige Lösung regulatorisch einzuschreiten damit der Backhaul zu marktüblichen Preisen angeboten wird.. es ist doch absolut witzlos dass der Provider Swisscom 40 Stutz in den A* schiebt damit der Kunde ein ADSL Signal hat, aber noch nicht mal surfen kann. Die 40 Stutz müssten auch eine vernünftige Anbindung bezahlen sonst macht das Produkt ADSL gar keinen Sinn. Die Weko sollte endlich den Arsch bewegen, und die Kollegen in Bundeshaus auch damit der Abzockmaschine Swisscom ein paar schöne Granitbrocken ins Getriebe kommen.
>In einem durchschnittlichen Firmennetzwerk wird die Netzwerkauslastung wohl selten den einstelligen Prozentbereich überschreiten.
Da würde meine Kollegen aus der Netzwerkabteilung wohl Einsprache erheben. Aber trotzdem.. da werden die Spitzen vernünftig abgedeckt, wie auch im Telefonienetz, ja sogar im Natelnetz (ich war an dem famosen Sommertag in Zürich steckengeblieben.. soviele telefonierende Personen gibts auf so kleinem Raum selten, und es kaum trotzdem nicht zum GAU.. wäre das Natelnetz so schwach wie Backhaul Anbindungen der meisten ADSL Provider, wäre das Netz nach 10 Minuten stillschweigend verschwunden). Und die SBB setzt Extrazüge ein bei viel Traffic.
>moderate Traffic-Limiten die die Bedürfnisse von 90% problemlos abdecken (10-20GB)
Das ist blauäugig und extreme rückwärtsgerichtet. Wieso downgraden wir nicht alle auf das 150er Abo mit einem Fixtarif (sagen wir 20.-). Downloads hin oder her, du willst hier Personen die ein bisschen Radio hören und TV schauen wollen bestrafen (und Provider preisen z.B. ADSL gerade dafür an dass man z.B. eine verpasste Tagesschau dann schauen kann wenn man will). Das kann doch nicht sein dass wer mehr als 3% der eingekaufen Leistung (20GB sind etwa 3% des Traffics denn man mit einer 2000er Leitung pro Monat verursachen kann) verbraucht bestraft wird? Wir haben im Geschäft eine Flatrate auf den Natels (Anrufe untereinander, aufs Fixnetz und das Mobilnetz des Providers).. man stelle sich vor wir müssten jeden Monat hohe Strafzahlungen machen weil da telefoniert wird... sowas ist ganz einfach unvorstellbar. Oder mein privates Natel. Ich hab ein Sunrise 75 Abo. Gemäss deiner Logik müsste ich draufzahlen wenn ich mehr als 15 Minuten benutze.. ich zahle für 75 Minuten und Sunrise kann sich für jede Minute die ich nicht benutzen freue. Ich telefonier sich nicht nur um Minuten aufzubrauchen, aber wenn ich es brauche, will ich die volle Leistung sehen für die ich bezahle.
Mit dem neuen ADSL Abo benutze ich keine 4% für die Leitung die ich zu 100% bezahle. Es gibt ja auch keine Rabatt wenn ich die Leitung nicht benutze.. eigentlich sollte ich doch 96% Rabatt bekommen, oder doch zuminest ein paar Prozent, oder?
Der Durchschnittskunde mag heute nur einen Bruchteil der Verfügbaren Bandbreite nutzen, aber das hat auch etwas damit zu tun dass die meisten Leute gar nicht wissen was es noch so gibt. Wirkliche Breitbandservices sind erst am aufkommen und die werden den Markt gehörig umkrempeln - aber in der aktuellen Situation ist die Schweiz effektiv eine Breitbandwüste. 98% Abdeckung der Bevölkerung tönt nett, aber wenn man sieht dass diese mit durchschnittlich 22kbit angebunden sind, wäre eine Modemflatrate effektiv die bessere Lösung für manchen (und wenn die Surf- und Emailkunden wieder wechseln würden wäre das Overbooking so gross dass es eh keine Poweruser mehr geben würde).
Ich glaub das siehst du etwas falsch...
Swisscom investiert auch Millionen von SFr um überhaupt das Signal zu dir nach Hause zu liefern - es ist also durchaus nur korrekt, für die Bereitstellung des ADSL Anschlusses etwas zu verlangen! Weil genau dies - auch ohne, dass du überhaupt was ziehst, kostet eben schon was...
ob das nun 40.- sein müssen, darüber lässt sich sehr wohl streiten!
Wie man aus der Kostenrechnung sehen kann, lägen wohl maximal 10% Rabatt drin, wenn du den Anschluss gar nicht buchen würdest. Aber nun bedenke den extra (Mehr-) Aufwand, der getätigt werden muss, um dir eine 'korrekte' Rechnung auszustellen! Da bist du schon wieder bei 0% Rabatt...
Der Kunde wird nicht bestraft, wenn er mehr Traffic generiert. Nein, das nennt sich eben verursachergerecht! Das ist ähnlich, wie wenn du ein Auto mietest: Du bezahlst (tlw. einen Grundtarif + ) pro Kilometer... ziehst du mehr (kostet den Provider, Swisscom), bezahlst du mehr! Nur logisch, oder?
cya
Swisscom investiert auch Millionen von SFr um überhaupt das Signal zu dir nach Hause zu liefern - es ist also durchaus nur korrekt, für die Bereitstellung des ADSL Anschlusses etwas zu verlangen! Weil genau dies - auch ohne, dass du überhaupt was ziehst, kostet eben schon was...
ob das nun 40.- sein müssen, darüber lässt sich sehr wohl streiten!
Wie man aus der Kostenrechnung sehen kann, lägen wohl maximal 10% Rabatt drin, wenn du den Anschluss gar nicht buchen würdest. Aber nun bedenke den extra (Mehr-) Aufwand, der getätigt werden muss, um dir eine 'korrekte' Rechnung auszustellen! Da bist du schon wieder bei 0% Rabatt...
Der Kunde wird nicht bestraft, wenn er mehr Traffic generiert. Nein, das nennt sich eben verursachergerecht! Das ist ähnlich, wie wenn du ein Auto mietest: Du bezahlst (tlw. einen Grundtarif + ) pro Kilometer... ziehst du mehr (kostet den Provider, Swisscom), bezahlst du mehr! Nur logisch, oder?
cya
>Das ist ähnlich, wie wenn du ein Auto mietest: Du bezahlst (tlw. einen Grundtarif + ) pro Kilometer... ziehst du mehr (kostet den Provider, Swisscom), bezahlst du mehr! Nur logisch, oder?
Aber hallo? Im Mietvertrag stehen die Konditionen drin. Wenn du einen Mietvertrag unterschreibst wo keine Kilometerlimite drinsteht, kannst du soviel fahren wie du willst. Beim ADSL ist es genau gleich.. es hat keine Limite, also darf man Benuter die das ausreizen auch nicht bestrafen. Du vergleichst hier Äpfel mit Orangen. Orangen wären z.B. das GA der SBB, oder die Autobahnvignette. Genausowenig wie ich der SBB mehr zahlen muss wenn ich mit meinem GA jeden Tag von Genf nach Chur und zurück fahren würde, genausowenig muss man dem Strassenverkehrsamt mehr zahlen wenn man jeden Tag die gleiche Strecke auf der Autobahn fährt. Exzessive Nutzung oder nicht, man hat einen Vertrag unterschrieben und darf erwarten dass sich der Provider an die Konditionen hält. Stellt euch mal vor in eurem Berufsleben würde so geschäftet werden. Ich arbeite in einer Dienstleistungsfirma. Wenn wir dem Kunden nur 1/65. der verkauften Dienstleistung liefern, wird der Kunde nicht lange bleiben. Und wenn der Kunde bei einem Wartungsvertrag mehr als 6% der verkauften Leistung in Anspruch nimmt, wird der Vertrag von unserer Seite auch nicht gekündet.. wir machen ja immer noch einen guten Gewinn. Von 100% verkaufen und 6% liefern können wir nur träumen - die Konkurrenz wäre schnell mit einem besseren Angebot auf dem Platz - so funktioniert der freie Markt.
Bei ADSL funktioniert leider der freie Markt gar nicht. Es gibt zwar verschiedene Provider, aber es verkaufen alle eigentlich dasselbe mit kleinen Unterschieden, und die Abogebühr geht zum grössten Teil an die Swisscom (68.5% für den Anschluss und weitere 13% für den Backhaul = 81.5%) Bei dieser Rechnung ist mir soweiso ein bisschen schleierhaft wieso es so viele ADSL Reseller gibt wenn wie Fredi Küenzler erwähnt ADSL mit dem ausstehenden Backhaul Rabatt von 20% gerade mal knapp kostendeckend ist.
>Solnet böse, Bluewin lieb"
Wer sagt denn das? Bluewin gehört Swisscom darum Bluewin = böse. Aber Solnet macht erstens mal beim grossangelegten Betrug mit und verkauft wie alle anderen Reseller 65 mal mehr also sie liefern können, und andererseits haben sie ungeliebten Kunden das Messer in den Rücken gestossen. Auch wenn ich den Grund dazu verstehe, das ist trotzdem keine Art sich den Kunden gegenüber aufzuführen. Die Wahrheit ist trotzdem an den Tag gekommen, aber es hätte viel besser ausgesehen wenn Solnet von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte und den Problemkunden (es wären übrigens auch Kunden betroffen mit einem Abo wos fast 0 Traffic draufhat, und Poweruser die die Spitzenzeiten explizit ausgeklammert haben und zu dieser Zeit überhaup nichts gesaugt haben.. beide stellen also was den Backhaul betrifft kein Problem für Solnet dar).
>Was ich mir wünsche, ist ein funktionierender Markt, der auch ein gesundes Wachstum ( = höhere Bandbreiten, = mehr Services) ermöglicht.
Da sind wir uns einig. Aber der Markt funktioniert nicht wegen der Poweruser nicht, der Markt funktioniert nicht weil Swisscom 82.5% der Kosten eines Abos garniert und den alternativen Anbietern keine Marge bleibt. Der Markt funktioniert nicht, weil der Backhaul 10-20 fach überteuert ist. Wenn wir uns als Beispiel England ansehen, dort wird der Backhaul bei British Telecom z.B. um den Faktor 5 überbucht (http://www.cableforum.co.uk/board/showpost.php?s=2c3f0db7021a81b3ab89415871e64f06&p=729460&postcount=39) bzw höchstens Faktor 10 bei den schnellsten Abos. Auch wenn du eine Trafficlimite einführst, das Problem verschwindet dabei nicht. 1 Minute IPTV in vernünftiger Qualität (1 mbit) kommt auf 122 kbit = 429MB pro Stunde. Wenn also Herr/Frau 08/15 Kunde am Montag bis Freitag jeweils am Abend 1h IPTV schaut und daneben noch ein bisschen surft und emailt, kommt das auf ca 10GB im Monat. Aber damit ist dieser Kunde / diese Kundin schon auf der schwarzen Liste da während dieser Zeit das eine mbit dass sich 65 Kunden teilen sollten von einem einzigen Kunden monopolisiert wird. Du kannst es drehen und wenden wie du willst, auch ohne Dauersauger und Poweruser sind die aktuellen ADSL Angebote ein grosser Beschiss.
Last but not least, der Traffic dar ganz einfach nicht soviel kosten. Wer schon einmal ein anständiges Hostingangebot bezogen hat weiss was ein paar hundert GBs wirklich kosten (und dort ist noch die Miete des Servers drin).. das sind Marktpreise. Wenn du das mit den Kosten des Backhaul Traffics vergleichst wird dir gleich schlecht. Das ist eben der Unterschied zwischen dem freien Markt (Backbone) und Monopol (Backhaul). Gäbe es beim Backhaul den freien Markt oder auch schon nur Preise die auch nur annähernd an das herankommen was im Ausland für den gleichen Service (inkl von mir aus die Anpassung ans Lohnniveau), die Frage einer Trafficlimite würde sich gar nicht mehr stellen.
Aber hallo? Im Mietvertrag stehen die Konditionen drin. Wenn du einen Mietvertrag unterschreibst wo keine Kilometerlimite drinsteht, kannst du soviel fahren wie du willst. Beim ADSL ist es genau gleich.. es hat keine Limite, also darf man Benuter die das ausreizen auch nicht bestrafen. Du vergleichst hier Äpfel mit Orangen. Orangen wären z.B. das GA der SBB, oder die Autobahnvignette. Genausowenig wie ich der SBB mehr zahlen muss wenn ich mit meinem GA jeden Tag von Genf nach Chur und zurück fahren würde, genausowenig muss man dem Strassenverkehrsamt mehr zahlen wenn man jeden Tag die gleiche Strecke auf der Autobahn fährt. Exzessive Nutzung oder nicht, man hat einen Vertrag unterschrieben und darf erwarten dass sich der Provider an die Konditionen hält. Stellt euch mal vor in eurem Berufsleben würde so geschäftet werden. Ich arbeite in einer Dienstleistungsfirma. Wenn wir dem Kunden nur 1/65. der verkauften Dienstleistung liefern, wird der Kunde nicht lange bleiben. Und wenn der Kunde bei einem Wartungsvertrag mehr als 6% der verkauften Leistung in Anspruch nimmt, wird der Vertrag von unserer Seite auch nicht gekündet.. wir machen ja immer noch einen guten Gewinn. Von 100% verkaufen und 6% liefern können wir nur träumen - die Konkurrenz wäre schnell mit einem besseren Angebot auf dem Platz - so funktioniert der freie Markt.
Bei ADSL funktioniert leider der freie Markt gar nicht. Es gibt zwar verschiedene Provider, aber es verkaufen alle eigentlich dasselbe mit kleinen Unterschieden, und die Abogebühr geht zum grössten Teil an die Swisscom (68.5% für den Anschluss und weitere 13% für den Backhaul = 81.5%) Bei dieser Rechnung ist mir soweiso ein bisschen schleierhaft wieso es so viele ADSL Reseller gibt wenn wie Fredi Küenzler erwähnt ADSL mit dem ausstehenden Backhaul Rabatt von 20% gerade mal knapp kostendeckend ist.
>Solnet böse, Bluewin lieb"
Wer sagt denn das? Bluewin gehört Swisscom darum Bluewin = böse. Aber Solnet macht erstens mal beim grossangelegten Betrug mit und verkauft wie alle anderen Reseller 65 mal mehr also sie liefern können, und andererseits haben sie ungeliebten Kunden das Messer in den Rücken gestossen. Auch wenn ich den Grund dazu verstehe, das ist trotzdem keine Art sich den Kunden gegenüber aufzuführen. Die Wahrheit ist trotzdem an den Tag gekommen, aber es hätte viel besser ausgesehen wenn Solnet von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte und den Problemkunden (es wären übrigens auch Kunden betroffen mit einem Abo wos fast 0 Traffic draufhat, und Poweruser die die Spitzenzeiten explizit ausgeklammert haben und zu dieser Zeit überhaup nichts gesaugt haben.. beide stellen also was den Backhaul betrifft kein Problem für Solnet dar).
>Was ich mir wünsche, ist ein funktionierender Markt, der auch ein gesundes Wachstum ( = höhere Bandbreiten, = mehr Services) ermöglicht.
Da sind wir uns einig. Aber der Markt funktioniert nicht wegen der Poweruser nicht, der Markt funktioniert nicht weil Swisscom 82.5% der Kosten eines Abos garniert und den alternativen Anbietern keine Marge bleibt. Der Markt funktioniert nicht, weil der Backhaul 10-20 fach überteuert ist. Wenn wir uns als Beispiel England ansehen, dort wird der Backhaul bei British Telecom z.B. um den Faktor 5 überbucht (http://www.cableforum.co.uk/board/showpost.php?s=2c3f0db7021a81b3ab89415871e64f06&p=729460&postcount=39) bzw höchstens Faktor 10 bei den schnellsten Abos. Auch wenn du eine Trafficlimite einführst, das Problem verschwindet dabei nicht. 1 Minute IPTV in vernünftiger Qualität (1 mbit) kommt auf 122 kbit = 429MB pro Stunde. Wenn also Herr/Frau 08/15 Kunde am Montag bis Freitag jeweils am Abend 1h IPTV schaut und daneben noch ein bisschen surft und emailt, kommt das auf ca 10GB im Monat. Aber damit ist dieser Kunde / diese Kundin schon auf der schwarzen Liste da während dieser Zeit das eine mbit dass sich 65 Kunden teilen sollten von einem einzigen Kunden monopolisiert wird. Du kannst es drehen und wenden wie du willst, auch ohne Dauersauger und Poweruser sind die aktuellen ADSL Angebote ein grosser Beschiss.
Last but not least, der Traffic dar ganz einfach nicht soviel kosten. Wer schon einmal ein anständiges Hostingangebot bezogen hat weiss was ein paar hundert GBs wirklich kosten (und dort ist noch die Miete des Servers drin).. das sind Marktpreise. Wenn du das mit den Kosten des Backhaul Traffics vergleichst wird dir gleich schlecht. Das ist eben der Unterschied zwischen dem freien Markt (Backbone) und Monopol (Backhaul). Gäbe es beim Backhaul den freien Markt oder auch schon nur Preise die auch nur annähernd an das herankommen was im Ausland für den gleichen Service (inkl von mir aus die Anpassung ans Lohnniveau), die Frage einer Trafficlimite würde sich gar nicht mehr stellen.
>Wenn wir dem Kunden nur 1/65. der verkauften Dienstleistung liefern, wird der Kunde nicht lange bleiben. Und wenn der Kunde bei
Gut, zunächst mal sind die 65 in hypothetischer Wert, der einfach mal in den Raum geworfen wurde. Die effektive Overbooking-Rate wird Dir Dein Provider wohl nur nennen, wenn Du den Betreiber persönlich kennst und ihn auf ein Bier einlädsts. Ich schätze jetzt Mal in der Branche sind Werte zwischen 1:30 bis 1:80 üblich, kann da aber auch völlig daneben liegen.
Die Kunden bekommen ja, was Sie wollen: Internetzugang, mit einer bestimmten Bandbreite, hochgerechnet auf das durchschnittliche Benutzerprofil. Overbooking ist gang und gäbe, nicht nur im Internet / Telefonie-Bereich. Was würde wohl passieren, wenn alle Schweizer gleichzeitig den Telefonhörer abnehmen würden, und ein Telefonat ins Ausland starten würden? Oder wenn alle in der gleichen Minute ein SMS mit Neujahrsgruss versenden würden (letzteres hat ja auch schon Probleme bereitet)? Auch Flüge sind regelmässig überbucht - zugunsten des Flugpreises. Damit ein Overbooking keine Engpässe bereitet, ist es wichtig, das Nutzungsverhalten oder Benutzerprofil des Konsumenten zu kennen. Dass Swiss den Flug nicht im Verhältnis 1:40 überbucht kommt von daher, dass statistisch gesehen nicht 39 von 40 Fluggästen jeweils den Flug in letzter Minute verpassen oder krank sind. Vernünftig ist hier vielleicht ein Overbooking von 1:1.05 . Im Internetbereich siehts natürlich anders aus. Jeder ISP wird regelmässig die Netzwerklast auswerten und entsprechend das Angebot korrigieren. Bei einem langsamen Wachstum ist dies gut kontrollierbar, Peaks (Rush hour) werden über genügend Reserven abgefangen oder in geringem Masse auch in Kauf genommen (Best Effort). Es ist nicht zu erwarten, dass von einem Tag auf den nächsten plötzlich doppelt soviel gesurft würde (am 11.9.2001 dürfte es anders ausgesehen haben). Die meisten ISP haben das Overbooking gut im Griff. Dass die wenigsten Leute sich überhaupt Gedanken zum Thema machen, ist verständlich.
> Aber Solnet macht erstens mal beim grossangelegten Betrug mit und verkauft wie alle anderen Reseller 65 mal mehr also sie liefern
In diesem Punkt von Betrug zu sprechen finde ich falsch. Solange die Kunden mit der Leistung zufrieden sind, gibt es keinen Grund sich zu beklagen. Entscheidend ist nicht, was eine Leitung potentiell liefern könnte, sondern ob der Kunde mit dem Produkt sein Ziel erreicht. Wer SLAs will wird entsprechende Alternativprodukte finden, die dementsprechend aber massiv teurer sind.
>Da sind wir uns einig. Aber der Markt funktioniert nicht wegen der Poweruser nicht, der Markt funktioniert nicht weil Swisscom 82.5% der >Kosten eines Abos garniert und den alternativen Anbietern keine Marge bleibt.
Richtig. Solnet hat sich dem Druck von oben gebeugt und ihn in der Hackordnung einfach nach unten weitergegeben. Und dies auch gleich mit der Holzhammermethode.
> Wenn also Herr/Frau 08/15 Kunde am Montag bis Freitag jeweils am Abend 1h IPTV schaut und daneben noch ein bisschen surft und
> emailt, kommt das auf ca 10GB im Monat.
"Wenn..." Das Nutzungsprofil ist noch weit von dem entfernt, was Du hier beschreibst. Zum einen haben 90% aller Schweizer das Wort IPTV bestenfalls mal gehört, zum anderen sind gerade die klassischen Broadcast-Medien wie Fernsehen und Radio aktuell immer noch am bequemsten über die klassischen Verteilkanäle (Kabel, Antenne, Sat) verfügbar und werden es wohl noch lange bleiben. Swisscoms Bluewin.tv wird ja auch losgelöst vom Internetverkehr verteilt und ob die Leute so schnell auf Internet-TV-Anbieter umsteigen, wage ich zu bezweifeln. Auch Internet-Radio ist schon seit Jahren ein Nischenprodukt und wird wohl eher den Markt ergänzen als aufmischen (meine persönliche Einschätzung, ich kann da auch daneben liegen).
> Last but not least, der Traffic dar ganz einfach nicht soviel kosten.
Traffic kostet irgenwann soviel, wie er eben kosten wird. Traffic-Preise sind weltweit am sinken und die Bandbreiten sind am steigen. Aber Wunder gibt es auch in diesem Bereich keine zu vermelden.
> Hostingangebot bezogen hat weiss was ein paar hundert GBs wirklich kosten (und dort ist noch die Miete des Servers drin).. das sind
> Marktpreise.
Solche Marktpreise sind ebenfalls nur durch eine Mischrechnung und Overbooking möglich. Dass dies nicht im Kleingedruckten sehe ich nicht als verwerflich an.
Würden die Provider nicht die Leitungen überbuchen, hätten wir heute massiv teurere Angebote.
Gut, zunächst mal sind die 65 in hypothetischer Wert, der einfach mal in den Raum geworfen wurde. Die effektive Overbooking-Rate wird Dir Dein Provider wohl nur nennen, wenn Du den Betreiber persönlich kennst und ihn auf ein Bier einlädsts. Ich schätze jetzt Mal in der Branche sind Werte zwischen 1:30 bis 1:80 üblich, kann da aber auch völlig daneben liegen.
Die Kunden bekommen ja, was Sie wollen: Internetzugang, mit einer bestimmten Bandbreite, hochgerechnet auf das durchschnittliche Benutzerprofil. Overbooking ist gang und gäbe, nicht nur im Internet / Telefonie-Bereich. Was würde wohl passieren, wenn alle Schweizer gleichzeitig den Telefonhörer abnehmen würden, und ein Telefonat ins Ausland starten würden? Oder wenn alle in der gleichen Minute ein SMS mit Neujahrsgruss versenden würden (letzteres hat ja auch schon Probleme bereitet)? Auch Flüge sind regelmässig überbucht - zugunsten des Flugpreises. Damit ein Overbooking keine Engpässe bereitet, ist es wichtig, das Nutzungsverhalten oder Benutzerprofil des Konsumenten zu kennen. Dass Swiss den Flug nicht im Verhältnis 1:40 überbucht kommt von daher, dass statistisch gesehen nicht 39 von 40 Fluggästen jeweils den Flug in letzter Minute verpassen oder krank sind. Vernünftig ist hier vielleicht ein Overbooking von 1:1.05 . Im Internetbereich siehts natürlich anders aus. Jeder ISP wird regelmässig die Netzwerklast auswerten und entsprechend das Angebot korrigieren. Bei einem langsamen Wachstum ist dies gut kontrollierbar, Peaks (Rush hour) werden über genügend Reserven abgefangen oder in geringem Masse auch in Kauf genommen (Best Effort). Es ist nicht zu erwarten, dass von einem Tag auf den nächsten plötzlich doppelt soviel gesurft würde (am 11.9.2001 dürfte es anders ausgesehen haben). Die meisten ISP haben das Overbooking gut im Griff. Dass die wenigsten Leute sich überhaupt Gedanken zum Thema machen, ist verständlich.
> Aber Solnet macht erstens mal beim grossangelegten Betrug mit und verkauft wie alle anderen Reseller 65 mal mehr also sie liefern
In diesem Punkt von Betrug zu sprechen finde ich falsch. Solange die Kunden mit der Leistung zufrieden sind, gibt es keinen Grund sich zu beklagen. Entscheidend ist nicht, was eine Leitung potentiell liefern könnte, sondern ob der Kunde mit dem Produkt sein Ziel erreicht. Wer SLAs will wird entsprechende Alternativprodukte finden, die dementsprechend aber massiv teurer sind.
>Da sind wir uns einig. Aber der Markt funktioniert nicht wegen der Poweruser nicht, der Markt funktioniert nicht weil Swisscom 82.5% der >Kosten eines Abos garniert und den alternativen Anbietern keine Marge bleibt.
Richtig. Solnet hat sich dem Druck von oben gebeugt und ihn in der Hackordnung einfach nach unten weitergegeben. Und dies auch gleich mit der Holzhammermethode.
> Wenn also Herr/Frau 08/15 Kunde am Montag bis Freitag jeweils am Abend 1h IPTV schaut und daneben noch ein bisschen surft und
> emailt, kommt das auf ca 10GB im Monat.
"Wenn..." Das Nutzungsprofil ist noch weit von dem entfernt, was Du hier beschreibst. Zum einen haben 90% aller Schweizer das Wort IPTV bestenfalls mal gehört, zum anderen sind gerade die klassischen Broadcast-Medien wie Fernsehen und Radio aktuell immer noch am bequemsten über die klassischen Verteilkanäle (Kabel, Antenne, Sat) verfügbar und werden es wohl noch lange bleiben. Swisscoms Bluewin.tv wird ja auch losgelöst vom Internetverkehr verteilt und ob die Leute so schnell auf Internet-TV-Anbieter umsteigen, wage ich zu bezweifeln. Auch Internet-Radio ist schon seit Jahren ein Nischenprodukt und wird wohl eher den Markt ergänzen als aufmischen (meine persönliche Einschätzung, ich kann da auch daneben liegen).
> Last but not least, der Traffic dar ganz einfach nicht soviel kosten.
Traffic kostet irgenwann soviel, wie er eben kosten wird. Traffic-Preise sind weltweit am sinken und die Bandbreiten sind am steigen. Aber Wunder gibt es auch in diesem Bereich keine zu vermelden.
> Hostingangebot bezogen hat weiss was ein paar hundert GBs wirklich kosten (und dort ist noch die Miete des Servers drin).. das sind
> Marktpreise.
Solche Marktpreise sind ebenfalls nur durch eine Mischrechnung und Overbooking möglich. Dass dies nicht im Kleingedruckten sehe ich nicht als verwerflich an.
Würden die Provider nicht die Leitungen überbuchen, hätten wir heute massiv teurere Angebote.
1.) Ja. Ich finde auch, bevor man die Datenvolumen des Kunden zusammenstreicht, sollte man Swisscom zwingen, ihre marktschädigende Position aufzugeben. Trotzdem macht es IMHO auch Sinn, das Verursacherprinzip in die Kosten einfliessen zu lassen. Die von mir angegebenen GB-Werte sind lediglich Beispiele.
2.) Meine Netzwerkkarte hatte heute eine Auslastung von ca. 0.5%. Ich werde morgen wohl mal im Blödmarkt vorbeigehen und eine Rückvergütung von 19.80 für die 20-fränkige Netgear-Karte verlangen. Das Ding kann man ja nicht vernünftig ausnutzen.
3.) Ich will gar niemanden bestrafen... Ich finde einfach, dass man dem Thema mit einer Schwarz-Weiss-Betrachtungsweise ("Solnet böse, Bluewin lieb") nicht gerecht wird. Was ich mir wünsche, ist ein funktionierender Markt, der auch ein gesundes Wachstum ( = höhere Bandbreiten, = mehr Services) ermöglicht.
4.) Ich will nicht zurück zu den 150er-Abos. Ich will zurück zu den 300 Baud meines geliebten Akkustikkopplers sowie den 8K RAM von Apollo 1
. Nein, ich finde nicht, dass 60GB Downloadlimite / Monat rückwärtsgerichtet sind. Ich finde es einfach nicht nur in Ordnung, dass die 99% Durchschnittsnutzer die "Vorwärtsgerichtetheit" einer winzigen Minderheit über eine Preiserhöhung finanzieren soll. Internet-Radio ist ganz nett (höre ich auch ab und zu, aber es gibt kaum einen Grund, einer 24/7 Berieselung). Auch das nachträgliche Anschauen der Tagesschau ist ganz praktisch - wobei ich dies auch noch nicht als soooo ein wahnsinnigen Fortschritt anschaue. Die Breitband-Anwendungen der Zukunft kommen bestimmt - aber faktisch kommt der weitaus grösste Teil des aktuelles Traffics von Tauschbörsen. Es ist IMHO alles eine Frage des Masses. Und viele Zeitgenossen tendieren schnell einmal zu einer gewissen Masslosigkeit. Das Buffet "à discretion" funktioniert auch nur, weil es die natürliche Grenze gibt, wieviel ein menschlicher Magen verträgt.
5.) Ich habe vorhin gerade über meine 6000er-Leitung ein CD-Album einer wirklich genialen Band heruntergeladen. Lizenziertes Angebot aus seriöser Quelle ohne P2P-Krücke. Downloaddauer: knapp 2 Minuten (192kbit encoded). Nein, wenn ich die Wahl habe zwischen der von Dir beschriebenen echten 56kb flat und einer 6000kb Best Effort mit Fair Use Regelung (sprich: gelegentliche Rücksichtnahme auf andere Surfer) würde ich immer letztere wählen. Ich habe ein hohes Abo, weil ich nicht gerne warte - nicht, weil ich ein theoretisches Maximum an Daten herunterladen will.
2.) Meine Netzwerkkarte hatte heute eine Auslastung von ca. 0.5%. Ich werde morgen wohl mal im Blödmarkt vorbeigehen und eine Rückvergütung von 19.80 für die 20-fränkige Netgear-Karte verlangen. Das Ding kann man ja nicht vernünftig ausnutzen.
3.) Ich will gar niemanden bestrafen... Ich finde einfach, dass man dem Thema mit einer Schwarz-Weiss-Betrachtungsweise ("Solnet böse, Bluewin lieb") nicht gerecht wird. Was ich mir wünsche, ist ein funktionierender Markt, der auch ein gesundes Wachstum ( = höhere Bandbreiten, = mehr Services) ermöglicht.
4.) Ich will nicht zurück zu den 150er-Abos. Ich will zurück zu den 300 Baud meines geliebten Akkustikkopplers sowie den 8K RAM von Apollo 1
5.) Ich habe vorhin gerade über meine 6000er-Leitung ein CD-Album einer wirklich genialen Band heruntergeladen. Lizenziertes Angebot aus seriöser Quelle ohne P2P-Krücke. Downloaddauer: knapp 2 Minuten (192kbit encoded). Nein, wenn ich die Wahl habe zwischen der von Dir beschriebenen echten 56kb flat und einer 6000kb Best Effort mit Fair Use Regelung (sprich: gelegentliche Rücksichtnahme auf andere Surfer) würde ich immer letztere wählen. Ich habe ein hohes Abo, weil ich nicht gerne warte - nicht, weil ich ein theoretisches Maximum an Daten herunterladen will.
Diese Diskussion hier macht mir schon etwas Bauchschmerzen, wenn ich sehe wie geschickt SolNet die Schuld auf andere abschiebt und du ganz widerstandslos auf diesen alten Trick reinfällst. SolNet hat versucht seine unrentablen Kunden heimlich ohne grosses Aufsehen abzuschieben. Unglaublich naiv wie man bei SolNet offenbar ist, glaubte man damit durchzukommen. Da hat man jedoch die Kompetenz der betroffenen Kunden massiv unterschätzt. Vor einigen Tagen ist dann der Druck der empörten Kundschaft sowie der Konkurenz (www.blogg.ch) so gross geworden, dass man die Vorwürfe in einer Stellungnahme bestätigen musste, nachdem man über Wochen systematisch gelogen hat. Wie ein beim Diebstahl erwischtes Kind versucht SolNet nun für seine hinterhältige Tat Schuldige zu suchen und präsentiert uns gleich zwei Sündenböcke:
1. Die Swisscom... (ist ja sowieso an allem Schuld)
2. Die File-Sharer (SolNet hielt es offenbar nichtmal für nötig den betroffenen Kunden die Wahrheit zu sagen, daher arglose Opfer)
Tatsächlich aber gibt es in dieser Affäre nur einen Schuldigen und das ist und bleibt SolNet selber. Es wäre in der Kompetenz von SolNet gewesen die Sache legal und für alle Beteiligten sauber zu lösen indem man eine der folgenden Alternativen gewählt hätte:
1. Traffic-Limite (offenbar ist unlimitierter Traffic finanziell für SolNet nicht mehr tragbar)
2. Fristgerechte Auflösung der Verträge (Das würde man von einem anständigen Unternehmen erwarten)
3. Preiserhöhung (SolNet ist nach wie vor einer der billigsten Anbieter)
4. Fair-Use Klausel in AGB (Cablecom macht es ja vor...)
Was SolNet gemacht hat nennt man gemeinhin "unlauteren Wettbewerb". SolNet darf nichts verkaufen/versprechen, was der Kunde dann im nachhinein nicht bekommt.
Zuletzt möchte ich noch Anmerken, dass SolNet im Endeffekt das Problem einfach auf andere Provider abschiebt. Nicht zuletzt deswegen wundert es mich etwas, dass SolNet gerade von Herrn Kuenzler so in Schutz genommen wird. Letztendlich schadet dieses Vorgehen von SolNet nämlich auch seinem Unternehmen Init7 und dem Ansehen aller ADSL Provider im Land.
Tom
1. Die Swisscom... (ist ja sowieso an allem Schuld)
2. Die File-Sharer (SolNet hielt es offenbar nichtmal für nötig den betroffenen Kunden die Wahrheit zu sagen, daher arglose Opfer)
Tatsächlich aber gibt es in dieser Affäre nur einen Schuldigen und das ist und bleibt SolNet selber. Es wäre in der Kompetenz von SolNet gewesen die Sache legal und für alle Beteiligten sauber zu lösen indem man eine der folgenden Alternativen gewählt hätte:
1. Traffic-Limite (offenbar ist unlimitierter Traffic finanziell für SolNet nicht mehr tragbar)
2. Fristgerechte Auflösung der Verträge (Das würde man von einem anständigen Unternehmen erwarten)
3. Preiserhöhung (SolNet ist nach wie vor einer der billigsten Anbieter)
4. Fair-Use Klausel in AGB (Cablecom macht es ja vor...)
Was SolNet gemacht hat nennt man gemeinhin "unlauteren Wettbewerb". SolNet darf nichts verkaufen/versprechen, was der Kunde dann im nachhinein nicht bekommt.
Zuletzt möchte ich noch Anmerken, dass SolNet im Endeffekt das Problem einfach auf andere Provider abschiebt. Nicht zuletzt deswegen wundert es mich etwas, dass SolNet gerade von Herrn Kuenzler so in Schutz genommen wird. Letztendlich schadet dieses Vorgehen von SolNet nämlich auch seinem Unternehmen Init7 und dem Ansehen aller ADSL Provider im Land.
Tom
Mist.. jetzt bin ich also nicht nur blauäugig und rückwärtsgewandt, nein, ich falle auch noch auf alte Tricks rein.... 
Also noch einmal (danach gebe ich Ruhe in diesem never-ending thread und lasse auch gerne weitere Unterstellungen auf mir sitzen).
Ja, Swisscom trägt die Verantwortung dafür, dass ADSL-Provider im Privatkundenbereich kaum auf einen grünen Zweig kommen: indem Sie die Einstandspreise hoch halten und den Endkundenpreis (über Bluewin) runterdrücken. Das hat nichts mit einer Verschwörungstheorie zu tun sondern ist Realität. Die Zahlen wurden hier und an anderer Stelle vorgerechnet. Die WEKO ermittelt in dieser Angelegenheit (irgendwo auf www.blogg.ch nachzulesen).
P2P macht je nach Providerstatistik einen Traffic-Anteil von >65% aus. Verursacht wird dieser Traffic von einer Minorität (auch wenn immer mal wieder Filesharer behaupten, dass doch eh jeder 2. am Saugen sei - die grosse Mehrheit benutzt den Internetzugang immer noch fürs Surfen, Mailen, Chatten, vermehrt auch VoIPen). P2P ist für ADSL-Reseller nicht zu letzt wegen dem teuren Backhaul ein grosser Kostenfaktor, der aktuell massiv von den Normal-Verbrauchern quersubentioniert wird.
Traffic-Limiten sind umstritten (siehe nur 2 Postings weiter oben). Ich selbst halte sinnvolle Limiten für angebracht (eine Mailbox ist ja auch limitiert, Wasser und Strom werden auch nicht per Flatrate abgerechnet). Eine echte kostendeckende Flatrate gibt es nicht. Flatrate ist ein Marketinginstrument, das dem Käufer grössere Freiheit suggeriert.
Auch bei Auflösung der Verträge ginge ein grosses Raunen durch die Ränge. Ich bin mit dir aber einig, dass ein Provider nicht zu solchen Guerilla-Taktiken greifen sollte. Transparenz (und eine Vorankündigung ) darf erwartet werden.
Preiserhöhung: Stell Dir einen Raum mit hundert Leuten vor, die sich nicht kennen. Alle werden gebeten, zukünftig 3 Franken monatlich mehr zu zahlen. Von den gewonnenen 300 Franken werden 50 Franken dafür investiert, dass alle wie bis anhin ohne Geschwindgkeitsverluste ins Internet gehen können und Zusatzdienste wie VoIP oder VPN nutzen können. 250 Franken werden benutzt um einer der 100 Personen ein schnelleres P2P-Erlebnis zu ermöglichen. Monat für Monat. Wäre das Verhältnis umgekehrt (250 für die Allgemeinheit, 50 für die eine Person) könnte ich damit gut leben. Mischrechnung halt. Aber 50 für die Allgemeinheit und 250 für P2P? Die Zahlen sind fiktiv, dürfte aber in etwa das Verhältnis zum Ausdruck geben.
Fair Use ist schön und gut, existiert aber bei den meisten Providern bis dato nur auf dem Papier. Wieviele "Poweruser" halten sich wohl an die Regelung und schalten das Filesharing zwischen 17-23h ab? Selbstbeschränkung? Wieso? Schliesslich "zahlt man ja für die Leistung". Cablecom liefert zudem die gesamte Infrastruktur und muss sich nicht künstlich hochgehaltene Dienstleistungen (Backhaul) bei Swisscom einkaufen.
Unlauterer Wettbewerb: Ich kenn mich juristisch zu wenig aus, Solnet verkauft aber ein Best Effort Produkt. Da Solnet sich zu einer sofortigen Vertragsauflösung bereiterklärt, wird sich wohl niemand die Mühe machen, einen Anwalt zu beauftragen. Solnet muss wohl weniger juristische Folgen fürchten als einen Image-Verlust. Wobei ich auch bei letzterem den Eindruck habe, Solnet wird ohne grossen Schaden davonkommen.
Ja, Solnet betreibt ein Schwarzpeter-Spiel. Momentan wird die Situation wohl sehr genau von diversen ADSL-Resellern beobachtet. Ich vermutet, dass Solnet in Kürze auf eine gemässigtere Praxis wechseln wird und irgendwann andere Provider dem Beispiel folgen werden. Insgeheim sind sicher auch diverse Provider froh darum, dass es einer mal wagt, solch einen unpopulären Schritt zu wagen.
Fredy Künzler liefert in diesem Blog eine Diskussionsplattform, die persönlich sehr schätze. Wieso Init7 davon einen Schaden tragen soll, ist mir nicht klar.
Also noch einmal (danach gebe ich Ruhe in diesem never-ending thread und lasse auch gerne weitere Unterstellungen auf mir sitzen).
Ja, Swisscom trägt die Verantwortung dafür, dass ADSL-Provider im Privatkundenbereich kaum auf einen grünen Zweig kommen: indem Sie die Einstandspreise hoch halten und den Endkundenpreis (über Bluewin) runterdrücken. Das hat nichts mit einer Verschwörungstheorie zu tun sondern ist Realität. Die Zahlen wurden hier und an anderer Stelle vorgerechnet. Die WEKO ermittelt in dieser Angelegenheit (irgendwo auf www.blogg.ch nachzulesen).
P2P macht je nach Providerstatistik einen Traffic-Anteil von >65% aus. Verursacht wird dieser Traffic von einer Minorität (auch wenn immer mal wieder Filesharer behaupten, dass doch eh jeder 2. am Saugen sei - die grosse Mehrheit benutzt den Internetzugang immer noch fürs Surfen, Mailen, Chatten, vermehrt auch VoIPen). P2P ist für ADSL-Reseller nicht zu letzt wegen dem teuren Backhaul ein grosser Kostenfaktor, der aktuell massiv von den Normal-Verbrauchern quersubentioniert wird.
Traffic-Limiten sind umstritten (siehe nur 2 Postings weiter oben). Ich selbst halte sinnvolle Limiten für angebracht (eine Mailbox ist ja auch limitiert, Wasser und Strom werden auch nicht per Flatrate abgerechnet). Eine echte kostendeckende Flatrate gibt es nicht. Flatrate ist ein Marketinginstrument, das dem Käufer grössere Freiheit suggeriert.
Auch bei Auflösung der Verträge ginge ein grosses Raunen durch die Ränge. Ich bin mit dir aber einig, dass ein Provider nicht zu solchen Guerilla-Taktiken greifen sollte. Transparenz (und eine Vorankündigung ) darf erwartet werden.
Preiserhöhung: Stell Dir einen Raum mit hundert Leuten vor, die sich nicht kennen. Alle werden gebeten, zukünftig 3 Franken monatlich mehr zu zahlen. Von den gewonnenen 300 Franken werden 50 Franken dafür investiert, dass alle wie bis anhin ohne Geschwindgkeitsverluste ins Internet gehen können und Zusatzdienste wie VoIP oder VPN nutzen können. 250 Franken werden benutzt um einer der 100 Personen ein schnelleres P2P-Erlebnis zu ermöglichen. Monat für Monat. Wäre das Verhältnis umgekehrt (250 für die Allgemeinheit, 50 für die eine Person) könnte ich damit gut leben. Mischrechnung halt. Aber 50 für die Allgemeinheit und 250 für P2P? Die Zahlen sind fiktiv, dürfte aber in etwa das Verhältnis zum Ausdruck geben.
Fair Use ist schön und gut, existiert aber bei den meisten Providern bis dato nur auf dem Papier. Wieviele "Poweruser" halten sich wohl an die Regelung und schalten das Filesharing zwischen 17-23h ab? Selbstbeschränkung? Wieso? Schliesslich "zahlt man ja für die Leistung". Cablecom liefert zudem die gesamte Infrastruktur und muss sich nicht künstlich hochgehaltene Dienstleistungen (Backhaul) bei Swisscom einkaufen.
Unlauterer Wettbewerb: Ich kenn mich juristisch zu wenig aus, Solnet verkauft aber ein Best Effort Produkt. Da Solnet sich zu einer sofortigen Vertragsauflösung bereiterklärt, wird sich wohl niemand die Mühe machen, einen Anwalt zu beauftragen. Solnet muss wohl weniger juristische Folgen fürchten als einen Image-Verlust. Wobei ich auch bei letzterem den Eindruck habe, Solnet wird ohne grossen Schaden davonkommen.
Ja, Solnet betreibt ein Schwarzpeter-Spiel. Momentan wird die Situation wohl sehr genau von diversen ADSL-Resellern beobachtet. Ich vermutet, dass Solnet in Kürze auf eine gemässigtere Praxis wechseln wird und irgendwann andere Provider dem Beispiel folgen werden. Insgeheim sind sicher auch diverse Provider froh darum, dass es einer mal wagt, solch einen unpopulären Schritt zu wagen.
Fredy Künzler liefert in diesem Blog eine Diskussionsplattform, die persönlich sehr schätze. Wieso Init7 davon einen Schaden tragen soll, ist mir nicht klar.
Cablecom macht Traffic Shaping um Fair Use umzusetzen.. da hat der Enduser nichts damit zu tun. Auch Solnet hat schon eine Fair Use Klausel in den AGBs. Es heisst dort dass um den einwandfreien Betrieb des Netztes aufrechzuerhalten zeitweise technische Einschränkungen vorgenommen werden können. Was Solnet gemacht hat ist nichts anderes als das.. nur haben sie nicht wie Cablecom einfach in den 1. Gang runtergeschaltet und die betroffenen Kunden weiter Emailen und Surfen lassen, sondern gleich die Handbremse angezogen. Auch mit der Handbremse, von Mitternacht bis 16:00 war Dauersaugen immer noch möglich, aber wer am Abend nicht mal seine Emails lesen kann, dem bleibt gar nichts anderes übrig als zu künden, auch wenn er im Grunde gar nichts gegen eine Fair Use Massnahme à la Cablecom einzuwenden hätte.
Ich dachte immer Best Effort bedeutet dass wenn sich alle gleichzeitig von Microsoft.com das Service Pack 2 runterladen, es halt zu Engpässen kommt.. genau gleich wie wenn du deinen Webserver mit 10mbit anbindest und an einem Zeitpunkt einfach mehr Leute draufsind als die Anbindung hergibt. Dass es sich hier aber um eine 65 fache Überbuchung der Verbindung von mir bis zum Provider handelt, das hat mich doch total vor den Kopf gestossen. Da dachte ich mir immer ich tue was gutes wenn ich wenn immer möglich Dateien vom Solnet FTP Mirror gezogen habe damit weniger Traffic über Solnet's Backbones fliesst. Wie sich jetzt herausstellt spielt das überhaupt keine Rolle, ich hätt mir die Mühe also sparen können.
Was mir auch nicht so recht in den Kopf will ist wieso gewisse Leute das Verhalten von Solnet noch gutheissen oder die Schuld auf die betroffenen Benutzer schieben wollen. Die haben gar nichts falsch gemacht. Einige haben sogar aus Eigeninitiative Downloads zu Spitzenzeiten Unterlassen, also von sich aus Fair Use betrieben. Andere hatten 2 Abos, und auf dem einen kaum Traffic und wurden trotzdem auf beiden Abos ausgebremst. Auch wenn ich nur ein Promille der gekauften Leistung benutze, jedes mal wenn ihr eine Verbindung mit mehr als 22kbit aufbaut nehmt ihr anderen Benutzern Bandbreite weg, auch wenn ihr das nicht merkt. Es ist schon ein bisschen Kurzsichtig zu sagen wenn ich das nie merke betrifft mich das ja nicht. Wird sich beim Thema Überbuchung nichts ändern, über kurz oder lang wird jeder betroffen sein. Muss es erst dazu kommen dass ihr wenn ihr einmal kurz die Leistung benutzen wollt für die ihr auch bezahlt hat, und es dann nicht geht, damit ihr aus dem Winterschlaf aufwacht? Das Thema Solnet und miese Behandlung von Kunden ist Nebensache, es geht schlussendlich darum dass Swisscom ihre Monopolstellung gnadenlos ausnutzt um Provider auszuquetschen, diese das Spiel mitmachen, trotzdem aber die volle Leistung verkaufen und es dann irgendwann zu einem Zusammenbruch kommen wird. Ihr zahlt jeden Monat 50 Stutz für etwas das der Provider auch nicht nur annähernd liefern kann. Ich will meine 3.5 mbit gar nicht Dauernutzen, die Leitung liegt zu 96% brach und durch den Sommer wirds 98%+ sein, aber wenn ich mal zur Spitzenzeit die volle Geschwindigkeit ausschöpfen will, sollte ich das tun können ohne andere Kunden auszubremsen. Mit meinem aktuellen Traffic über den Monat gesehen bräuchte mein Provider 215 kbit Backhaul.. aber schon diese Minimalbandbreite kostet bei Swisscom 65.-, gleichviel wie mein ADSL Abo. Für das Geld kriege ich einen Webserver und x00 GB auf dem freien Markt.. da stimmt einfach was nicht.
Ich dachte immer Best Effort bedeutet dass wenn sich alle gleichzeitig von Microsoft.com das Service Pack 2 runterladen, es halt zu Engpässen kommt.. genau gleich wie wenn du deinen Webserver mit 10mbit anbindest und an einem Zeitpunkt einfach mehr Leute draufsind als die Anbindung hergibt. Dass es sich hier aber um eine 65 fache Überbuchung der Verbindung von mir bis zum Provider handelt, das hat mich doch total vor den Kopf gestossen. Da dachte ich mir immer ich tue was gutes wenn ich wenn immer möglich Dateien vom Solnet FTP Mirror gezogen habe damit weniger Traffic über Solnet's Backbones fliesst. Wie sich jetzt herausstellt spielt das überhaupt keine Rolle, ich hätt mir die Mühe also sparen können.
Was mir auch nicht so recht in den Kopf will ist wieso gewisse Leute das Verhalten von Solnet noch gutheissen oder die Schuld auf die betroffenen Benutzer schieben wollen. Die haben gar nichts falsch gemacht. Einige haben sogar aus Eigeninitiative Downloads zu Spitzenzeiten Unterlassen, also von sich aus Fair Use betrieben. Andere hatten 2 Abos, und auf dem einen kaum Traffic und wurden trotzdem auf beiden Abos ausgebremst. Auch wenn ich nur ein Promille der gekauften Leistung benutze, jedes mal wenn ihr eine Verbindung mit mehr als 22kbit aufbaut nehmt ihr anderen Benutzern Bandbreite weg, auch wenn ihr das nicht merkt. Es ist schon ein bisschen Kurzsichtig zu sagen wenn ich das nie merke betrifft mich das ja nicht. Wird sich beim Thema Überbuchung nichts ändern, über kurz oder lang wird jeder betroffen sein. Muss es erst dazu kommen dass ihr wenn ihr einmal kurz die Leistung benutzen wollt für die ihr auch bezahlt hat, und es dann nicht geht, damit ihr aus dem Winterschlaf aufwacht? Das Thema Solnet und miese Behandlung von Kunden ist Nebensache, es geht schlussendlich darum dass Swisscom ihre Monopolstellung gnadenlos ausnutzt um Provider auszuquetschen, diese das Spiel mitmachen, trotzdem aber die volle Leistung verkaufen und es dann irgendwann zu einem Zusammenbruch kommen wird. Ihr zahlt jeden Monat 50 Stutz für etwas das der Provider auch nicht nur annähernd liefern kann. Ich will meine 3.5 mbit gar nicht Dauernutzen, die Leitung liegt zu 96% brach und durch den Sommer wirds 98%+ sein, aber wenn ich mal zur Spitzenzeit die volle Geschwindigkeit ausschöpfen will, sollte ich das tun können ohne andere Kunden auszubremsen. Mit meinem aktuellen Traffic über den Monat gesehen bräuchte mein Provider 215 kbit Backhaul.. aber schon diese Minimalbandbreite kostet bei Swisscom 65.-, gleichviel wie mein ADSL Abo. Für das Geld kriege ich einen Webserver und x00 GB auf dem freien Markt.. da stimmt einfach was nicht.
> Cablecom macht Traffic Shaping um Fair Use umzusetzen.. da hat der Enduser nichts damit zu tun.
Nicht ganz. Die AGBs fordern den Anwender auf, während der Rush Hour auf übermässige Nutzung von bandbreitenlastigen Anwendungen zu verzichten oder diese nur gezielt einzusetzen. Traffic Shaping ist eine mögliche Massnahme, die im Notfall eingesetzt wird (bisher ist mir kein Fall bekannt, wo dieser Passus angewendet wurde).
> Ich dachte immer Best Effort bedeutet dass wenn sich alle gleichzeitig von Microsoft.com das Service Pack 2 runterladen, es halt zu
Best Effort bezieht sich immer auf die Bandbreite die Du beziehst - nicht auf die potentielle Auslastung aller Benutzer zusammen. Du hast einen individuellen Vertrag mit Deinem Provider abgeschlossen. Dieser wird auch individuell erfüllt.
> Da dachte ich mir immer ich tue was gutes wenn ich wenn immer möglich Dateien vom Solnet FTP Mirror gezogen habe damit weniger
> Traffic über Solnet's Backbones fliesst.
Da machst Du auch was gutes: Du hilfst die Ressourcen auf der Backbone-Anbindung zu schonen (auch die kostet was). Nur machen die Backhaul-Kosten in der Schweiz leider den grösseren Kostenfaktor aus.
> Einige haben sogar aus Eigeninitiative Downloads zu Spitzenzeiten Unterlassen, also von sich aus Fair Use betrieben.
Da hat Solnet neben der Holzhammermethode vermutlich auch noch Mist bei der Auswertung gebaut.
> 22kbit aufbaut nehmt ihr anderen Benutzern Bandbreite weg, auch wenn ihr das nicht merkt.
Machst Du nicht. Dadurch, dass die meisten Leute am Abend am surfen sind, werden nur sporadisch einzelne Seiten heruntergeladen. Durch die zufällige zeitliche Verteilung der HTTP GETs und eine Backhaul Buchung im gesunden Bereich wird es kaum zu Verstopfungen kommen. Andernfalls würdet Ihr Euch gegenseitig die Bandbreite abgraben und ausbremsen.
Nicht ganz. Die AGBs fordern den Anwender auf, während der Rush Hour auf übermässige Nutzung von bandbreitenlastigen Anwendungen zu verzichten oder diese nur gezielt einzusetzen. Traffic Shaping ist eine mögliche Massnahme, die im Notfall eingesetzt wird (bisher ist mir kein Fall bekannt, wo dieser Passus angewendet wurde).
> Ich dachte immer Best Effort bedeutet dass wenn sich alle gleichzeitig von Microsoft.com das Service Pack 2 runterladen, es halt zu
Best Effort bezieht sich immer auf die Bandbreite die Du beziehst - nicht auf die potentielle Auslastung aller Benutzer zusammen. Du hast einen individuellen Vertrag mit Deinem Provider abgeschlossen. Dieser wird auch individuell erfüllt.
> Da dachte ich mir immer ich tue was gutes wenn ich wenn immer möglich Dateien vom Solnet FTP Mirror gezogen habe damit weniger
> Traffic über Solnet's Backbones fliesst.
Da machst Du auch was gutes: Du hilfst die Ressourcen auf der Backbone-Anbindung zu schonen (auch die kostet was). Nur machen die Backhaul-Kosten in der Schweiz leider den grösseren Kostenfaktor aus.
> Einige haben sogar aus Eigeninitiative Downloads zu Spitzenzeiten Unterlassen, also von sich aus Fair Use betrieben.
Da hat Solnet neben der Holzhammermethode vermutlich auch noch Mist bei der Auswertung gebaut.
> 22kbit aufbaut nehmt ihr anderen Benutzern Bandbreite weg, auch wenn ihr das nicht merkt.
Machst Du nicht. Dadurch, dass die meisten Leute am Abend am surfen sind, werden nur sporadisch einzelne Seiten heruntergeladen. Durch die zufällige zeitliche Verteilung der HTTP GETs und eine Backhaul Buchung im gesunden Bereich wird es kaum zu Verstopfungen kommen. Andernfalls würdet Ihr Euch gegenseitig die Bandbreite abgraben und ausbremsen.
>Machst Du nicht. Dadurch, dass die meisten Leute am Abend am surfen sind, werden nur sporadisch einzelne Seiten heruntergeladen.
Das immer in der Annahme dass die Benutzer eine Breitbandverbindung bezahlen, aber nicht mal eine 56k Verbindung ausnutzen.. es geht diesen Leuten dann nicht um Breitband sondern nur um "always on" ohne Gebührenzähler. Die Provider verkaufen ADSL aber nicht als das, sondern als highspeed Verbindung ohne Trafficlimite, über die man alles mögliche machen kann. Wenn das 95% der Kunden nicht ausnutzen ist das toll für den Anbieter der eine super Marge hat (dank der Bluewin Abzocke ist die Totalmarge gering, aber in Bezug auf den Teil wo der Provider einen Einfluss hat bring ein Surf&Email Kunde eine extrem hohe Marge da er nur wenige Promille (4 GB = 6.6 Promille des möglichen Durchsatzes, und die 4 GB sind ein Durchschnitt... surf und Emailuser sollten weniger als 1 GB haben) der verkauften Leistung in Anspruch nimmt.
Wenn du einen Porsche GT kaufst und ein Trabimotor drin hast, wirst du das Auto zurückgeben. Genau das verkaufen die lieben ADSL Provider. Sie werben mit dem Porsche, aber wenn ein Kunde dann die PS mal benutzen will, landet er auf der schwarzen Liste. Es bringt nichts über hohe GB zahlen zu sprechen.. das ist total irrelevant wenn 65 mal mehr Leistung verkauft wird als geliefert werden kann.
Und die Provider die mit TV und unlimitiertem Durchsatz werben sind genauso Schuld wie die Swisscom an der ganzen Misere.
Netstream bietet übrigens den eigenen Kunden gratis Zugang zu einem IPTV Angebot das sich mit dem TV Anschluss von Cablecom vergleichen lässt: http://www.adsl.tv/. Was einem aber niemand sagt: nehmen nur 2% der Netstream Kunden dieses Angebot zur gleichen Zeit wahr.. geht nichts mehr bei Netstream (ich rechne hier mit einer 45 fachen Überbuchung da ich noch nie etwas negatives über die Bandbreite bei Netstream gehört habe). Und obwohl mir Netstream als kleiner sehr sympatisch ist, es wäre gut wenn dieser Zustand mal erreicht wird.. nur so wachen die Leute auf. Die anderen Alternativen ist wenn sich die Provider geschlossen auf eine Bandbreitenlimite einsetzen und mit der Mitteilung "mehr können wir uns nicht leisten da Swisscom den Backhaul zu teuer verkauft" (es ist wohl eine fromme Hoffnung auf so ein Wunder zu hoffen), und schlussendlich gibt es noch regulatorische Eingriffe. Aber die 20% Rabatt die noch hängig sind machen das aktuelle Geschäft gerade mal zu einem Nullsummenspiel und bis die Weko endlich den Arsch bewegt gibts schon zusätzliche IPTV Angebote (von Services wie in2movies ganz abgesehen). Und damit ist der Backhaul immer noch ein vielfaches überteuert. Die Weko sollte gleich mal den Preis auf 17.- pro mBit festlegen, damit wären die Preise vergleichbar mit unseren Nachbarländern. Und wenn die Swisscom flexibel genug ist könnte man sich so vorstellen garantierte Bandbreiten zu verkaufen. Für 17.- im Monat gibts eine garantierte Mindestbandbreite bis in den Backbone egal wieviel die restliche Kundschaft gerade saugt. Aber die garantierte Bandbreite will Swisscom ja über Mietleitungen für tausende von Franken pro Monat verkaufen (selbst bei SDSL wird die Bandbreite im Backhaul nicht garantiert.. der Provider überbucht zwar nicht, aber die Swisscom garantiert auf dem Backhaul keine Bandbreiten).
Das immer in der Annahme dass die Benutzer eine Breitbandverbindung bezahlen, aber nicht mal eine 56k Verbindung ausnutzen.. es geht diesen Leuten dann nicht um Breitband sondern nur um "always on" ohne Gebührenzähler. Die Provider verkaufen ADSL aber nicht als das, sondern als highspeed Verbindung ohne Trafficlimite, über die man alles mögliche machen kann. Wenn das 95% der Kunden nicht ausnutzen ist das toll für den Anbieter der eine super Marge hat (dank der Bluewin Abzocke ist die Totalmarge gering, aber in Bezug auf den Teil wo der Provider einen Einfluss hat bring ein Surf&Email Kunde eine extrem hohe Marge da er nur wenige Promille (4 GB = 6.6 Promille des möglichen Durchsatzes, und die 4 GB sind ein Durchschnitt... surf und Emailuser sollten weniger als 1 GB haben) der verkauften Leistung in Anspruch nimmt.
Wenn du einen Porsche GT kaufst und ein Trabimotor drin hast, wirst du das Auto zurückgeben. Genau das verkaufen die lieben ADSL Provider. Sie werben mit dem Porsche, aber wenn ein Kunde dann die PS mal benutzen will, landet er auf der schwarzen Liste. Es bringt nichts über hohe GB zahlen zu sprechen.. das ist total irrelevant wenn 65 mal mehr Leistung verkauft wird als geliefert werden kann.
Und die Provider die mit TV und unlimitiertem Durchsatz werben sind genauso Schuld wie die Swisscom an der ganzen Misere.
Netstream bietet übrigens den eigenen Kunden gratis Zugang zu einem IPTV Angebot das sich mit dem TV Anschluss von Cablecom vergleichen lässt: http://www.adsl.tv/. Was einem aber niemand sagt: nehmen nur 2% der Netstream Kunden dieses Angebot zur gleichen Zeit wahr.. geht nichts mehr bei Netstream (ich rechne hier mit einer 45 fachen Überbuchung da ich noch nie etwas negatives über die Bandbreite bei Netstream gehört habe). Und obwohl mir Netstream als kleiner sehr sympatisch ist, es wäre gut wenn dieser Zustand mal erreicht wird.. nur so wachen die Leute auf. Die anderen Alternativen ist wenn sich die Provider geschlossen auf eine Bandbreitenlimite einsetzen und mit der Mitteilung "mehr können wir uns nicht leisten da Swisscom den Backhaul zu teuer verkauft" (es ist wohl eine fromme Hoffnung auf so ein Wunder zu hoffen), und schlussendlich gibt es noch regulatorische Eingriffe. Aber die 20% Rabatt die noch hängig sind machen das aktuelle Geschäft gerade mal zu einem Nullsummenspiel und bis die Weko endlich den Arsch bewegt gibts schon zusätzliche IPTV Angebote (von Services wie in2movies ganz abgesehen). Und damit ist der Backhaul immer noch ein vielfaches überteuert. Die Weko sollte gleich mal den Preis auf 17.- pro mBit festlegen, damit wären die Preise vergleichbar mit unseren Nachbarländern. Und wenn die Swisscom flexibel genug ist könnte man sich so vorstellen garantierte Bandbreiten zu verkaufen. Für 17.- im Monat gibts eine garantierte Mindestbandbreite bis in den Backbone egal wieviel die restliche Kundschaft gerade saugt. Aber die garantierte Bandbreite will Swisscom ja über Mietleitungen für tausende von Franken pro Monat verkaufen (selbst bei SDSL wird die Bandbreite im Backhaul nicht garantiert.. der Provider überbucht zwar nicht, aber die Swisscom garantiert auf dem Backhaul keine Bandbreiten).
Wieso werde ich das bestimmte Gefühl nicht los, dass ccwurzelkind für SolNet arbeitet und in wirklichkeit M. Binz heisst? Die Argumentation ist nämlich genau diejenige von SolNet selber. Leider immer ohne zu erklären, wie man die böse Swisscom für das unglaubliche Versagen von SolNet im Umgang mit seinen Kunden verantwortlich machen kann. Das rumgeheule von diesem wurzelkind erinnert mich einfach zu stark an Kuenzler und Konsorten.
@Unlauterer Wettbewerb
Ich kenne mich rechtlich tatsächlich etwas aus und Tom hat recht. Die Sabotage von SolNet kann ohne weiteres als unlauteren Wettbewerb gesehen werden. Wenn SolNet eine unlimitierte Flatrate verkauft und dann später mit technischen Mitteln eine Limite einführt, so ist das rechtswidrig. Mit "Best-Effort" hat das selbstverständlich nicht das geringste zu tun. Das brauche ich hier hoffentlich niemandem zu erklären. Auch die Klausel in den AGB von wegen technischen Einschränkungen um den Betrieb des Netzes zu gewährleisten kann für den Kunden nicht regelmässig 5kbyte/s und >500ms Ping bedeuten ohne dass der Vertrag ganz klar verletzt wird. All dies kann sich jeder hier sehr leicht von jedem Anwalt bestätigen lassen.
@Unlauterer Wettbewerb
Ich kenne mich rechtlich tatsächlich etwas aus und Tom hat recht. Die Sabotage von SolNet kann ohne weiteres als unlauteren Wettbewerb gesehen werden. Wenn SolNet eine unlimitierte Flatrate verkauft und dann später mit technischen Mitteln eine Limite einführt, so ist das rechtswidrig. Mit "Best-Effort" hat das selbstverständlich nicht das geringste zu tun. Das brauche ich hier hoffentlich niemandem zu erklären. Auch die Klausel in den AGB von wegen technischen Einschränkungen um den Betrieb des Netzes zu gewährleisten kann für den Kunden nicht regelmässig 5kbyte/s und >500ms Ping bedeuten ohne dass der Vertrag ganz klar verletzt wird. All dies kann sich jeder hier sehr leicht von jedem Anwalt bestätigen lassen.
... ist diese Diskussion hier angesichts von IPTV am Horizont nicht müssig?
In diesem Zusammenhang: Wie soll es denn auf dem Weg zu richtigen Breitbandangeboten weitergehen, wo sich Init.7 und Co. heute schon nicht einmal eine 56K-Modem-Flatrate leisten können (gleichzeitig aber Angebote vermarkten, die deutlich darüber hinaus gehen)?
In diesem Zusammenhang: Wie soll es denn auf dem Weg zu richtigen Breitbandangeboten weitergehen, wo sich Init.7 und Co. heute schon nicht einmal eine 56K-Modem-Flatrate leisten können (gleichzeitig aber Angebote vermarkten, die deutlich darüber hinaus gehen)?
IPTV welches von der Swisscom dieses Jahr (vielleicht) lanciert wird, beinhaltet ein erweitertes Preismodell.
Neben dem ADSL Backhaul bezahlt der Provider bei IPTV noch zusaetzlich die uebertragene Datenmenge pro Channel. Meines wissens wird das ganze per Multicast gestreamed. Schauen bei Bluewin 100'000 Kunden die Tageschau am Abend bezahlt der ISP genau 1x den teuren Traffic fuer die Tageschau und kann den Preis durch 100k Kunden teilen.
Kleinere ISPs die keine 100k IPTV Kunden haben, werde also wieder hoehere Kosten haben, da sie den Trafficpreis durch eine kleinere Anzahl User teilen koennen.
IPTV ist eigentlich nur fuer Bluewin interessant sofern die technische Probleme von IPTV bei der Swisscom irgendwann behoben sind.
Neben dem ADSL Backhaul bezahlt der Provider bei IPTV noch zusaetzlich die uebertragene Datenmenge pro Channel. Meines wissens wird das ganze per Multicast gestreamed. Schauen bei Bluewin 100'000 Kunden die Tageschau am Abend bezahlt der ISP genau 1x den teuren Traffic fuer die Tageschau und kann den Preis durch 100k Kunden teilen.
Kleinere ISPs die keine 100k IPTV Kunden haben, werde also wieder hoehere Kosten haben, da sie den Trafficpreis durch eine kleinere Anzahl User teilen koennen.
IPTV ist eigentlich nur fuer Bluewin interessant sofern die technische Probleme von IPTV bei der Swisscom irgendwann behoben sind.
Wie wäre es denn, wenn sich ein IPTV Hoster zwischen die "kleinen ISP's" und Swisscom schieben würde und diesen "kleinen ISP's" einen preislich attraktiven IPTV Service zum Wiederverkauf an ihre Endkunden anbieten würde? Soviel ich weiss, sind es vorallem die von FWS verlangten Setup-Fees und Monthly, reoccuring fees, welche die "kleinen ISP's" davon abschrecken, IPTV anzubieten.
Das ADSL Resellergeschäft scheint mir doch fast eine Art Schneeballsystem zu sein. Die Reseller versprechen das Blaue vom Himmel, sind aber darauf angewiesen dass der Grossteil der Kunden die verkaufte Bandbreite nie in Anspruch nimmt, damit für diejenigen die die verkaufte Leistung wirklich in Anspruch nehmen, die Leistung auch geboten werden kann.
Für jeden Kunden der mehr Bandbreite benötigt als mit der Überbuchung vorgesehen ist braucht der Provider Dutzende von anderen Kunden die keinen Traffic generieren. Und für jeden gewonnenen Neukunden der die verkaufte Leistung auch ab und zu braucht, braucht der Provider wieder ein paar Dutzend Neukunden welche die Bandbreite nie ausnutzen.
Mögliche Auswege aus dem System wurden oben schon mehrfach skizziert..
Für jeden Kunden der mehr Bandbreite benötigt als mit der Überbuchung vorgesehen ist braucht der Provider Dutzende von anderen Kunden die keinen Traffic generieren. Und für jeden gewonnenen Neukunden der die verkaufte Leistung auch ab und zu braucht, braucht der Provider wieder ein paar Dutzend Neukunden welche die Bandbreite nie ausnutzen.
Mögliche Auswege aus dem System wurden oben schon mehrfach skizziert..
Das Problem mit den Resellern wird sich nächstes Jahr mit dem Fall der letzten Meile ganz von selber lösen. Dann wird nämlich das grosse Providersterben in der Schweiz so richtig anfangen. Oder glaubt hier jemand im Ernst, dass die Kleinen die nötigen Investitionen tätigen können? Schon in zwei bis drei Jahren wird es in der Schweiz noch 3 bis 4 grosse Anbieter geben. Der Rest wird verschwunden sein.
da gebe ich dir Recht.
Aber 3-4 grosse reichen gut, wenn sie keine Kartelle machen!
cya
Aber 3-4 grosse reichen gut, wenn sie keine Kartelle machen!
cya
Du glaubst wohl an den Weihnachtsmann. Wenn ich mir die Mobile-Preise angucke kommt mir das Wort Kartell innert 2 Sekunden in den Sinn. Aber ich denke auch in 2 Jahren gibt es nur noch 3 Access Provider. Nämlich alle welche auch Mobile haben, mal sehen wann UPC (Cablecom) endlich Sunrise kauft.
Zu Fair Use und Overbooking:
Mein Cable Internet Provider (Yetnet) hat wahrscheinlich klammheimlich Fair Use eingeführt und die AGBs soweit geändert oder wird es tun.
Jedenfalls ist mir das nach Lektüre eines mehr oder weniger internen Yetnet Papiers aufgefallen. Ich habe ich auf der Yetnet Homepage noch nichts darüber gefunden. Toll!
Dem muss ich jedenfalls noch nachgehen also noch nicht zu ernst nehmen. Es soll nur zeigen das für viele Provider es zum Problem wird das sie zuviel Bandbreite versprechen und nicht allen alles rund um die Uhr liefern können.
Mein Cable Internet Provider (Yetnet) hat wahrscheinlich klammheimlich Fair Use eingeführt und die AGBs soweit geändert oder wird es tun.
Jedenfalls ist mir das nach Lektüre eines mehr oder weniger internen Yetnet Papiers aufgefallen. Ich habe ich auf der Yetnet Homepage noch nichts darüber gefunden. Toll!
Dem muss ich jedenfalls noch nachgehen also noch nicht zu ernst nehmen. Es soll nur zeigen das für viele Provider es zum Problem wird das sie zuviel Bandbreite versprechen und nicht allen alles rund um die Uhr liefern können.
da nützt nur noch eine gewisse Mässigung im Filesharing - dann sind alle zufrieden.
Also liebes Solnet,
es ist schon eine ziemliche schweinerei.. was hier mit den Kunden gemacht wird.
Und was hier als Stellungnahme abgegeben wird ist nur ein dummer versuch alles zu verharmlosen.
Solnet !!! Nein danke, und das empfehle ich allen, ob Neukunde oder alt.. der Markt ist riesig, das hat wirklich keiner noetig..
Vielleicht sollte SOLNET einfach die Schotten dicht machen.. das waere das allerbeste...
viele Gruesse aus Spanien
es ist schon eine ziemliche schweinerei.. was hier mit den Kunden gemacht wird.
Und was hier als Stellungnahme abgegeben wird ist nur ein dummer versuch alles zu verharmlosen.
Solnet !!! Nein danke, und das empfehle ich allen, ob Neukunde oder alt.. der Markt ist riesig, das hat wirklich keiner noetig..
Vielleicht sollte SOLNET einfach die Schotten dicht machen.. das waere das allerbeste...
viele Gruesse aus Spanien

Leserbrief im Landboten zur Bruderhaus-Verkehrsproblematik





von Fredy Künzler Einige Kommentare zur ADSL Kostenrechnung, dem Solnet-Bashing und und Solnets Stellungnahme zeigen mir, dass manche den Unterschied zwischen Backhaul und Backbone nicht kennen. Deshalb versuche ich dies anhand nachstehender Zeichnung
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