Wednesday, 7. January 2009
Hat Tamedia eine Internet-Strategie?
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Ich tippe darauf, dass Blogwerk als nächstes bei Tamedia landet. Wer wettet dagegen?
hust Blogwerk hat hust hust auch schon mal an der Werdstrasse hust hust verschluck rausrenn ... Entschuldigung. Wo waren wir stehen geblieben?
"Kaum Crossbranding, kaum Nutzung von Synergien (die gegenseitigen Links in den Fusszeilen zählen nicht wirklich), (fast) jede Site existiert weiterhin individuell und hat mit den anderen nichts zu tun."
Frage mich, ob es die User dulden würden, wenn man plötzlich überall den gleichen Content finden würde. Marketingmässig liesse sich das sicher alles prima ausschlachten, doch Redaktionen etc. sollten weiterhin getrennt bleiben, da ein 20min Style von 20min User geschätzt wird - ansonsten würden sie ja auf andere Portale wie tagi etc. gehen....
Frage mich, ob es die User dulden würden, wenn man plötzlich überall den gleichen Content finden würde. Marketingmässig liesse sich das sicher alles prima ausschlachten, doch Redaktionen etc. sollten weiterhin getrennt bleiben, da ein 20min Style von 20min User geschätzt wird - ansonsten würden sie ja auf andere Portale wie tagi etc. gehen....
www.20min.ch läuft aber noch, ev. doch ganz praktisch, dass da keine Synergien genutzt werden
Das Thema Tamedia und Strategie diskutiere ich mit meinem Kollegen schon seit 10 Jahren regelmässig.
Die haben schlicht keine Strategie. Sie haben schlicht die elektronischen Medien verschlafen. Aber auch im Printbereich. Was haben sie selber aufgebaut in den letzten 10 Jahren? Nix! (Facts - gestorben, TV3 - gestorben ect. ect.) Alles andere wurde als bereits erfolgreiches Produkt meist sehr teuer gekauft. Wohl am prominentesten ist Tele Züri, Radio 24, 20 Minuten. Alles nicht selber entwickelt, sondern nur dazu gekauft.
Den einzigen wirklich klugen Schritt fand ich, dass sie ihre Online News Redaktionen nun etwas zusammen geführt haben. Ich sehe es da ganz anders als Michael. Die müssten eine grosse und dafür auch massiv schlagkräftige Redaktion im Hintergrund haben. Diese trägt die Stories zusammen. Die Stories werden dann je nach Medium anders in der Art und in der Tiefe aufgearbeitet. Das wäre die Zukunft für ein Verlags-/Medienhaus.
Heute ist es nachweislich so, das zum Teil an einer Pressekonferenz einer Journi vom Tagi, ein Fotograf vom Tagi, ein VJ von Tele Züri und noch ein Journi von Radio 24 anwesend sind. Für die genau gleiche PK. Das ist weder effizient noch speziell sinnvoll.
Aber eben. Tamedia wird weiter ohne eigene Fantasie und ohne Strategie im grossen Teich der neuen Medien fischen. Irgendwann werden sie wieder was erfolgreiches kriegen........
Die haben schlicht keine Strategie. Sie haben schlicht die elektronischen Medien verschlafen. Aber auch im Printbereich. Was haben sie selber aufgebaut in den letzten 10 Jahren? Nix! (Facts - gestorben, TV3 - gestorben ect. ect.) Alles andere wurde als bereits erfolgreiches Produkt meist sehr teuer gekauft. Wohl am prominentesten ist Tele Züri, Radio 24, 20 Minuten. Alles nicht selber entwickelt, sondern nur dazu gekauft.
Den einzigen wirklich klugen Schritt fand ich, dass sie ihre Online News Redaktionen nun etwas zusammen geführt haben. Ich sehe es da ganz anders als Michael. Die müssten eine grosse und dafür auch massiv schlagkräftige Redaktion im Hintergrund haben. Diese trägt die Stories zusammen. Die Stories werden dann je nach Medium anders in der Art und in der Tiefe aufgearbeitet. Das wäre die Zukunft für ein Verlags-/Medienhaus.
Heute ist es nachweislich so, das zum Teil an einer Pressekonferenz einer Journi vom Tagi, ein Fotograf vom Tagi, ein VJ von Tele Züri und noch ein Journi von Radio 24 anwesend sind. Für die genau gleiche PK. Das ist weder effizient noch speziell sinnvoll.
Aber eben. Tamedia wird weiter ohne eigene Fantasie und ohne Strategie im grossen Teich der neuen Medien fischen. Irgendwann werden sie wieder was erfolgreiches kriegen........
Die Strategie ist doch eigentlich ganz einfach: Mit dem grossen Bodennetz Fischen gehen. Irgendwas sinnvolles bleibt schon hängen und den Rest kann man anschliessend über Bord werfen. Geht doch auch auf den Weltmeeren so... (Dass das keine gescheite Strategie ist, schrieb kürzlich der Economist: http://liip.to/troubledwaters)
Im Ernst: Schon vor mehreren Jahren waren wir in der Annahme, dass TAMedia eigentlich eine der besten Ausgangslagen für eine gescheite Online Position in der Schweiz hätte. Damals (2005) hat von den grossen Themen einzig noch eine gescheite lokale Suche gefehlt (Lücke 2008 nun geschlossen).
Der Clou ist weniger alle Medieninhalte aus einer Hand zu produzieren (Wir wollen doch nicht wirklich von 20Min über den Tagi bis zu Radio24 den gleichen Einheitsbrei lesen, hören, sehen), sondern den Nutzern gescheit kombinierte Angebote für ihre zumeist lokalen Bedürfnisse anzubieten.
Beispiel: Ein Stellensuchender (Herr Kall beschrieb die Abhängigkeit von Zeitungen von Stellenanzeigen mal so: "Wir waren wie ein Drogensüchtiger, der nur mit seinem Stoff überleben konnte." http://liip.to/kall - pdf).
Herr Künzli lebt in Luzern, seine Partnerin in Winterthur. Sie möchten mehr Zusammensein und weniger zwischen den Wohnorten pendeln. Also sucht Herr Künzli in Zürich eine neue Stelle (Stellenportale). Beide suchen sie sich eine Wohnung (Homegate), wollen sich aber vorgängig etwas kundig machen über die möglichen Wohnorte in und um Zürich (20min.ch, newsnetz - was wird über unser zukünftiges Quartier berichtet, search.ch - wo ist der nächste Bahnanschluss, wo ist die nächste Krippe, etc.). Einmal in dem Raum Zürich gezogen, lassen sie sich vom Radio Wecker wecken (Radio24), Datenshow schauen sie sich nur noch zur Unterhaltung an (TeleZüri / Zattoo), aber die Bilder vom Ausgang am Wochenende auf jeden Fall am Montag Morgen weil der neue Job langweilig ist (Tilllate). Klar genug, oder?
Der eigentliche Case ist nun dafür zu sorgen, dass sie beim Surfen, Radiohören und Fernsehen ganz natürlich von einer "Property" zur nächsten kommen. Wie sich so was bewerkstelligen lässt, zeigt etwa die Telstra/Sensis in Australien.
Für die TAMedia Konkurrenten in der Schweiz doch eigentlich auch beruhigend zu wissen, dass dem so ist. Dann kann man weiterhin über andere schimpfen anstatt selber vorwärts zu machen (Siehe Dreikönigstagung 09 der Schweizer Presse)
Im Ernst: Schon vor mehreren Jahren waren wir in der Annahme, dass TAMedia eigentlich eine der besten Ausgangslagen für eine gescheite Online Position in der Schweiz hätte. Damals (2005) hat von den grossen Themen einzig noch eine gescheite lokale Suche gefehlt (Lücke 2008 nun geschlossen).
Der Clou ist weniger alle Medieninhalte aus einer Hand zu produzieren (Wir wollen doch nicht wirklich von 20Min über den Tagi bis zu Radio24 den gleichen Einheitsbrei lesen, hören, sehen), sondern den Nutzern gescheit kombinierte Angebote für ihre zumeist lokalen Bedürfnisse anzubieten.
Beispiel: Ein Stellensuchender (Herr Kall beschrieb die Abhängigkeit von Zeitungen von Stellenanzeigen mal so: "Wir waren wie ein Drogensüchtiger, der nur mit seinem Stoff überleben konnte." http://liip.to/kall - pdf).
Herr Künzli lebt in Luzern, seine Partnerin in Winterthur. Sie möchten mehr Zusammensein und weniger zwischen den Wohnorten pendeln. Also sucht Herr Künzli in Zürich eine neue Stelle (Stellenportale). Beide suchen sie sich eine Wohnung (Homegate), wollen sich aber vorgängig etwas kundig machen über die möglichen Wohnorte in und um Zürich (20min.ch, newsnetz - was wird über unser zukünftiges Quartier berichtet, search.ch - wo ist der nächste Bahnanschluss, wo ist die nächste Krippe, etc.). Einmal in dem Raum Zürich gezogen, lassen sie sich vom Radio Wecker wecken (Radio24), Datenshow schauen sie sich nur noch zur Unterhaltung an (TeleZüri / Zattoo), aber die Bilder vom Ausgang am Wochenende auf jeden Fall am Montag Morgen weil der neue Job langweilig ist (Tilllate). Klar genug, oder?
Der eigentliche Case ist nun dafür zu sorgen, dass sie beim Surfen, Radiohören und Fernsehen ganz natürlich von einer "Property" zur nächsten kommen. Wie sich so was bewerkstelligen lässt, zeigt etwa die Telstra/Sensis in Australien.
Für die TAMedia Konkurrenten in der Schweiz doch eigentlich auch beruhigend zu wissen, dass dem so ist. Dann kann man weiterhin über andere schimpfen anstatt selber vorwärts zu machen (Siehe Dreikönigstagung 09 der Schweizer Presse)
Tamedia funktioniert manchmal schon etwas wild. Da hatten sie eine eigene Webdesign Firma, lässt jedoch von externen Firmen die Internetseiten erstellen (was zumindest in einem Fall als Katastrophe bezeichnet werden darf). Dann wird geklagt, dass einige Internetseiten nicht wirklich rentieren und man Leser verliert, man ist jedoch nicht gewillt etwas neues, modernes, das eine neue und jüngere Kundschaft anzieht auf die Beine zu stellen (beziehe mich hier auf andere Median als 20min was gut zu laufen scheint und facts 2.0). Mit Synergien nutzen könnte man z. B. meinen, dass der Tagi Wirtschaftsdaten (nicht unbedingt Texte) von der eigenen Wirtschaftszeitung bezieht und nicht selber besorgen muss. Ein bisschen chaotisch halt, aber das passt ja irgendwie zur Strategie für die interne IT..

Leserbrief im Landboten: Hellgrün (GLP) trägt ein hellbraunes Unterhemd




