Saturday, 14. August 2010
Ein Monat hat 56 Tage
von Fredy Künzler
Am 14. Juli stand der IPv4-Countdown bei 365 Tagen. Heute, einen Monat später, auf 308. Der Countdown läuft also fast doppelt so schnell wie vor einem Monat angenommen, und dies während der Sommerpause. Ich finde das einigermassen beängstigend, denn es zeigt
a) dass korrekte Prognosen für das Ende von IPv4 fast unmöglich sind
und
b) dass es noch viel schneller geht als die meisten wahrhaben wollen.
Stand heute bei Potaroo:
Hinweisen möchte ich auf die IPv4-Depletion Site. Nebst den regelmässigen Updates gibt es einen Prognosen-Kalkulator, wo man selber verschiedene Szenarien nachrechnen kann (unbedingt die Video-Erklärung anschauen!).
Am 14. Juli stand der IPv4-Countdown bei 365 Tagen. Heute, einen Monat später, auf 308. Der Countdown läuft also fast doppelt so schnell wie vor einem Monat angenommen, und dies während der Sommerpause. Ich finde das einigermassen beängstigend, denn es zeigt
a) dass korrekte Prognosen für das Ende von IPv4 fast unmöglich sind
und
b) dass es noch viel schneller geht als die meisten wahrhaben wollen.
Stand heute bei Potaroo:
Projected IANA Unallocated Address Pool Exhaustion: 19-Jun-2011In den vergangenen 31 (realen) respektive 56 (Countdown) Tagen bekam APNIC wieder 2* /8 IPv4 Adressblöcke zugewiesen, und es werden nicht die letzten /8 Blöcke sein dieses Jahr. Der Adressverbrauch in Asien ist enorm, das muss man einfach mal zur Kenntnis nehmen.
Projected RIR Unallocated Address Pool Exhaustion: 21-Feb-2012
Hinweisen möchte ich auf die IPv4-Depletion Site. Nebst den regelmässigen Updates gibt es einen Prognosen-Kalkulator, wo man selber verschiedene Szenarien nachrechnen kann (unbedingt die Video-Erklärung anschauen!).
Wednesday, 14. July 2010
Noch 365 Tage bis Null - in einem Jahr ist der IPv4 Pool von IANA leer
von Fredy Künzler
"You have been warned." Es ist alles schon gesagt worden zur IPv4 Depletion. Der Zähler steht heute bei Minus 365, und das ist mindestens einen Blog-Beitrag wert.
Potaroo meldet heute:
"You have been warned." Es ist alles schon gesagt worden zur IPv4 Depletion. Der Zähler steht heute bei Minus 365, und das ist mindestens einen Blog-Beitrag wert. Potaroo meldet heute:
Projected IANA Unallocated Address Pool Exhaustion: 14-Jul-2011Notiert sei auch, dass der Zähler sich in den letzten Tagen nicht pro Tag -1 verändert hat, sondern eher -3 oder -4. Ob das bereits der Anfang des prognostizierten End-of-Sale Rush ist? Vielleicht erwachen jetzt auch die letzten Ignoranten, denn der Countdown zählt unerbittlich. Wer immer noch glaubt, er habe ja genügend IPv4 Adressen auf der Halde, und deshalb sei IPv6 kein Thema, der soll sich mal Slide 7 der aktuellen Version meiner IPv6 Slides ansehen. Und weil es so schön ist, erhalte ich hier der Nachwelt noch ein Screenshot von den Kollegen von Hurricane Electric:
Projected RIR Unallocated Address Pool Exhaustion: 16-Mar-2012
Geschrieben von Fredy Künzler
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Tags für diesen Artikel: countdown, depletion, hurricane electric, iana, ipv4, ipv6, ipv6 for the ipv4 clueful, ipv6 slides, potaroo, zähler
Monday, 5. July 2010
5000$ für eine C-Klasse (/24) IP Adressen?
von Fredy Künzler
Vor ein paar Tagen bekam ein mir bekannter Netzwerkadministrator einer grösserer Institution folgendes Email (anonymisiert):
Sicher ist es sinnvoll, dass der langsam entstehende IPv4 Markt in irgendeiner Form reguliert werden muss. Die RIR's RIPE, ARIN etc. machen sich diesbezüglich einige Gedanken, denn verhindern wird man diesen Schwarzmarkt nicht können. Allerdings sind einige Probleme zu bedenken - eine ziemlich gute Zusammenfassung zum Stand der Dinge ist bei Wikipedia notiert.
Vor ein paar Tagen bekam ein mir bekannter Netzwerkadministrator einer grösserer Institution folgendes Email (anonymisiert):
From: [...] [mailto: [...] ]Dass der verfügbare Pool an IPv4 Adressen nächstens erschöpft ist, weiss man natürlich längst. Doch jetzt scheint die "Endzeitstimmung" so richtig in Fahrt zu kommen. Wieviel ist ein /24 PI Space wert? Kann man tatsächlich 5000$ zahlen wollen für eine C-Klasse? Heute vielleicht noch nicht, aber in allzunaher Zukunft vermutlich schon. Der kaufwillige Spammer hat offenbar eine grössere Zahl von Emails losgetreten, jedenfalls wurde es in der NANOG Mailingliste diskutiert.
Sent: Friday, July 02, 2010 12:55 PM
To: [...]
Subject: Request for IP address space 111.222.33.0/24
Hello,
According to Whois data, you company owns the following
IP address space:
111.222.33.0/24
We would like to get this block of IP addresses for our business
needs. Is it possible to assign this block for our company with
PI (Provider Independent) or PA (Provider Assigned) status?
We ready to pay about $5,000 for the net block itself
and all related procedures.
Would you be interested in such an offer? The amount of compensation
is subject to negotiation.
--
Kind regards,
[...]
[...] Sales Team
[...]
New York, NY [...]
Sicher ist es sinnvoll, dass der langsam entstehende IPv4 Markt in irgendeiner Form reguliert werden muss. Die RIR's RIPE, ARIN etc. machen sich diesbezüglich einige Gedanken, denn verhindern wird man diesen Schwarzmarkt nicht können. Allerdings sind einige Probleme zu bedenken - eine ziemlich gute Zusammenfassung zum Stand der Dinge ist bei Wikipedia notiert.
Geschrieben von Fredy Künzler
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Tags für diesen Artikel: adresshandel, arin, blackmarket, exhaustion, iana, ipv4, ipv4 pool, market, ripe, schwarzmarkt
Monday, 22. February 2010
Alles was Sie über Optische Netzwerke wissen wollten, aber nie zu fragen wagten
von Fredy Künzler
Als Teilnemer am derzeitigen NANOG #48 möchte ich meine geschätzte Leserschaft auf die Slides der gestrigen Tutorial-Session aufmerksam machen: "Everything You Always Wanted to Know About Optical Networking – But Were Afraid to Ask" (Alles was Sie über Optische Netzwerke wissen wollten, aber nie zu fragen wagten). Die Mythen und Gerüchte über Glasfasern und optische Laser wurden gründlich entmystifiziert ...
Als Teilnemer am derzeitigen NANOG #48 möchte ich meine geschätzte Leserschaft auf die Slides der gestrigen Tutorial-Session aufmerksam machen: "Everything You Always Wanted to Know About Optical Networking – But Were Afraid to Ask" (Alles was Sie über Optische Netzwerke wissen wollten, aber nie zu fragen wagten). Die Mythen und Gerüchte über Glasfasern und optische Laser wurden gründlich entmystifiziert ...
Wednesday, 21. October 2009
Der charmanteste Peering-Request
von Fredy Künzler
Der charmanteste Peering-Request gab es am NANOG #47 in Dearborn zu sehen respektive zu essen ... (Bild von Owen DeLong via Flickr)

Hintergrund der Geschichte ist ein Mail-Thread in der NANOG Mailingliste mit dem sinnigen Titel IPv6 internet broken, cogent/telia/hurricane not peering. Besonders aufschlussreich ist das Statement von Hurricane Electric Chef Mike Leber, während Cogent sich bislang nicht äusserte. Interessanterweise ist in der v6-Welt Cogent der "Kleine" und Hurricane Electric der "Grosse", wie man u.a. bei bgpmon.net nachsehen kann. Verkehrte Welt, nomalerweise bemüht sich der Kleine um ein Peering mit dem Grossen. Weshalb Cogent eine kaputte IPv6-Routingtabelle hat, sollen sie ihren Kunden selber erklären.
Dass Cogent schon ein paar mal negativ aufgefallen ist, weiss die Leserschaft dieses Blogs natürlich längst.
Update: Datacenter Knowledge schreibt eine ziemlich umfassende Analyse.
Der charmanteste Peering-Request gab es am NANOG #47 in Dearborn zu sehen respektive zu essen ... (Bild von Owen DeLong via Flickr)

Hintergrund der Geschichte ist ein Mail-Thread in der NANOG Mailingliste mit dem sinnigen Titel IPv6 internet broken, cogent/telia/hurricane not peering. Besonders aufschlussreich ist das Statement von Hurricane Electric Chef Mike Leber, während Cogent sich bislang nicht äusserte. Interessanterweise ist in der v6-Welt Cogent der "Kleine" und Hurricane Electric der "Grosse", wie man u.a. bei bgpmon.net nachsehen kann. Verkehrte Welt, nomalerweise bemüht sich der Kleine um ein Peering mit dem Grossen. Weshalb Cogent eine kaputte IPv6-Routingtabelle hat, sollen sie ihren Kunden selber erklären.
Dass Cogent schon ein paar mal negativ aufgefallen ist, weiss die Leserschaft dieses Blogs natürlich längst.
Update: Datacenter Knowledge schreibt eine ziemlich umfassende Analyse.
Geschrieben von Fredy Künzler
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Leserbrief im Landboten zur Bruderhaus-Verkehrsproblematik





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