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    <title>CH Internet Szene</title>
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    <description>Insider-Informationen über Schweizer Internet Service Provider. Entwicklungen und Trends, Gerüchte, Diagnosen und Prognosen.</description>
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        <title>RSS: CH Internet Szene - Insider-Informationen über Schweizer Internet Service Provider. Entwicklungen und Trends, Gerüchte, Diagnosen und Prognosen.</title>
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    <title>&quot;Tatort Internet: Phishing, Hacking, Malware etc. - nationale und internationale Bekämpfungsstrategien&quot;</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/862-Tatort-Internet-Phishing,-Hacking,-Malware-etc.-nationale-und-internationale-Bekaempfungsstrategien.html</link>
            <category>Datenschutz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.eiz.uzh.ch/uploads/tx_seminars/Flyer_Tatort_Internet_15.10.2012_01.pdf&quot;&gt;&quot;Tatort Internet: Phishing, Hacking, Malware etc. - nationale und internationale Bekämpfungsstrategien&quot;&lt;/a&gt; lautete der vielversprechende Titel &lt;a href=&quot;http://www.eiz.uzh.ch/weiterbildungen-und-veranstaltungen-des-eiz/veranstaltungsdetails/?tx_seminars_pi1[showUid]=162&quot;&gt;einer Veranstaltung&lt;/a&gt; des &lt;a href=&quot;http://www.eiz.uzh.ch/&quot;&gt;Europainstitutes der Universität Zürich&lt;/a&gt;. Als Familienvater ist man ja nicht etwa üppig mit freien Feierabenden gesegnet, trotzdem nahm ich mir die Zeit, im gut gefüllten Hörsaal Platz zu nehmen. Nach einer Einführung durch Alt-Regierungsrat Dr. Markus Notter konnte erst Max Klaus, der stv. Leiter von &lt;a href=&quot;http://www.melani.admin.ch/&quot;&gt;MELANI&lt;/a&gt; seine Sicht der Dinge darlegen, gefolgt von Dr. Alexander Seeger, Leiter der Abteilung Datenschutz und Computerkriminalität des Europarats, der primär Worthülsen und Buzzwords bemühte, und schliesslich der &lt;a href=&quot;http://www.staatsanwaltschaften.zh.ch/internet/justiz_inneres/staatsanwaltschaften/de/org_ueber_uns/org_sv_erw/osta.html&quot;&gt;Leitende Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich&lt;/a&gt;, Dr. Andreas Brunner, der die Anliegen der Strafverfolgung beleuchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei fiel natürlich der eine oder andere Fachbegriff, das liess sich nicht vermeiden. Das Publikum zeigte sich dabei erschreckend uninformiert: als Seeger nachfragte, ob denn alle wüssten, was ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Botnet&quot;&gt;Botnetz&lt;/a&gt; sei, musste die ganz grosse Mehrheit mit &quot;neeeeiiiin&quot; antworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seeger wie die anderen Referenten verloren sich dann auch in Allgemeinplätzen, die in einigen bemerkenswerten Zitaten gipfelten: &quot;Die Provider tun überhaupt nichts&quot; (Seeger); &quot;Ich habe von der Sache keine Ahnung&quot; (Brunner) und &quot;MELANI&quot; hat nur 7,5 Vollstellen&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ddos&quot;&gt;DDOS&lt;/a&gt; wurde im Übrigen von allen drei Referenten sozusagen ausgeblendet, entsprechende Slides sofort übersprungen. Sei es, weil das mehrheitlich uninformierte Publikum keine Ahnung von DDOS hat, sei es, weil die Referenten keine angemessene Bekämpfungsstrategie gegen diese Art von Cybercrime wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt: eine Bekämpfungsstrategie für Cybercrime, also Titel und Anspruch der Veranstaltung, ist sozusagen nicht existent. Die Experten haben keinen blassen Schimmer, wie mit der Situation umzugehen sei. Kollektives Lamentieren über zu wenig Personal bei &lt;a href=&quot;http://www.cybercrime.admin.ch/kobik/de/home.html&quot;&gt;KOBIK&lt;/a&gt; (10 Vollstellen) und MELANI (7,5 Vollstellen) sowie über den Kantönligeist, der wegen der unterschiedlichen Strafgesetzen eine effiziente Bekämpfung von grenzüberschreitender Internetkriminalität verhindern würde, ist keine Strategie, eher ein Armutszeugnis. Auch Seeger, quasi ein &quot;Guru&quot; der Thematik, brillierte primär durch die Aufzählung von Symposien, Workshops und Konferenzen in allen Herren Ländern, an denen er und seine Leute teilnehmen würden. Man ist international gut vernetzt, bringt aber wenig zustande. Da passt es dann grad, wenn man die Provider ein bisschen oder auch ein bisschen fest basht, weil die ja so schrecklich unkooperativ seien und überhaupt nichts tun würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei: während die Experten, wie an der Veranstaltung des Europainstituts sehr zahlreich vertreten, kaum DDOS buchstabieren können, bekämpfen vergleichsweise kleine Carrier wie &lt;a href=&quot;http://www.init7.net/&quot;&gt;Init7&lt;/a&gt; erfolgreich DDOS Attacken von nicht weniger als 58 (in Worten: achtundfünfzig) Gigabit UDP Traffic ohne allzuviel Kollateralschaden. Und dafür müssen sie sich dann von den selbsternannten, hochbezahlten Experten à la Seeger als &quot;untätig&quot; und &quot;unkooperativ&quot; bezeichnen lassen. Die gleichen Experten, notabene üblicherweise Juristen oder solche, die es gerne geworden wären, verlangen dann, dass die Gesetzgebung Provider stärker in die Pflicht nimmt. Dass geht gut, weil a) Carrier und Serviceprovider keine Lobby haben und b) es ideal vom Versagen der Strafverfolgung und Justiz ablenkt. Vernebelungs-Schlagworte wie &quot;Kinderpornogrphie&quot;, &quot;Skimming&quot;, &quot;Phishing&quot;, &quot;Trojanisches Pferd&quot;, &quot;Hacking&quot; und &quot;Malware&quot; tun ein übriges, dass der uninformierte Internetbenutzer sowieso nur noch &quot;Achtung, sehr Böse!&quot; versteht und denkt, sein Provider müsse ihn schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Provider überaus kooperativ, wenn es um das Aufspüren der &quot;bösen Buben&quot; im Netz geht, die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich kann dies zumindest &lt;a href=&quot;http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/raubkopien-internationale-polizeirazzia-in-zuerich-117094382&quot;&gt;im Fall von Init7 und Layer One&lt;/a&gt; bestätigen. Dass, fast ein Jahr nach besagter Razzia, sich die meisten der damals beschlagnahmten Server nach wie vor bei den Behörden befinden, lässt vermuten, dass die Personalknappheit tatsächlich besteht, allerdings bringt dies die Thematik auch nicht weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: die Veranstaltung &quot;Tatort Internet: Phishing, Hacking, Malware etc. - nationale und internationale Bekämpfungsstrategien&quot; des Europainstituts der Uni Zürich war primär gut gemeint, aber alles andere als gut. Eine Strategie ist weit und breit nicht in Sicht, die Fachleute haben keine Ahnung, was man tun könnte und die Verbrecher im Netz treiben weiterhin meist unbehelligt ihr Unwesen. Der unfreiwillige Tipp von Oberstaatsanwalt Brunner, man möge verbrecherische Netz-Aktivitäten doch bitte in einem Kanton begehen, der nur drei Staatsanwälte auf der Lohnliste hätte, ist denn auch schon fast selbstironisch komisch. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 15 Oct 2012 22:25:00 +0200</pubDate>
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    <category>cyberkrime</category>
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    <title>IPv6 - jetzt gilts ernst</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/861-IPv6-jetzt-gilts-ernst.html</link>
            <category>Networks</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juni 2012 ist bekanntlich &lt;a href=&quot;http://www.worldipv6launch.org/&quot;&gt;IPv6 Launch Day&lt;/a&gt; und zu diesem Zweck hat &lt;a href=&quot;http://www.init7.net/&quot;&gt;Init7&lt;/a&gt; eine kleine IPv6-Promotion Site gebastelt: &lt;a href=&quot;http://www.ipv6.ch/&quot;&gt;www.ipv6.ch&lt;/a&gt; ... für alle, denen IPv6 schnurzegal ist: es hat ein ziemlich cooles IPv6-Video drauf (Hollywood-Style). 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 05 Jun 2012 00:26:00 +0200</pubDate>
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    <title>Endlich: Fibre-to-the-home FTTH der Stadtwerke wird symmetrisch</title>
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal ist es eben doch so, dass stetiges Predigen, Evangelisieren, Nörgeln, konstruktives wie destruktives Kritisieren oder simples Rumzicken etwas nützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute luden die vereinigten Stadtwerke ewz, sgsw, Stadtwerk Winterthur, Luzern, Meilen/Herrliberg sowie zwei, drei weitere zum gemeinsamen Wholesale-Informationsanlass nach Zürich. Nebst den üblichen Verdächtigen der Branche an solchen, mittlerweile etwas &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/837-FTTH-Dynamik.html&quot;&gt;rareren Anlässe&lt;/a&gt; als auch schon, überraschten die Werke mit einem neuen Produktportfolio, welches das alte (notabene fast unbrauchbare) ablösen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret sollen die bisher asymmetrischen FTTH Anschlüsse, z.B. 10/2mbps oder 50/5mbps durch symmetrische Profile (sic!) abgelöst werden. Ich traute erst meinen Ohren nicht, als dies verkündet wurde, denn seit der Einführung von FTTH fordere ich, dass man FTTH nicht künstlich kastrieren soll. Fibre-to-the-home in der Bandbreiten-Ausprägung eines herkömmlichen ADSL/VDSL oder Cable-Anschluss hat meines Erachtens einfach keine Berechtigung. Während bei Cable (Koaxial-Kupferkabel) oder ADSL/VDSL (Zweidraht-Kupferleitung) die technische Limitierung ein asymmetrisches Profil verlangt, gibt es bei FTTH diese Einschränkung nicht. Doch die verantwortlichen Produktmanager der Stadtwerke haben diese Profile trotz besseren Wissens so bestimmt. Und sind damit grandios gescheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich haben die miserablen Takerates (verkaufte vs. installierte Fibre-to-the-Home Anschlüsse) zu einem Umdenken bei den Produktmanagern der Stadtwerke geführt. Wenn man - trotz à-fond-perdu Gebührenfinanzierung der Strom/Wasser/Gas-Kunden - derart hinter dem Businessplan wie die FTTH Projekte in den verschiedenen Städten herhinkt und - im Hinblick auf zu gewinnende Abstimmungen über weitere FTTH Ausbauten (Zürich, Winterthur) - unbedingt aufholen muss, dann ist vermutlich jedes Mittel recht, diesem Ansinnen gerecht zu werden. Und so werden symmetrische Profile für Privatkunden bei den Werken plötzlich salonfähig, wenngleich man stets diese zu vermeiden versuchte, weil diese angeblich die teureren Businessprofile kannibalisieren würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie dem auch sei: für die FTTH-wannabe-Kunden sind die News von heute sehr gut. Wholesale-Preis für Provider wie angebotene Bandbreiten kann man durchaus als attraktiv bezeichnen. Konkret werden die Profile wie folgt vereinheitlicht (für Privat- wie für Businesskunden):&lt;br /&gt;
10/10 (mbps)&lt;br /&gt;
20/20&lt;br /&gt;
30/30&lt;br /&gt;
50/50&lt;br /&gt;
100/100&lt;br /&gt;
Privat- und Business-Profile unterscheiden sich nur noch durch SLA / Serviceleistungen und natürlich dem Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Privatkunden im Einzugsgebiet von ewz zürinet und der anderen angeschlossenen Werke dürfen sich zudem auf ein sehr attraktives Pricing freuen. Die Provider haben bislang zwar keine Endkunden-Preise kommuniziert, monatliche Tarife zwischen CHF 40 fürs 10/10 Abo und CHF 120-150 fürs 100/100 Abo (nur Internet, ohne Triple-Play) scheinen durchaus möglich zu sein, berücksichtigt man die kommunizierte Wholesale-Preisliste. Verfügbar sein sollten die neuen Profile ab dem 1. April 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so bekommt &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/824-ewz-zuerinet-rentiert-nicht,-sagt-ewz-Direktor-Ammann.-ALO-kommt.-Und-openaxs-laviert..html&quot;&gt;die viel gescholtene Layer-2 Plattform&lt;/a&gt; der Werke plötzlich eine Berechtigung, weil Preis und Bandbreitenprofil im Vergleich zu Cable-Internet und xDSL plötzlich sehr attraktiv werden. Ob damit die Layer-2 Plattform rentabel wird, wage ich zu bezweifeln, allerdings ist der mutmassliche Preisunterschied zu Layer-1 FTTH (ALO Access Line Optical) derart klein, dass sich mancher Provider gut überlegen wird, in Layer-1 zu investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Werke sind die symmetrischen Profile vermutlich die letzte Chance eines Befreiungsschlags, um eine kritische Masse an Kunden auf die Layer-2 Plattform zu bringen. Ansonsten wäre sie nämlich von den Stimmberechtigten und Gebührenzahlern still und leise beerdigt worden (in Zürich und Winterthur stehen 2012 FTTH Abstimmungen an über insgesamt mehrere hundert Millionen Franken). 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 23:08:00 +0100</pubDate>
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    <title>Carsten Schloter will die Netzneutralität aufgeben</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/859-Carsten-Schloter-will-die-Netzneutralitaet-aufgeben.html</link>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beängstigend, was Swisscom-CEO Carsten Schloter am Samstag im &lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Pauschaltarife-werden-fuer-uns-zum-Problem/story/18754588&quot;&gt;Interview mit dem Tages-Anzeiger&lt;/a&gt; von sich gibt: &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;[...] &lt;b&gt;Tages-Anzeiger: In den Niederlanden hat das Parlament entschieden, dass Mobilfunkanbieter keine Zusatzgebühren für die Nutzung von Diensten wie Whatsapp oder Skype verlangen dürfen. Was bedeutet das für die Schweiz?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Carsten Schloter: Für uns wäre es sowieso nie infrage gekommen, für solche Dienste zusätzliche Gebühren zu erheben oder sie gar zu sperren. Das ist nicht bei allen Anbietern so. Sunrise zum Beispiel behält sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, Internettelefonie zu blockieren. Wir glauben, dass sich die Entwicklung nicht aufhalten lässt. Mich interessiert eine andere Diskussion viel mehr: Dürfen die Telecomanbieter gegenüber Internetkonzernen wie Skype, Google oder Apple ebenfalls abgestufte Angebote machen? Wenn also Apple will, dass die Kunden einen iTunes-Song in möglichst kurzer Zeit herunterladen können, dürfen wir dem Konzern einen Premium-Dienst verkaufen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und, dürfen Sie?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Faktisch wird das heute gemacht, ja. Die Anbieter von digitalen Inhalten zahlen dafür, dass ihre Kunden ein besseres Erlebnis haben. Wäre jeder iTunes-Song am Apple-Hauptsitz in Cupertino gespeichert, würde der Download ewig dauern. Apple bezahlt dafür, dass die Daten näher am Kunden gespeichert werden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Swisscom bekommt Geld von Apple?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Noch nicht, aber hoffentlich bald. Heute sind die Daten ausserhalb des Swisscom-Netzes bei Grosskonzernen wie Akamai zwischengespeichert. Die Datenvolumen wachsen aber so schnell, dass das nicht mehr reicht. Der Speicher muss noch tiefer ins Netz, noch näher an den Kunden. Das ist die Chance für die Swisscom: Wir bauen Datenspeicher und bieten sie Apple und anderen Firmen nicht-diskriminierend an.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie konkret sind diese Pläne?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sehr konkret.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Heisst das, die Swisscom verdient bald an jedem iTunes-Song mit?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Nicht an jedem Download, aber an jedem im Swisscom-Speicher abgelegten Musikstück. Wir werden Speicherkapazität in verschiedenen Güteklassen anbieten. Wer mehr bezahlt, dem garantieren wir das bessere Kundenerlebnis.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie viel lässt sich mit einer solchen Dienstleistung verdienen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Das ist schwierig zu sagen. Ein Player wie Akamai macht über eine Milliarde Dollar Umsatz. Das Potenzial für die Swisscom liegt also vielleicht im zweistelligen Millionenbereich. Zumindest am Anfang. Später dann vielleicht sogar im dreistelligen Millionenbereich.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
[...]&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Was Swisscom-CEO Carsten Schloter hier sehr verklausuliert erklärt, ist nichts anderes als sein Plan, die Netzneutralität aufzugeben. Anders gesagt: wer als Content-Anbieter zahlt, bekommt privilegierten Access zum Swisscom Netz und deren Kunden. Wer nicht zahlt, wird ausgebremst (man nennt dies Throttling). Carsten Schloter und Swisscom vollziehen damit eine 180-Grad Kehrtwende - vor Jahresfrist behauptete man &lt;a href=&quot;http://www.inside-it.ch/articles/22167&quot;&gt;gegenüber Inside-IT noch das Gegenteil&lt;/a&gt;: &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;[...] Für Branchenprimus Swisscom ist der Zugang zum Breitbandnetz um so attraktiver, je mehr und bessere Inhalte erreicht werden können. &quot;Wir haben daher kein Interesse daran, Internetinhalte zu blockieren oder deren Übertragung zu verlangsamen&quot;, sagt Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze auf Anfrage. [...]&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Anders gesagt - legen wir dem Herr Schloter ein Wort in den Mund: &quot;Was kümmert uns unser Geschwätz von letztem Jahr, wenn es die sinkenden Festnetz-Umsätze auffängt und der Aktionärsrendite dienlich ist?&quot; ... wenn wir also bald schon Werbung wie die nachstehende sehen, dann soll niemand sagen, wir hätten es nicht kommen sehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/685-Net-Neutrality.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/net-neutrality.jpg&quot; alt=&quot;Net Neutrality&quot;&gt;&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 14 Nov 2011 15:32:00 +0100</pubDate>
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    <category>carsten schloter</category>
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    <title>Sollen Stadtwerke als Internet Service Provider an den Markt gehen?</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/858-Sollen-Stadtwerke-als-Internet-Service-Provider-an-den-Markt-gehen.html</link>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner Funktion als Gemeinderat (Parlamentarier) der Stadt Winterthur habe ich vor einigen Wochen eine sogenannte &quot;Schriftliche Anfrage&quot; mit dem Titel &lt;a href=&quot;http://fetch.stadt.winterthur.ch/upload/politik/weisungen/W11044V.pdf&quot;&gt;Erweiterung des Service Public von Stadtwerk: Internet-Dienstleistungen&lt;/a&gt; eingereicht. Damit will ich die Diskussion initiieren, ob ein Stadtwerk auch als Internet Provider am Markt auftreten kann und soll. Bekanntlich bauen diverse Stadtwerke der Schweiz (ewz Zürinet, sgsw u.a.) für teures Gebührengeld Layer-2 FTTH Plattformen auf, die aber von den Endkunden viel zuwenig gefragt sind. Bevor Winterthur den selben Fehler wie andere Werke macht, fordere ich vom Stadtrat (Exekutive) eine klare Evaluation aller Modelle. Das &quot;Werk-als-ISP&quot; Modell funktioniert beispielsweise in Deutschland bestens, nur in der Schweiz wird dieses Layer-3 Modell bislang vornehm ignoriert - vermutlich, weil &lt;a href=&quot;http://www.openaxs.ch/&quot;&gt;OpenAxs&lt;/a&gt; was anderes predigt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute nun hat &lt;a href=&quot;http://www.landbote.ch&quot;&gt;der Landbote&lt;/a&gt;, die Stadtzeitung von Winterthur, meine Schriftliche Anfrage thematisiert und &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/lab_160611_2_13.pdf&quot;&gt;einen sehr guten, allgemeinverständlichen Artikel&lt;/a&gt; publiziert, den ich meiner Leserschaft keinesfalls vorenthalten möchte. Die Antwort des Stadtrats soll übrigens bis zum 18. Juli vorliegen, dann nämlich läuft die dreimonatige Frist ab.&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;&lt;b&gt;Konkurrenz statt Subventionen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Kooperation von Stadtwerk und Swisscom beim Ausbau des Glasfasernetzes gehe auf Kosten Winterthurs, sagt SP-Gemeinderat Fredy Künzler. Er rät Stadtwerk, die Swisscom alleine bauen zu lassen oder aber auf dem Netz selbst als Provider tätig zu werden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David Herter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, sagte Michail Gorbatschow. In Sachen Glasfasernetzausbau in Winterthur könnte es aber umgekehrt laufen. Das hofft zumindest Fredy Künzler. Der SP-Gemeinderat und Internetunternehmer rät dem Stadtrat in einer Schriftlichen Anfrage den Ausbau nicht wie bisher geplant anzugehen. Es gelte aus den Fehlern der Stadt St. Gallen zu lernen. Diese sei Winterthur beim Ausbau des Glasfasernetzes zwar um einige Jahre voraus, habe aber das falsche Modell gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In St. Gallen werden vier Glasfasern in die Häuser verlegt. Zwei Fasern hat sich die Swisscom gesichert, die anderen zwei gehören St. Gallen. Sie können von Providern gemietet werden, die darauf Dienstleistungen wie Telefon, Internet oder Fernsehen anbieten. Der Vorteil: Die Nutzer können ihren Provider frei wählen und wechseln. Der Nachteil: Die erhältlichen Dienstleistungen sind den meisten Kunden zu teuer. «Die Verkaufszahlen hinken massiv hinter dem Businessplan her. Die Defizite müssen mit Gebührengeldern gedeckt werden», sagt Künzler. Gleiches drohe in Winterthur, wenn auch hier das Netz in Kooperation mit Swisscom gebaut werde. «Es ist zu vermuten, dass Stadtwerk mit seinen Fasern auf keinen vernünftigen Marktanteil kommen wird, weil Cablecom und Sunrise nicht darauf setzen werden.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der grosse Profiteur werde die Swisscom sein, sagt Künzler. «Weil das St. Galler Modell zu wenig attraktiv ist für die Konkurrenz, wird die Swisscom einen Marktanteil von über 80 Prozent erreichen.» Von den geschätzten Kosten von 100 Millionen Franken für den Ausbau des Glasfasernetzes in Winterthur will die Swisscom aber lediglich 60 Millionen übernehmen. «Die Subventionierung der Swisscom durch Stadtwerk ist deshalb ein realistisches Szenario, das es zu verhindern gilt.».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Swisscom: «Erfahrung fehlt»&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Swisscom hält Künzlers Annahmen für falsch. «Die neuen Glasfasernetze in Kooperation sind erst im Bau, folglich gibt es noch keine Erfahrungswerte», sagt Mediensprecher Sepp Huber. «Die Aufteilung der Investitionen von 60:40 ist realistisch.» Die Swisscom geht davon aus, dass etwa Cablecom über kurz oder lang auf das städtische Glasfasernetz setzen und als Folge der eigene Marktanteil sinken wird. Eine Einschätzung, der Künzler «vehement» widerspricht. Viel wahrscheinlicher sei es, dass die bereits existierenden Kabelnetzbetreiber ihr bestehendes Netz punktuell mit eigenen Glasfasern ergänzen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kooperation mache auch deshalb je länger je weniger Sinn, weil die Swisscom das Glasfasernetz in Eigenregie bereits seit einem Jahr in Seen und bald in Mattenbach ausbaue, sagt Künzler. Zumindest für die angeschlossenen Quartiere werde es im Nachhinein kaum Gründe geben, die Kosten für den gesamtstädtischen Ausbau mitzutragen. «Stadtwerk sollte deshalb entweder keine Vorlage für den Ausbau mehr bringen oder selber als Provider tätig werden.» Neben Wasser, Gas und Strom würde Stadtwerk den Winterthurerinnen und Winterthurern in diesem Fall auch Internetdienstleistungen anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Stadtwerk mit Vorteilen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Noch hat es der Stadtrat in der Hand, den Service public auszubauen und eine echte Alternative anzubieten», sagt Künzler. Als etablierte Marke geniesse Stadtwerk bei den Kunden mehr Vertrauen als unbekannte Provider und werde damit zur echten Konkurrenz für die Swisscom. Abrechnen könnte Provider Stadtwerk seine Dienstleistungen auf bewährte Art und Weise: mit einer Rechnung alle drei Monate.&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Jun 2011 15:08:00 +0200</pubDate>
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    <title>Level(3) kauft Global Crossing</title>
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            <category>Business</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hat Level(3), der #1 Carrier der Welt, &lt;a href=&quot;http://networkedworld.com/&quot;&gt;bekannt gegeben&lt;/a&gt;, dass man die globale #2 Global Crossing für eine ziemlich hohe Summe in Form eines Aktientauschs übernehmen wolle. Das ist insofern bemerkenswert, dass damit die beiden Carrier vereint mit grossem Abstand #1 sein werden. Die bisherige #2, Sprint, &lt;a href=&quot;http://www.renesys.com/blog/2010/07/what-happened-to-sprint.shtml&quot;&gt;wurde im Sommer 2010 von Global Crossing überholt&lt;/a&gt; und befindet sich eher auf dem absteigenden Ast. Damit dürfte Level3/GBLX eine Marktdomininanz besitzen, an der niemand mehr vorbeikommen kann. Irgendwas muss jeder einigermassen namhafte Carrier oder ISP von Level3/GBLX kaufen, sei es Transatlantik-Kapazität, Colocation, IP Transit, Darkfibre oder Wellenlängen. Ob das für den Markt gut sein wird, werden die vereinigten Wettbewerbskommissionen zu beurteilen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man verspricht sich vom 3-Milliarden-USD-Deal Einsparungen von 300 Mio pro Jahr: &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;Through integration of the combined businesses, the transaction is expected to create substantial annualized Adjusted EBITDA synergies of approximately $300 million and annualized capital expenditure reduction of approximately $40 million.&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; Schätzungsweise muss dafür ein grosser Teil des Personals dran glauben... krass jedenfalls ist, dass die tiefrote Level(3) die ebenso tiefrote Global Crossing schlucken kann. Zusammen ist man immer noch heftig rot, einfach $300 Mio weniger, sofern durch die Integration - lies die Beschäftigung mit sich selber über geschätzte 2 Jahre - nicht massiv Kunden abspringen. Die Konkurrenz wirds freuen, immerhin ist jetzt einer weniger auf dem Markt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;a href=&quot;http://networkedworld.com/wp-content/uploads/2011/04/combined_map.pdf&quot;&gt;kombinierte Level3/GBLX Netzwerkplan&lt;/a&gt; ist übrigens ziemlich beeindruckend, einzig Afrika ist noch sowas wie ein weisser Fleck auf der Landkarte. Und selbstverständlich sind auch &lt;a href=&quot;http://networkedworld.com/wp-content/uploads/2011/04/level_3_communications_global_crossing_presentation.pdf&quot;&gt;die Slides zur Übernahme&lt;/a&gt; supertoll und lassen alle in Freudentaumel ausbrechen... 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Apr 2011 00:59:00 +0200</pubDate>
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    <category>carrier</category>
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    <title>RIR IPv4 Exhaustion: neue Prognose, wann RIPE &amp; Co. keine Adressen mehr haben</title>
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            <category>Networks</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.potaroo.net/&quot;&gt;Geoff Huston, Masterbrain von APNIC und &quot;Weltuntergang-Prediger&quot;&lt;/a&gt; (zumindest was IPv4 Adressen betrifft) hat eine Prognose errechnet, wann die 5 Regionalen Internet Registries (RIR) am Ende ihres Lateins respektive am Ende der IPv4 Adress-Pools angelangt sein werden. Am 3. Februar 2011 wurden bekanntlich die letzten 5 /8-Blöcke an die RIRs vergeben, dieser Tag wird durch den roten Balken angezeigt. Die Kurven sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen der Tage, wenn RIPE &amp;amp; Co. fertig sein werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen, respektive - ich habe es schon gesagt, zuletzt in &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/ipv6-now-computerworld.pdf&quot;&gt;meinem Artikel in Computerworld&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.potaroo.net/tools/ipv4/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/rir.jpg&quot; alt=&quot;RIR IPv4 Exhaustion&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der IPv4 Adresshandel hat im grossen Stil begonnen, als kürzlich die &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nortel-verkauft-eigene-IPv4-Adressen-an-Microsoft-1214670.html&quot;&gt;insolvente Nortel mehr als 660000 IPv4 Adressen für nicht weniger als $11.25 pro Adresse an Microsoft verkauft&lt;/a&gt; hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. da gab es noch einen Witz zum Thema: &quot;An IPv4 walks to a bar and says: Give me a CIDR please, I&#039;m exhausted.&quot; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 06 Apr 2011 02:27:00 +0200</pubDate>
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    <category>exhaustion</category>
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    <title>«Wer glaubt, er hätte genügend IPv4-Adressen, denkt nicht über sein eigenes Gärtchen hinaus» (Fredy Künzler)</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/855-Wer-glaubt,-er-haette-genuegend-IPv4-Adressen,-denkt-nicht-ueber-sein-eigenes-Gaertchen-hinaus-Fredy-Kuenzler.html</link>
            <category>Medien</category>
    
    <comments>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/855-Wer-glaubt,-er-haette-genuegend-IPv4-Adressen,-denkt-nicht-ueber-sein-eigenes-Gaertchen-hinaus-Fredy-Kuenzler.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wurde vor einiger Zeit von &lt;a href=&quot;http://www.computerworld.ch/&quot;&gt;Computerworld&lt;/a&gt; angefragt, ob ich einen Artikel über IPv6 schreiben möchte. Er ist in der heutigen Printausgabe von CW drin und da meine geschätzte Leserschaft beim Stichwort &#039;IPv6&#039; sowieso schon jubelt, darf &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/ipv6-now-computerworld.pdf&quot;&gt;dieser Text hier natürlich nicht fehlen...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;&lt;b&gt;IPv6 now!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die letzten IPv4-Adressen sind verteilt. Wer künftig noch global kommunizieren will, muss IPv6 lernen. Mit etwas Effort ist das gar nicht so schwierig. Besser man bemüht sich jetzt darum, denn NAT als Workaround taugt nicht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 3. Februar 2011 war ein historischer Tag für das Internet. An diesem Tag vergab die Internet Assigned Numbers Authority, kurz IANA, die letzten IPv4-Adressblöcke an die fünf regionalen Internet Registries. Der Song «Its the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)» von R.E.M. wand sich an diesem Tag durch meine Gehörgänge. Doch fühlen wir uns wirklich gut? Der Adressraum geht zur Neige und noch immer gibt es Milliarden Menschen auf diesem Planeten ohne Anschluss ans globale Kommunikationsnetz. &lt;br /&gt;
«So what? Ich habe genügend IPv4-Adressen gehortet, die für meinen Bedarf noch bis in ferne Zukunft ausreichend sein werden», lautet eine weit verbreitete Reaktion in den Unternehmen. Doch für eine funktionierende Kommunikation braucht es immer zwei Partner, und wenn der eine keine IPv4-Adresse mehr bekommt, kann die Kommunikation nicht stattfinden. Die Befürchtung, dass schon in einigen Monaten  also noch 2011  Teilnehmer des Internets keine IPv4-Adresse mehr bekommen, ist real. Im APNIC-Raum, dem Gebiet, in dem das «Asia-Pacific Network Information Center» die regionalen Adressen vergibt, ist der aktuelle Verbrauch an Adressen enorm hoch. Man liest fast monatlich von Millionen Adress-Assignments an China Telecom für eine chinesische Provinz, deren Namen man noch nie gehört hat, geschweige denn wüsste, wo sie liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Internet wird grösser&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der 4 Milliarden grosse Adressraum von IPv4 ist also viel zu knapp bemessen, das wurde bereits früh erkannt. Die Definition von IPv6 (eine Adresse mit 128 Bit gegenüber den 32 Bit von IPv4) geht zurück auf das Jahr 1998. Doch damals hat sich kaum jemand dafür interessiert. Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. «Wer braucht schon 128 Bit? Die Adressierung wird nur komplizierter», so die vorherrschende Meinung damals.&lt;br /&gt;
Tatsache ist, dass IPv4 und IPv6 nicht kompatibel sind. Das ist wie Chinesisch und Spanisch: Ohne «dualstack», also Geräte, die beide Versionen verstehen, gibt es keine Chance, einander zu verstehen. Zwischen IPv4 und IPv6 existiert zudem keine skalierbare Übersetzungsfunktion. Zwar wurden immer wieder Anstrengungen unternommen und Konzepte entwickelt wie NAT-PT und 6-to-4, aber richtig überzeugen kann keines. Will man also weiterhin mit jedermann optimal kommunizieren können, muss man zwangsläufig die Sprache «IPv6» erlernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;NAT? Schlechte Idee!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Über Jahre wurde NAT (Network Address Translation) als Massnahme gegen den zu knappen IPv4-Adressraum propagiert. NAT erlaubt die Verwendung mehrerer privater IPv4-Adressen, die hinter einer öffentlichen IPv4-Adresse zusammengefasst werden (spezifiziert in RFC 1918). NAT wurde oft auch als «Firewall» propagiert, weil das private Netz aus dem Internet nicht sichtbar ist  Stichwort: «Security by Obscurity». NAT hat jedoch einen gewichtigen Nachteil: die End-to-End-Kommunikation zwischen zwei Geräten wird geopfert. Ein System mit einer privaten Adresse hinter einem NAT-Gateway kann ohne externe Hilfe niemals mit einem anderen System hinter einem anderen NAT-Gateway kommunizieren. Ein Beispiel: Skype funktioniert mit ausschliesslich privaten Adressen nicht. Einer der beiden Skype-Teilnehmer muss zwingend eine öffentliche Adresse besitzen, sonst kommt die Kommunikation nicht zustande. Dass es trotzdem funktioniert, liegt an den STUN-Servern (Session Traversal Utilities for NAT), die im Internet verfügbar sind. So hilft Skype zwei NAT-Teilnehmern auf die Sprünge  es braucht also eine Krücke, um eine andere Krücke zu überwinden.&lt;br /&gt;
NAT skaliert ausserdem nicht: Müssen zwei grosse Netze zusammengeschaltet werden (z.B. bei einer Firmenfusion), dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass beide Netze denselben Adressraum aus 10.0.0.0/8 oder 192.168.0.0/16 verwenden. Es muss dann mit viel Aufwand umnummeriert werden.&lt;br /&gt;
NAT sei eine Sicherheitsmassnahme, wird seit Jahren suggeriert  und viele IT-Verantwortliche glauben dies auch. Doch eine einfache Rechnung zeigt, dass IPv6 eigentlich viel sicherer ist. Der oft verwendete NAT-Adressbereich 192.168.0.0/16 bietet eine lächerlich geringe Zahl von 65536 Adressen an. Ein /64 IPv6-Netz, das für dieselbe Infrastruktur verwendet würde, bietet hingegen 18446744073709551616 Adresskombinationen. Scannt man den Adressraum mit einer Kadenz von 100 Adressen pro Sekunde, hat man jeden Host im v4-Netz innert 11 Minuten aufgespürt. Im v6-Netz dauert der Scan hingegen 5849424173 Jahre. Anders gesagt: IPv6 braucht kein NAT mehr, und Firewalls sind nicht auf NAT angewiesen, um sicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Internet of Things&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das Internet wird grösser. Täglich gehen Tausende von Smartphones in Betrieb. Kürzlich erzählte ein Netzwerkverantwortlicher eines deutschen Mobilfunkoperators, dass dort pro Monat mehr als  50000 Neukunden mit einem IP-fähigen Mobiltelefon aufgeschaltet werden, und selbstverständlich braucht jedes dieser Geräte eine eigene IP-Adresse. Der Mobilfunk-Marktführer in der Schweiz adressiert seine Smartphone-Kunden mit privaten Nummern aus dem 10/8-Block  selbstverständlich mit allen genannten Nachteilen der Adressübersetzung. NAT hinter NAT hinter NAT  irgendwann kommuniziert es dann nicht mehr. &lt;br /&gt;
In nicht allzu ferner Zukunft werden sich noch mehr Geräte ans Internet anmelden wollen, das «Internet of Things» ist keine Utopie. Mein Kühlschrank wird sich künftig selbst beim Hersteller einen Service buchen, wenn der Temperatursensor korrodiert ist und deshalb nicht mehr weiss, welche Temperatur gerade herrscht. Das Elektroauto wird sich automatisch die Batterien zu jenem Zeitpunkt aufladen, wenn der Verbrauch im Stromnetz gering ist und ein Niedertarif gilt. Der Energieverbrauch im Haushalt wird statistisch erfasst und optimiert dank internetgestützter intelligenter Haustechnik. &lt;br /&gt;
All diese Geräte benötigen Adressen, und sie benötigen eine automatisch funktionierende End-to-End-Kommunikation. Wer konfiguriert für den intelligenten Kühlschrank manuell eine IP-Adresse samt NAT-Gateway? Eben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was ist also zu tun?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wir brauchen also neue Adressen. Zum Glück ist vielerorts IPv6 bereits real existent. Die meisten Internetprovider haben ihre Hausaufgaben zumindest in Angriff genommen, die Hersteller von Betriebssystemen sowieso. Windows, Linux, Mac OS: ready for v6! Bei xDSL und Cable-Routern sowie Firewalls sieht es schon schlechter aus. Der aktuelle «Application Guide» eines bekannteren SOHO-Firewall-Herstellers enthält nicht ein einziges Mal den Begriff «IPv6». Das ist  mit Verlaub  im Jahre 2011 mehr als bedenklich.&lt;br /&gt;
Selbst wenn Sie nicht heute und morgen Ihr Netz für IPv6 fit machen wollen, lassen Sie sich für jede Neubeschaffung die IPv6-Kompatibilität garantieren. Ein Gerät, das ausschliesslich IPv4 unterstützt, sollte nicht mehr gekauft werden. Das IPv6-Bewusstsein der IT-Verantwortlichen, Einkäufer, Software-Programmierer und Hersteller ist leider noch nicht dort, wo es sein müsste, denn in jedem IT-Projekt sollte automatisch die Frage nach der IPv6-Verträglichkeit gestellt werden. &lt;br /&gt;
Verlangen Sie von Ihrem Provider IPv6-Konnektivität. Kann er keine liefern, evaluieren Sie einen anderen. Fragen Sie bei Ihrem Webhoster nach, ob Ihre Website bereits über IPv6 erreichbar ist. Wenn nicht, überlegen Sie einen Wechsel zu einem Hoster, der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Wenn Ihr Hardware-Lieferant zwar IPv6 verspricht, aber noch nicht liefert, zahlen Sie ihm 20 oder 30 Prozent des Kaufpreises erst bei Ablieferung der kompatiblen Firmware. Der Leidensdruck auf die Lieferanten muss erhöht werden, damit die IPv6-Hausaufgaben endlich erledigt werden. &lt;br /&gt;
Vor 11 Jahren hatten viele IT-Verantwortliche Angst, ob die Massnahmen zur Jahr-2000-Umstellung ausreichend sein  würden. IPv6 ist mindestens so komplex wie Y2K, mit dem einzigen Unterschied, dass kein Big Bang alle auf den Boden der Realität holt. Inkompatibilität kommt  vielleicht  schleichend. Es ist besser, man setzt sich zeitig mit IPv6 auseinander, denn wenn es eilt, wirds meistens sehr viel teurer. Deshalb wagen Sie den Schritt jetzt: IPv6 now!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fredy Künzler ist Gründer und CTO des Internetproviders und Carriers &lt;a href=&quot;http://www.init7.net/&quot;&gt;Init7&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
Weitere Infos auf &lt;a href=&quot;http://www.ipv6now.org/&quot;&gt;www.ipv6now.org&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; 
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    <pubDate>Fri, 25 Feb 2011 14:54:00 +0100</pubDate>
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    <title>Brocade Promovideo</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/854-Brocade-Promovideo.html</link>
            <category>Bits and Bytes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ziemlich cooles Promovideo (eigentlich eher ein Musik-Clip) hat &lt;a href=&quot;http://www.brocade.com/&quot;&gt;Brocade&lt;/a&gt; gemacht...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;640&quot; height=&quot;390&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/Kdc-dcaM50s?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass der &lt;a href=&quot;http://www.init7.de/&quot;&gt;Init7&lt;/a&gt; Backbone mit Brocade-Gear läuft? Und habe ich schon mal erwähnt, dass wir glücklich sind damit - zumindest fast immer? Also, damit wäre das auch gesagt. 
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    <pubDate>Sun, 20 Feb 2011 01:26:00 +0100</pubDate>
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    <title>Ägypten ist wieder online</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/853-AEgypten-ist-wieder-online.html</link>
            <category>Networks</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ägypten ist &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/851-AEgypten-ist-offline.html&quot;&gt;wieder online&lt;/a&gt;. Offenbar hat die ägyptische Regierung erlaubt, das Netz wieder einzuschalten. Die politische Komponente dieser Massnahme möchte ich hier mal ausblenden - die wird ja anderswo zur Genüge erörtert - und nur auf die technische Seite verweisen. Ein Vertreter von Renesys hat am derzeit stattfindenden &lt;a href=&quot;http://www.nanog.org/meetings/nanog51/&quot;&gt;NANOG #51&lt;/a&gt; Meeting &lt;a href=&quot;http://www.nanog.org/meetings/nanog51/presentations/Tuesday/LT-Cowie-Egypt%20Leaves%20The%20Internet.pdf&quot;&gt;eine Präsentation&lt;/a&gt; gehalten. Wie die Prefixe der ägyptischen Provider aus der BGP-Tabelle verschwanden, wurde in einer Animation visualisiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe title=&quot;YouTube video player&quot; class=&quot;youtube-player&quot; type=&quot;text/html&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;390&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/b_jRcxuemtg&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowFullScreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute morgen Lokalzeit sind die Prefixe wieder aufgetaucht - und auch dafür gibt es eine Animation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe title=&quot;YouTube video player&quot; class=&quot;youtube-player&quot; type=&quot;text/html&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;390&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/XLwoYMGIfy4&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowFullScreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr Details gibt es im &lt;a href=&quot;http://www.renesys.com/blog/2011/02/egypt-returns-to-the-internet.shtml&quot;&gt;Renesys-Blog&lt;/a&gt;. 
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    <pubDate>Wed, 02 Feb 2011 16:58:00 +0100</pubDate>
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    <title>Das wars. Game over ... byebye IPv4, welcome IPv6.</title>
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            <category>Networks</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern respektive heute (je nach Zeitzone) hat &lt;a href=&quot;http://www.iana.org/&quot;&gt;IANA&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.apnic.net/publications/news/2011/delegation&quot;&gt;zwei /8 IPv4-Blöcke an APNIC&lt;/a&gt; vergeben. Der &lt;a href=&quot;http://www.iana.org/assignments/ipv4-address-space/ipv4-address-space.xml&quot;&gt;freie Pool&lt;/a&gt; schrumpft damit von 7 auf 5, und damit wird automatisch eine vordefinierte sogenannte &lt;a href=&quot;http://www.icann.org/en/general/allocation-remaining-ipv4-space.htm&quot;&gt;&quot;Global Policy&quot; getriggert&lt;/a&gt;, welche die verbleibenden fünf /8 Blöcke an die fünf regionalen Internet Registries (RIRs) vergibt. &lt;a href=&quot;http://www.afrinic.net/&quot;&gt;AFRINIC&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.apnic.net/&quot;&gt;APNIC&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.arin.net/&quot;&gt;ARIN&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.lacnic.net/&quot;&gt;LACNIC&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.ripe.net/&quot;&gt;RIPE NCC&lt;/a&gt; erhalten damit nochmals je um die 16 Millionen IPv4 Adressen. Diese Menge Adressen wird global alle zwei bis drei Wochen verteilt, die Burnrate an IPv4 Adressen ist aktuell deutlich grösser als ein /8 (=~ 16 Mio. Adressen) pro Monat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird allgemein erwartet, dass die verbleibenden fünf /8 Blöcke mit grossem Medien-Brimborium in den nächsten Tagen vergeben werden (man munkelt, ex-US Präsident Bill Clinton würde den &quot;Knopf&quot; vor versammelten TV-Kameras drücken). Mediale Aufmerksamkeit ist sicher gut für einen forcierten IPv6 Rollout - denn ohne IPv6 würde die weitere Entwicklung des Internets stehen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Monaten schon werden erstmals Internet-User keine IPv4 Adresse mehr erhalten, sondern ausschliesslich mit IPv6 unterwegs sein, und sie werden somit nicht auf Hosts und Websites zugreifen können, die nur über IPv4 angebunden sind. Es sei wieder einmal erwähnt, dass IPv6 mit IPv4 nicht abwärtskompatibel ist (!). Die Umstellung auf IPv6 ist wie wenn man global jeder Strasse einen neuen Namen und jedem Haus eine neue Nummer zuteilen müsste - das Adresschaos ist vorprogrammiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühling 2009 habe ich in meiner Funktion &lt;a href=&quot;http://www.stadt.winterthur.ch/stadt-politik/grosser-gemeinderat/&quot;&gt;als Parlamentarier der Stadt Winterthur&lt;/a&gt; eine Anfrage an die Stadtregierung gestellt, ob und wie die &lt;a href=&quot;http://www.informatikdienste.winterthur.ch/default.asp?&quot;&gt;städische Informatik (IDW)&lt;/a&gt; mit der Herausforderung IPv6 umgeht. In der Antwort - einer &lt;a href=&quot;http://fetch.stadt.winterthur.ch/upload/politik/weisungen/W09032.pdf&quot;&gt;wortreichen, fünfseitigen Abhandlung&lt;/a&gt; - behauptete der Stadtrat am 24. Juni 2009 folgendes:&lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;[...] Die Stadt Winterthur kennt zurzeit keine Adressknappheit. Dank ihrer eigenen öffentlichen IPv4-Adressen, der ihr vom BIT (Bundesamt für Informatik) zugeteilten privaten IPv4-Adressen für den internen Gebrauch und der Verwendung von NAT verfügt die Stadtverwaltung über genügend Adressen für die kommenden Jahre. Die Informatikdienste (IDW)&lt;/a&gt; beobachten jedoch die Entwicklung von IPv6 in den öffentlichen Verwaltungen der Schweiz und werden dem Stadtrat rechtzeitig die Einleitung der nötigen Massnahmen vorschlagen. [...]&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; Man beachte das Wort &quot;rechtzeitig&quot; der stadträtlichen Antwort ...  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 01 Feb 2011 14:27:00 +0100</pubDate>
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    <category>depletion</category>
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<category>winterthur</category>
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    <title>Ägypten ist offline</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/851-AEgypten-ist-offline.html</link>
            <category>Networks</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern abend hatte ich wieder mal einen Kurzauftritt im 10vor10 des Schweizer Fernsehens und zwar als &quot;Internet-Experte&quot; (gemäss Bildunterschrift). Ich konnte dem Publikum erklären, wie Provider auf Anordnung eines totalitären Regimes einen Dienst wie Twitter sperren kann. Mit der Redaktorin hatte ich mich auch unterhalten, dass eine solche Regierung als letzte Massnahme auch das ganze Land vom Netz abhängen könnte (in der Schweiz ist dieses Szenario bekanntlich &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/848-MELANI-Chef-Pascal-Lamia-erzaehlt-den-Medien-dummes-Zeug.html&quot;&gt;nicht möglich&lt;/a&gt;), und dies je besser möglich sei, desto weniger Netze (Autonome Systeme) vorhanden sind (diese Interviewpassage hatte es wegen der knappen Zeit nicht in den Beitrag geschafft). Tatsächlich ist es so, dass &lt;a href=&quot;http://bgp.he.net/country/EG&quot;&gt;in Ägypten etwa 60 ASN&lt;/a&gt; bei einer Bevölkerung von ca. 80 Mio vorhanden sind. Im Vergleich: die Schweiz kommt auf &lt;a href=&quot;http://bgp.he.net/country/CH&quot;&gt;fast 600 ASN&lt;/a&gt; bei ca. 8 Mio - also fast ein Faktor 100 Unterschied, bezogen auf die Bevölkerungszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Worst-Case Szenario ist jetzt offenbar bereits eingetreten, wie der &lt;a href=&quot;http://bgpmon.net/blog/?p=450&quot;&gt;BGPmon.net Blog&lt;/a&gt; berichtet - die Ägyptische Internet-Infrastruktur ist fast vollständig vom Netz gekappt . &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;[...] When looking at the data its clear that many Egyptian networks have fallen off the Internet. Lets start by looking at a quick summary. Yesterday there were 2903 Egyptian networks, originated from 52  ISPs. Transit was provided via 45 unique isps.&lt;br /&gt;
Today at 2am UTC, the numbers look quite different, there were only 327 Egyptian networks left on the Internet. These were originated 26 by ISPs.&lt;br /&gt;
So 88% of the Egyptian networks is unreachable! [...]&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; Die Ägyptische Regierung hat offensichtlich die Hose ziemlich voll, schiesst sich jedoch mit dieser Massnahme ins Knie. Wenn das ganze Land nicht mehr auf Facebook kann, dann ist das ganze Land in Aufruhr, vermute ich mal ... warten wir die Entwicklung ab und hoffen, dass der Demokratisierungsprozess in Ägypten ein gutes Ende nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch der 10vor10-Beitrag mit dem Titel &lt;a href=&quot;http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a7907143-2310-4b8b-8321-9c0c0266eb3a&quot;&gt;Das Internet als Waffe einer Revolution&lt;/a&gt; von gestern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object data=&quot;http://www.sf.tv/videoplayer/embed/a7907143-2310-4b8b-8321-9c0c0266eb3a&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; style=&quot;width:640px;height:386px&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.sf.tv/videoplayer/embed/a7907143-2310-4b8b-8321-9c0c0266eb3a&quot;/&gt;&lt;param name=&quot;quality&quot; value=&quot;high&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a7907143-2310-4b8b-8321-9c0c0266eb3a&quot; alt=&quot;zum Videoportal des Schweizer Fernsehens&quot;&gt;10vor10 vom 27.01.2011&lt;/a&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Update: Der Tages-Anzeiger hat eine ziemlich &lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Der-Tag-an-dem-in-gypten-das-Internet-starb/story/21969133&quot;&gt;gute Zusammenfassung über die Geschehnisse&lt;/a&gt; veröffentlicht. Und selbstverständlich ist &lt;a href=&quot;http://www.renesys.com/blog/2011/01/egypt-leaves-the-internet.shtml&quot;&gt;auch Renesys am monitoren&lt;/a&gt;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 28 Jan 2011 08:00:00 +0100</pubDate>
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    <category>10vor10</category>
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    <title>Peinliches Lobbying von Openaxs-Präsident Franz Stampfli</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/850-Peinliches-Lobbying-von-Openaxs-Praesident-Franz-Stampfli.html</link>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Stampfli (&lt;a href=&quot;http://www.openaxs.ch/de/images/staempfli_staeger.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;im Bild links&lt;/a&gt;), Präsident des &lt;a href=&quot;http://www.openaxs.ch/&quot;&gt;Openaxs-Verband&lt;/a&gt; und - gemäss &lt;a href=&quot;http://www.openaxs.ch/de/about/vorstand.php?navanchor=2110007&quot;&gt;Openaxs-Website&lt;/a&gt; - &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;[...] Berater und Verwaltungsrat diverser Unternehmen und Organisationen. Als langjähriger CEO von Alcatel-Lucent Schweiz AG ist Stampfli ein ausgewiesener Kenner der Telekombranche&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; schrieb ein peinliches Lobbying-Email. Doch schön der Reihe nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Dezember 2010 hat in Berlin das &lt;a href=&quot;http://www.fttx-forum.com/Event.aspx?id=380030&quot;&gt;5th International Next Generation Access Network Forum - FTTx&lt;/a&gt; stattgefunden - anders gesagt: eine Fibre-to-the-Home Konferenz. &lt;a href=&quot;http://www.init7.ch/&quot;&gt;Wir&lt;/a&gt; wurden als Referenten eingeladen, und mein Kollege Emanuel Kleindienst hat sich der Herausforderung angenommen und in Berlin präsentiert. Seine Präsentation wurde mit folgendem zugegebenermassen nicht ganz neutralen Titel &lt;a href=&quot;http://www.fttx-forum.com/Event.aspx?id=399320&quot;&gt;angekündigt&lt;/a&gt; (man möchte ja etwas Aufmerksamkeit, nicht wahr?): &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;&lt;b&gt;Service provider view: Swiss FTTx landscape, planning and schedules, disastrous situation&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * Who is who in the Swiss FTTx-Market, planning, schedules and many different business plans / cases&lt;br /&gt;
    * Building fibre in cities and towns, no coordination, no standardised planning, to many services from to many providers for just one customer = CHAOS!&lt;br /&gt;
    * Possible solutions, ways of coordination, open discussion with the forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Kleindienst&lt;br /&gt;
CEO&lt;br /&gt;
Init Seven AG, Switzerland&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
Diese Ankündigung hat scheinbar den Openaxs-Präsidenten geweckt. Er fühlte sich drei Wochen vor (!) der Veranstaltung zu folgendem Email an die Konferenzveranstalterin mitsamt Kopie an Swisscom-CEO Carsten Schloter, BAKOM-Direktor Martin Dummermuth sowie ComCom-Chef Marc Furrer genötigt: &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;From: Stampfli Franz [mailto:franz.stampfli@openaxs.ch]&lt;br /&gt;
Sent: Dienstag, 23. November 2010 10:32&lt;br /&gt;
To: [...]&lt;br /&gt;
Cc: Furrer Marc; carsten.schloter@swisscom.com; Dummermuth Martin&lt;br /&gt;
Subject: FTTX Forum 13.- 15. Dezember 2010, Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[... Anrede ...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Interesse habe ich die Vorstellungen der Referenten und die entsprechenden Kurzversionen ihrer geplanten Referatsinhalte gelesen. Dabei ist mir der geplante Vortrag von Herrn Kleindienst, Init Seven AG, aufgefallen (s. Beilage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mir ein grosses Anliegen, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass die im Abriss dargestellte Situation in der Schweiz bezüglich FTTH nicht den Tatsachen entspricht. Die gewählte Ausdrucksform deutet auf eine polemische, nicht sachbezogene Darstellung von Herausforderungen dar, welche zur Zeit in der Schweiz auf allen Ebenen, Swisscom - Energieversorgungsunternehmen (EVU) -  Kommunen - Dienstanbieter - Behörde/Politik, lösungsorientiert besprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde es bedauern, wenn durch diesen Vortrag beim Publikum der Eindruck entstehen würde, dass in der Schweiz in Sachen FTTH roll out eine disaströse, koordinationslose und chaotische Situation herrscht. Wer unser Land und unsere Kultur kennt, weiss, dass dies nicht der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe, Sie finden für Ihr nächstes Forum Referenten, welche sich mehr der ausgewogenen Darstellung dieser komplexen Herausforderung, denn einer reisserischen Polemik verpflichtet fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den besten Wünschen für eine interessante Tagung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Stampfli&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
cc:&lt;br /&gt;
Marc Furrer, Direktor, Eidgenössische Kommunikation Kommission&lt;br /&gt;
Martin Dummermuth, Direktor, Bundesamt für Kommunikation&lt;br /&gt;
Carsten Schloter, CEO, Swisscom AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fiber connections for everyone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Stampfli&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident&lt;br /&gt;
openaxs Verband&lt;br /&gt;
Moserstrasse 52&lt;br /&gt;
3014 Bern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mobile         079 xxx xx xx&lt;br /&gt;
franz.stampfli@openaxs.ch&lt;br /&gt;
www.openaxs.ch&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
Dass dieses Vorgehen ziemlich peinlich ist, übersehen wir jetzt einfach mal geflissentlich. Mehr beunruhigt das sektiererische Verhalten des Openaxs-Präsidenten. Stampfli möchte jede Kritik und Diskussion über das von Openaxs hauptsächlich propagierte Layer-2 FTTH Modell (ewz zürinet, St. Galler Stadtwerke) im Keim ersticken. Mittlerweile ist weitherum bekannt, dass Layer-2 FTTH der Stadtwerke finanziell nicht aufgeht und eine massive Quersubvention durch den Gebührenzahler verlangt. iwb (Industrielle Werke Basel) haben sich deshalb auch für ein Layer-1 FTTH Businessmodell entschieden. Wie ich &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/837-FTTH-Dynamik.html&quot;&gt;früher&lt;/a&gt; schon sagte: &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/index.php?/archives/823-Tages-Anzeiger-Schweizer-Elektrizitaetswerke-planen-eine-landesweite-Datenautobahn.html&quot;&gt;Layer-2 FTTH der Stadtwerke ist scheintot, bevor es erst richtig zum Leben erwacht ist.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stampfli hätte offenbar - einem Sektenguru gleich - am liebsten nur Leute, die getreu seine Vision nachbeten und möchte Kritiker von Anfang an mundtot machen, selbst wenn sie im fernen Berlin referieren. Doch die politische Diskussion zu FTTx (FTTH, FTTB) ist noch lange nicht abgeschlossen, und so ist auch der Vortrag an der Berliner Konferenz zu verstehen - als Beitrag zur Debatte über das &#039;richtige&#039; FTTH Businessmodell. Denn es ist keinesfalls so, dass die Idee von Openaxs und ihrem Präsidenten Franz Stampfli alleinseligmachend wäre. Was die drei Herren im cc über das Email denken, entzieht sich leider meiner Kenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sich jedermann selber ein Bild machen kann, veröffentlichen wir hier &lt;a href=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/fttx_konferenz_berlin_101214.pdf&quot;&gt;die Slides des genannten Vortrags an der Berliner FTTH-Konferenz&lt;/a&gt; (Quellennachweis: Karikatur von &lt;a href=&quot;http://www.ruediwidmer.ch/&quot;&gt;Ruedi Widmer&lt;/a&gt; sowie zwei Slides von &lt;a href=&quot;http://www.daetwyler-cables.com/&quot;&gt;Dätwyler Cables&lt;/a&gt; mit freundlicher Genehmigung):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width:425px&quot; id=&quot;__ss_6481909&quot;&gt;&lt;object id=&quot;__sse6481909&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=fttxkonferenzberlin101214-110107160721-phpapp01&amp;stripped_title=fttx-konferenz-berlin-december-2010-slides-by-emanuel-kleindienst&amp;userName=flyingpotato&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;/&gt;&lt;param name=&quot;allowScriptAccess&quot; value=&quot;always&quot;/&gt;&lt;embed name=&quot;__sse6481909&quot; src=&quot;http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=fttxkonferenzberlin101214-110107160721-phpapp01&amp;stripped_title=fttx-konferenz-berlin-december-2010-slides-by-emanuel-kleindienst&amp;userName=flyingpotato&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Fri, 07 Jan 2011 23:40:00 +0100</pubDate>
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    <category>ftth</category>
<category>fttx</category>
<category>openaxs</category>
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    <title>Fehlermeldung... oder Packet-Loss bei Reichle &amp; DeMassari</title>
    <link>http://www.blogg.ch/index.php?/archives/849-Fehlermeldung...-oder-Packet-Loss-bei-Reichle-DeMassari.html</link>
            <category>Bits and Bytes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Packet-Loss bei Reichle&amp;DeMassari: ein ziemlich witziges Werbevideo mit dem Titel &quot;Fehlermeldung... oder was Datenpakete wirklich wollen&quot; hat der Kabelhersteller (Entschuldigung: &quot;passive Verkabelungslösungen für hochwertige Kommunikationsnetze&quot;) &lt;a href=&quot;http://www.rdm.com/&quot;&gt;Reichle &amp;amp; De Massari&lt;/a&gt; veröffentlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/YctzIfwkn3M?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/YctzIfwkn3M?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; 
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    <pubDate>Fri, 17 Dec 2010 12:32:00 +0100</pubDate>
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    <category>fehlermeldung</category>
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<category>reichle &amp; de massari</category>
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    <title>MELANI-Chef Pascal Lamia erzählt den Medien dummes Zeug</title>
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    <author>nospam@example.com (Fredy Künzler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;small&gt;von Fredy Künzler&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am letzten Samstag wurde vom Tages-Anzeiger &lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Dass-jeder-mitmachen-kann-macht-mir-Angst-/story/17701203&quot;&gt;ein Interview mit MELANI-Chef Pascal Lamia&lt;/a&gt; veröffentlicht. (&lt;a href=&quot;http://www.melani.admin.ch/&quot;&gt;MELANI&lt;/a&gt; ist die Melde- und Analysestelle Informationssicherung der Bundesverwaltung). Lamia erzählt darin ziemlich viel Unsinn: &lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tages-Anzeiger: Was würde passieren, wenn die Bundesverwaltung Opfer eines solchen Angriffs (gemeint ist die DDOS Attacke gegen Postfinance) werden würde?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pascal Lamia, MELANI-Chef: Das hängt davon ab, welche Websites davon betroffen wären. Wir verfügen selbstverständlich über Notfallpläne und über einen Sonderstab, der im Ernstfall aktiviert würde. In einer absoluten Extremsituation  wenn nicht nur die Website der Bundesverwaltung angegriffen würde, sondern gleichzeitig auch jene von Banken und anderen Grosskonzernen  müssten wir die Schotten dicht machen. Eine Möglichkeit wäre dann, die Schweiz vom Internet abzuhängen und sämtliche Zugriffe aus dem Ausland zu sperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das wäre ein extremer Eingriff. Wer würde diesen Entscheid fällen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund und die Privatwirtschaft würden sich sicher absprechen. Eine solche Massnahme wäre mit extremen wirtschaftlichen Schäden verbunden und dürfte nicht leichtfertig getroffen werden. Die daraus resultierenden Kollateralschäden kann niemand beziffern.&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; Beim Lesen dieses Interviews wurde ich ziemlich wütend. Da hockt in Bern oben ein hochbezahlter Beamter, der ungestraft den Medien einen solchen Blödsinn erzählen und &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fear,_Uncertainty_and_Doubt&quot;&gt;FUD&lt;/a&gt; verbreiten darf. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern hochgradig verwerflich. Ich fühlte mich zu nachstehendem Leserbrief genötigt, der heute auf Seite 11 der Tages-Anzeiger Printausgabe abgedruckt worden ist: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.blogg.ch/uploads/leserbrief-melani-chef-pascal-lamia.png&quot; alt=&quot;Leserbrief MELANI Chef Pascal Lamia&quot; align=&quot;left&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;20&quot;&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;font face=&quot;courier new&quot;&gt;&lt;b&gt;Hackerangriff&lt;/b&gt; &quot;Dass jeder mitmachen kann, macht mir Angst&quot; &lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Dass-jeder-mitmachen-kann-macht-mir-Angst-/story/17701203&quot;&gt;TA vom 11. Dezember 2010&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Keine gesetzliche Grundlage.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MELANI-Chef Pascal Lamia suggeriert im Interview mit dem Tages-Anzeiger, die Bundesverwaltung verfügte über einen Schalter, mit dem &quot;die Schweiz vom Internet abgehängt werden könne&quot;. Diesen Blödsinn glauben zu machen ist fahrlässig. Es gibt nämlich Hunderte wenn nicht Tausende von Backbone-Internet-Verbindungen zwischen der Schweiz und dem Ausland, und diese stehen unter der Kontrolle der jeweiligen Internet-Provider und Carrier, die im Übrigen oft keine Schweizer Unternehmungen sind. Die Carrier entscheiden autonom über die Routing-Policy und tun dies im Interesse ihrer Kunden. Es gibt weder eine gesetzliche Grundlage noch eine anderweitige rechtliche Basis, die einen Einfluss der Bundesverwaltung auf die Internet-Konnektivität der Schweizer Serviceprovider erlauben würde, und das soll auch so bleiben. Das globale Internet hat keine höchste Instanz, sondern ist selbstverwaltet. Vermutlich funktioniert es nur deshalb so gut, wie es eben funktioniert. Die Bundesverwaltung täte gut daran, ihre tatsächlichen Möglichkeiten sachlich darzustellen. Eine Distributed-Denial-of-Service (DDOS) Attacke wird niemals das ganze Schweizer Internet &quot;abschiessen&quot;, sondern immer nur einzelne Server-Ziele. Deshalb wage ich zu bezweifeln, dass der genannte &quot;Sonderstab&quot; wirklich etwas bewegen könnte, wenn beispielsweise der Datenverkehr der Bundesverwaltung durch einen &quot;Prefix-Hijack&quot; entführt würde, wie dies vor knapp zwei Jahren mit Youtube geschehen ist. Eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke ist so gesehen eine vergleichsweise harmlose Bedrohung gegenüber einem Prefix-Hijack.&lt;/font&gt;&lt;/blockquote&gt; 
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    <pubDate>Thu, 16 Dec 2010 17:07:00 +0100</pubDate>
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