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Viele Häuptlinge, keine Indianer: ch.ch vernichtet noch mehr Steuerfranken
von Fredy Künzler
Über das fröhliche und vor allem teuere Gebastel bei ch.ch hatte ich hier schon des öftern berichtet. Im neuesten ch.ch Newsletter 2006-08 (danke Anonymous) liest man nun, dass drei neueHäuptlinge Projektleiter eingestellt wurden. Damit ist sozusagen sicher, dass ch.ch dieses Jahr deutlich teurer wird als auch schon. Noch 2005 rühmte man sich mit dem vergleichsweise tiefen Kosten von nur noch CHF 1 Mio. Als wäre dies ein guter Preis für das magere Angebot.
Doch die Steuerfranken-Vernichtung (bisher um die 20 Millionen) geht munter weiter: Drei neue Häuptlinge, aber keine Indianer. Wenn das nur gut kommt. Ironie des Schicksals: Einer der drei Cheffen heisst "Hemmer" und
Über das fröhliche und vor allem teuere Gebastel bei ch.ch hatte ich hier schon des öftern berichtet. Im neuesten ch.ch Newsletter 2006-08 (danke Anonymous) liest man nun, dass drei neue
Doch die Steuerfranken-Vernichtung (bisher um die 20 Millionen) geht munter weiter: Drei neue Häuptlinge, aber keine Indianer. Wenn das nur gut kommt. Ironie des Schicksals: Einer der drei Cheffen heisst "Hemmer" und
... ist zuständig für das Umsetzen von innovativen Ideen – insbesondere in Zusammenhang mit ch.ch.
Thursday, 3. August 2006
sanday.ch ist offline, ch.ch soll irgendwann übernehmen
von Fredy Künzler
sanday.ch, eine Online Datenbank der SUVA des gesamten medizinischen Bereichs, ist offline:
sanday.ch, eine Online Datenbank der SUVA des gesamten medizinischen Bereichs, ist offline:
Die Suva musste aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb von Sanday per 31.7.2006 einstellen. Die Bundeskanzlei wird www.sanday.ch in ihr Behördenportal integrieren. Das erweiterte Behördenverzeichnis soll mit den integrierten Gesundheitsadressen gemäss Plan im Herbst 2006 aufgeschaltet werden. Für einen kurzen Unterbruch während der Übergangszeit bitten wir um Ihr Verständnis. Ab spätestens Oktober 2006 wird Ihnen der Service unter www.ch.ch wieder wie gewohnt zur Verfügung stehen. Die heute bestehende Adresse www.sanday.ch wird automatisch umgeleitet.Wirtschaftliche Gründe? Finanzloch ch.ch? Da soll mir mal einer erklären, wie das zusammenpasst. Das wäre sanday.ch gewesen. (Danke Adrian für den Hinweis).
Geschrieben von Fredy Künzler
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um
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Saturday, 1. July 2006
ch.ch bastelt Statistiken und verliert den Europäischen Anschluss
von Fredy Künzler
ch.ch, das offizielle Portal der Eidgenossenschaft, bastelt an einem neuen Statistiktool rum. Das liest man im Newsletter 06/06 des ch.ch Teams. Doch weil man sich nicht nur bei ch.ch quasi auf Blindflug befindet, was die Nutzung der Site betrifft, sondern offenbar auch manche kantonale Behörden keinen Schimmer über Klicks auf ihre Webportale haben, will man jetzt massiv aufrüsten.
Das vermutlich ziemlich teure Projekt nennt sich "Webstatistik Schweiz" und ist sowas wie eine schweizerische Neuerfindung des Rads respektive des kostenlosen Tools Google Analytics. Zusammen mit dem Netaudit der WEMF liesse sich schnell und kostengüstig vernüftige und vergleichbare Statistiken zusammenklicken, wenn man denn nur wollte. Doch die Beamten von ch.ch, deren oberstes Ziel wohl die Rettung des eigenen Bürostuhls ist, basteln sich lieber eine inkompatible und superteure Sonderlösung. Ziel der Übung:
Derweil verschläft man den Anschluss des sogenanten E-Goverment im Europäischen Vergleich - die Schweiz belegt jetzt den unrühmlichen Rang 22 (bisher 20), wie eine Studie von Cap Gemini berichtet, die den sinnigen Untertitel "Durchbruch in der Schweiz lässt weiterhin auf sich warten" trägt (Quelle: Netzwoche - danke an Anonymous für die Hinweise).
ch.ch, das offizielle Portal der Eidgenossenschaft, bastelt an einem neuen Statistiktool rum. Das liest man im Newsletter 06/06 des ch.ch Teams. Doch weil man sich nicht nur bei ch.ch quasi auf Blindflug befindet, was die Nutzung der Site betrifft, sondern offenbar auch manche kantonale Behörden keinen Schimmer über Klicks auf ihre Webportale haben, will man jetzt massiv aufrüsten.
Das vermutlich ziemlich teure Projekt nennt sich "Webstatistik Schweiz" und ist sowas wie eine schweizerische Neuerfindung des Rads respektive des kostenlosen Tools Google Analytics. Zusammen mit dem Netaudit der WEMF liesse sich schnell und kostengüstig vernüftige und vergleichbare Statistiken zusammenklicken, wenn man denn nur wollte. Doch die Beamten von ch.ch, deren oberstes Ziel wohl die Rettung des eigenen Bürostuhls ist, basteln sich lieber eine inkompatible und superteure Sonderlösung. Ziel der Übung:
Dieser Service soll es den Verwaltungen ermöglichen, ihre Statistikdaten auf einfache Art auswerten zu lassen und sie allenfalls zu vergleichen. (Zitat aus dem Newsletter)Aha. Als könnten das Standardtools nicht auch.
Derweil verschläft man den Anschluss des sogenanten E-Goverment im Europäischen Vergleich - die Schweiz belegt jetzt den unrühmlichen Rang 22 (bisher 20), wie eine Studie von Cap Gemini berichtet, die den sinnigen Untertitel "Durchbruch in der Schweiz lässt weiterhin auf sich warten" trägt (Quelle: Netzwoche - danke an Anonymous für die Hinweise).
Geschrieben von Fredy Künzler
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um
17:25
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Sunday, 4. June 2006
schweiz.ch wird die Gerichte beschäftigen / Update zu ch.ch
von Fredy Künzler
Die Tagesschau und der Tages-Anzeiger berichten, dass Stefan Frei, noch-Besitzer von schweiz.ch, gegen das Verdikt der WIPO gerichtlich vorgehen wird.
Das Verfahren gibt den 10000 Freemail User mit @schweiz.ch Adressen eine Schonfrist. Auch ist es für die zukünftige Rechtssprechung wichtig, wenn sich das Bundesgericht zum "First-come-first-served" Prinzip bei der Domainvergabe äussert. Und wenn die Beamten in Bern erst nach 10 Jahren erwachen, dann ist das mit Sicherheit ein gutes Argument für den bisherigen Besitzer von schweiz.ch.
Aussderdem gibts nochmals ein Update zur Eidgenössichen Pleite ch.ch, respektive zur Interpretation der Zugriffsstatistiken. Meine erste Schätzung, dass ch.ch nur ca. 300000 Pageimpressions habe, stimmt doch eher, als man aus dem ch.ch Newsletter 05-2005 interpretieren müsste. Grund: ch.ch mache, aufgrund der nur rudimentär vorhandenen Logfile-Analyse-Werkzeugen, keine Unterscheidung zwischen Hits und Pageimpressions. Dies teilt mir ein anonymer Insider per Email mit:
Die Erkenntnis: Glaub nie einer Statistik, es sei denn, Du hättest sie selber gefälscht.
Die Frage: Will man mit der (bewussten?) Fehlinterpretation der Statistiken das ch.ch Debakel schönfärben? Der ganze Medienwirbel um schweiz.ch bringt dem jetzigen Besitzer nicht grad viel Sympatie ein - so aus dem Bauch heraus sagen nämlich viele Menschen, dass schweiz.ch der Schweiz gehören müsste. Zu hoffen ist, dass mal ein grosses Medium den Scheinwerfer auf den ch.ch Beamtenmief richtet.
Die Tagesschau und der Tages-Anzeiger berichten, dass Stefan Frei, noch-Besitzer von schweiz.ch, gegen das Verdikt der WIPO gerichtlich vorgehen wird.
Das Verfahren gibt den 10000 Freemail User mit @schweiz.ch Adressen eine Schonfrist. Auch ist es für die zukünftige Rechtssprechung wichtig, wenn sich das Bundesgericht zum "First-come-first-served" Prinzip bei der Domainvergabe äussert. Und wenn die Beamten in Bern erst nach 10 Jahren erwachen, dann ist das mit Sicherheit ein gutes Argument für den bisherigen Besitzer von schweiz.ch.
Aussderdem gibts nochmals ein Update zur Eidgenössichen Pleite ch.ch, respektive zur Interpretation der Zugriffsstatistiken. Meine erste Schätzung, dass ch.ch nur ca. 300000 Pageimpressions habe, stimmt doch eher, als man aus dem ch.ch Newsletter 05-2005 interpretieren müsste. Grund: ch.ch mache, aufgrund der nur rudimentär vorhandenen Logfile-Analyse-Werkzeugen, keine Unterscheidung zwischen Hits und Pageimpressions. Dies teilt mir ein anonymer Insider per Email mit:
Bezüglich der Statistik und Zugriffszahlen von ch.ch möchte ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Das Bundesamt für Informatik BIT (Webhoster von ch.ch) bietet nur das rudimentäre Logfile-Analyse-Tool ANALOG an. Ich nehme mal an, dass die Logfiles von ch.ch mit eben diesem ANALOG ausgewertet worden sind. Im Geschäftsbericht steht auf S. 13: "Seit April wurden monatlich die Logfiles des BIT ausgewertet. Leider ist nur eine rudimentäre Auswertung nach aufgerufenen Seiten und Hosts möglich." Das tönt nach ANALOG.Vielen Dank dem anonymen Emailschreiber. Womit wir eine Erkenntnis (einmal mehr) und eine Frage haben:
Das Problem ist nun, dass man bei ch.ch nicht zwischen Anfragen und Seitenanfragen unterschieden kann. Die Tabelle auf S.15 unterschiedet zwischen "Total bearbeitete Anfragen" und "Total Seitenanfragen". Die Seitenanfragen, das sind die Pageviews oder Pageimpressions, also ganze komplette HTML-Seiten. Die Anfragen hingegen entsprechen den Hits, also die Anfrage für alle Objekte (jedes JPG oder GIF). In ihren Berichten und auch im zitierten internen Newsletter werden diese beiden Grössen munter durcheingebracht. Im Geschäftsbericht 2005 werden z.B. die 4'262'647 vom Februar 2005 als "Total Anfragen" bezeichnet, im Newsletter 2005_05 als "Total Seitenanfragen".
Gemäss Geschäftsbericht lagen die PI so bei knapp 700'000 im Durchschnitt - Du warst mit Deinen Schätzung von 300'000 PI nicht so weit daneben. Und ob 700'000 oder 300'000: Das sind wirklich extrem niedrige Zahlen.
Die Erkenntnis: Glaub nie einer Statistik, es sei denn, Du hättest sie selber gefälscht.
Die Frage: Will man mit der (bewussten?) Fehlinterpretation der Statistiken das ch.ch Debakel schönfärben? Der ganze Medienwirbel um schweiz.ch bringt dem jetzigen Besitzer nicht grad viel Sympatie ein - so aus dem Bauch heraus sagen nämlich viele Menschen, dass schweiz.ch der Schweiz gehören müsste. Zu hoffen ist, dass mal ein grosses Medium den Scheinwerfer auf den ch.ch Beamtenmief richtet.
Geschrieben von Fredy Künzler
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um
23:03
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Tags für diesen Artikel: analog, bit, bund, ch.ch, domain, domain-streit, domainstreit, schweiz, schweiz.ch, statistik, suisse.ch, svizzera.ch, website-statistik, wipo
Thursday, 1. June 2006
schweiz.ch und das ch.ch Debakel - Update
von Fredy Künzler
Bezüglich schweiz.ch und ch.ch habe ich noch ein paar Infos bekommen. Hier der Update:
1. schweiz.ch hat ca. 10000 Freemail User, die dank der Aktion des Bundes nun einen neue Mailadresse zulegen müssen. Unter www.swissness.info notiert der bisherige schweiz.ch Besitzer Stefan Frei die neueste Entwicklung im Domainstreit.
2. der Bund möchte bekanntlich mit den drei Domainnamen schweiz.ch, suisse.ch und svizzera.ch das Pleite-Portal ch.ch aufpeppen. Nicht genug, dass in diesem Portal schon unendlich viel Steuerfranken verlocht wurden und immer noch werden, und jetzt auch 10000 Bürgerinnen und Bürger Ärger bekommen. Zu allem Elend nützt die ganze ch.ch Übung fast nichts, weil ch.ch kaum Nutzer hat. Im halb-offiziellen Newsletter des ch.ch Teams findet sich der Beweis.
Dieser ch.ch Newsletter ist eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht, sondern für mehr oder weniger involvierte Behörden - wohl deshalb, weil das Projekt ein einziges Debakel ist und Kritik von aussen entsprechend ausfallen würde. Von anonymer Quelle wurde nun blogg.ch einige Exemplare des Newsletters zugespielt:
2005-04
2005-05
2005-06
2005-10
2005-11
2006-01
2006-03
2006-04
2006-05
In der Ausgabe 2005-05 finden sich offizielle Zugriffsstatistiken von ch.ch, dass meine Mutmassungen mit effektiven Zahlen (von Januar bis April 2005) erhärtet werden können:

Trotzdem ist die Nutzung von ch.ch blamabel. Vergleicht man nämlich die Statistiken des 18-Millionen-Debakels ch.ch mit dem 0 Franken-Freizeitprojekt blogg.ch, dann wird eklatant sichtbar, wie manche Beamte mit Steuergeldern um sich werfen:

(vergleichbare Kurven / Zahlen: rot und hellblau, gelb und gelb).
Die Zusammenfassung des Statistikvergleichs: ch.ch hat 7.6 mal mehr Nutzer als blogg.ch, und 15 mal mehr Seitenaufrufe. Zum Vergleich habe ich den Monat April 2005 von ch.ch und den Monat Mai 2006 von blogg.ch herangezogen.
Bezüglich schweiz.ch und ch.ch habe ich noch ein paar Infos bekommen. Hier der Update:
1. schweiz.ch hat ca. 10000 Freemail User, die dank der Aktion des Bundes nun einen neue Mailadresse zulegen müssen. Unter www.swissness.info notiert der bisherige schweiz.ch Besitzer Stefan Frei die neueste Entwicklung im Domainstreit.
2. der Bund möchte bekanntlich mit den drei Domainnamen schweiz.ch, suisse.ch und svizzera.ch das Pleite-Portal ch.ch aufpeppen. Nicht genug, dass in diesem Portal schon unendlich viel Steuerfranken verlocht wurden und immer noch werden, und jetzt auch 10000 Bürgerinnen und Bürger Ärger bekommen. Zu allem Elend nützt die ganze ch.ch Übung fast nichts, weil ch.ch kaum Nutzer hat. Im halb-offiziellen Newsletter des ch.ch Teams findet sich der Beweis.
Dieser ch.ch Newsletter ist eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht, sondern für mehr oder weniger involvierte Behörden - wohl deshalb, weil das Projekt ein einziges Debakel ist und Kritik von aussen entsprechend ausfallen würde. Von anonymer Quelle wurde nun blogg.ch einige Exemplare des Newsletters zugespielt:
2005-04
2005-05
2005-06
2005-10
2005-11
2006-01
2006-03
2006-04
2006-05
In der Ausgabe 2005-05 finden sich offizielle Zugriffsstatistiken von ch.ch, dass meine Mutmassungen mit effektiven Zahlen (von Januar bis April 2005) erhärtet werden können:
[...] ... so muss halt eine Schätzung hinhalten: ich denke, dass ch.ch nicht mehr als 300000 Page Impressions (PI) pro Monat aufweist (eher noch weniger). [...]Ich muss gestehen, dass ich ch.ch zu wenig Kredit gab.

Trotzdem ist die Nutzung von ch.ch blamabel. Vergleicht man nämlich die Statistiken des 18-Millionen-Debakels ch.ch mit dem 0 Franken-Freizeitprojekt blogg.ch, dann wird eklatant sichtbar, wie manche Beamte mit Steuergeldern um sich werfen:

(vergleichbare Kurven / Zahlen: rot und hellblau, gelb und gelb).
Die Zusammenfassung des Statistikvergleichs: ch.ch hat 7.6 mal mehr Nutzer als blogg.ch, und 15 mal mehr Seitenaufrufe. Zum Vergleich habe ich den Monat April 2005 von ch.ch und den Monat Mai 2006 von blogg.ch herangezogen.
Geschrieben von Fredy Künzler
in Politik
um
22:31
| Kommentare (4)
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| Top Exits (0)
Tags für diesen Artikel: bund, ch.ch, domain, domain-streit, domainstreit, eidgenossenschaft, schweiz, schweiz.ch, suisse.ch, svizzera.ch
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