Tuesday, 10. August 2010
WOZ: ÜPF (Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr des Bundes) sei technisch «völlig inkompetent»
von Fredy Künzler
Letzte Woche war in der WOZ (Wochenzeitung) ein brisanter Artikel mit dem Titel "Überforderte Überwacher" zu lesen. Massiv die Vorwürfe der WOZ an den ÜPF (Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr), die Stelle in der Bundesverwaltung, die für die Umsetzung des BÜPF respektive VÜPF zuständig ist:
Letzte Woche war in der WOZ (Wochenzeitung) ein brisanter Artikel mit dem Titel "Überforderte Überwacher" zu lesen. Massiv die Vorwürfe der WOZ an den ÜPF (Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr), die Stelle in der Bundesverwaltung, die für die Umsetzung des BÜPF respektive VÜPF zuständig ist:
«Die haben zu viele amerikanische Polizeiserien geguckt», sagt ein Mitarbeiter eines Internetproviders. Er spricht vom Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr des Bundes. Kurz: ÜPF. In der Providerszene geniesst dieser Dienst einen schlechten Ruf: Er sei «technisch inkompetent», bedrohe die kleinen Firmen in ihrer Existenz und verfüge über zu viel Macht. [...] Der ÜPF kann durch von ihm verfasste technische Richtlinien neue Arten der Kommunikationsüberwachung einführen. So werden faktisch neue Arten des Eingriffs in die Grundrechte Betroffener geschaffen, ohne dass dem ein demokratischer Gesetzgebungsprozess zugrunde liegt. Derzeit wird das Überwachungsgesetz BÜPF zwar revidiert (ein Entwurf befindet sich in der Vernehmlassung), aber statt dass er die Ergebnisse dieses Prozesses abwarte, sei der ÜPF in seinem Eifer nicht zu bremsen, so ein Kritiker: «Die sind Legislative und Exekutive in Personalunion und werden ihrerseits von niemandem ernsthaft kontrolliert.»Der ÜPF wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen:
Die WOZ hätte den Zuständigen des Diensts Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr gerne in einem Interview mit den Vorwürfen konfrontiert. Es gab aber nur vorgefertigte schriftliche Antworten. [...]
Geschrieben von Fredy Künzler
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um
15:20
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Tags für diesen Artikel: bund, BÜPF, dba, eidgenossenschaft, EJPD, fernmeldegesetz, VÜPF, woz, überwachung, ÜPF
Friday, 8. September 2006
schweiz.ch ging für lächerliche 50000 an den Bund - Beamte schlafen weiter
von Fredy Künzler
Der Bund nimmt 50000 Franken Steuergeld in die Hand und erspart sich vor dem Bundesgericht zu verlieren. Diese ganze Posse ist doch so was von peinlich - und findet für ein paar Schlafkappen-Beamte der ch.ch / schweiz.ch ein glückliches Ende. 50000 ist zuwenig, um den Schleudersitz auszulösen (in der Bundesverwaltung wird andernorts massiv mehr Steuerfranken vernichtet), und so dürfen die selben Beamten die nächste Domain-Vorregistrierung verschlafen und irgendwann, in ein paar Jahren wohl, wieder 50000 Franken aus dem Bundessäckel blechen, dereinst wohl für schweiz.eu.
Anyway: ich finde, der vormalige schweiz.ch Besitzer Frei machte einen schlechten Deal. 50000 für 3 Domains (schweiz.ch, suisse.ch, svizzera.ch) ist zu wenig. Ich machte mir früher schon mal Überlegungen zum Wert von Domains, und in Anbetracht dieser sind 50000 Franken ein regelrechtes Schnäppli. Aber selbstverständlich ist es Frei selber überlassen, für wieviel er schweiz.ch feilbieten wollte.
Der Bund nimmt 50000 Franken Steuergeld in die Hand und erspart sich vor dem Bundesgericht zu verlieren. Diese ganze Posse ist doch so was von peinlich - und findet für ein paar Schlafkappen-Beamte der ch.ch / schweiz.ch ein glückliches Ende. 50000 ist zuwenig, um den Schleudersitz auszulösen (in der Bundesverwaltung wird andernorts massiv mehr Steuerfranken vernichtet), und so dürfen die selben Beamten die nächste Domain-Vorregistrierung verschlafen und irgendwann, in ein paar Jahren wohl, wieder 50000 Franken aus dem Bundessäckel blechen, dereinst wohl für schweiz.eu.
Anyway: ich finde, der vormalige schweiz.ch Besitzer Frei machte einen schlechten Deal. 50000 für 3 Domains (schweiz.ch, suisse.ch, svizzera.ch) ist zu wenig. Ich machte mir früher schon mal Überlegungen zum Wert von Domains, und in Anbetracht dieser sind 50000 Franken ein regelrechtes Schnäppli. Aber selbstverständlich ist es Frei selber überlassen, für wieviel er schweiz.ch feilbieten wollte.
Geschrieben von Fredy Künzler
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Tuesday, 29. August 2006
Viele Häuptlinge, keine Indianer: ch.ch vernichtet noch mehr Steuerfranken
von Fredy Künzler
Über das fröhliche und vor allem teuere Gebastel bei ch.ch hatte ich hier schon des öftern berichtet. Im neuesten ch.ch Newsletter 2006-08 (danke Anonymous) liest man nun, dass drei neueHäuptlinge Projektleiter eingestellt wurden. Damit ist sozusagen sicher, dass ch.ch dieses Jahr deutlich teurer wird als auch schon. Noch 2005 rühmte man sich mit dem vergleichsweise tiefen Kosten von nur noch CHF 1 Mio. Als wäre dies ein guter Preis für das magere Angebot.
Doch die Steuerfranken-Vernichtung (bisher um die 20 Millionen) geht munter weiter: Drei neue Häuptlinge, aber keine Indianer. Wenn das nur gut kommt. Ironie des Schicksals: Einer der drei Cheffen heisst "Hemmer" und
Über das fröhliche und vor allem teuere Gebastel bei ch.ch hatte ich hier schon des öftern berichtet. Im neuesten ch.ch Newsletter 2006-08 (danke Anonymous) liest man nun, dass drei neue
Doch die Steuerfranken-Vernichtung (bisher um die 20 Millionen) geht munter weiter: Drei neue Häuptlinge, aber keine Indianer. Wenn das nur gut kommt. Ironie des Schicksals: Einer der drei Cheffen heisst "Hemmer" und
... ist zuständig für das Umsetzen von innovativen Ideen – insbesondere in Zusammenhang mit ch.ch.
Thursday, 3. August 2006
sanday.ch ist offline, ch.ch soll irgendwann übernehmen
von Fredy Künzler
sanday.ch, eine Online Datenbank der SUVA des gesamten medizinischen Bereichs, ist offline:
sanday.ch, eine Online Datenbank der SUVA des gesamten medizinischen Bereichs, ist offline:
Die Suva musste aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb von Sanday per 31.7.2006 einstellen. Die Bundeskanzlei wird www.sanday.ch in ihr Behördenportal integrieren. Das erweiterte Behördenverzeichnis soll mit den integrierten Gesundheitsadressen gemäss Plan im Herbst 2006 aufgeschaltet werden. Für einen kurzen Unterbruch während der Übergangszeit bitten wir um Ihr Verständnis. Ab spätestens Oktober 2006 wird Ihnen der Service unter www.ch.ch wieder wie gewohnt zur Verfügung stehen. Die heute bestehende Adresse www.sanday.ch wird automatisch umgeleitet.Wirtschaftliche Gründe? Finanzloch ch.ch? Da soll mir mal einer erklären, wie das zusammenpasst. Das wäre sanday.ch gewesen. (Danke Adrian für den Hinweis).
Geschrieben von Fredy Künzler
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um
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Saturday, 1. July 2006
ch.ch bastelt Statistiken und verliert den Europäischen Anschluss
von Fredy Künzler
ch.ch, das offizielle Portal der Eidgenossenschaft, bastelt an einem neuen Statistiktool rum. Das liest man im Newsletter 06/06 des ch.ch Teams. Doch weil man sich nicht nur bei ch.ch quasi auf Blindflug befindet, was die Nutzung der Site betrifft, sondern offenbar auch manche kantonale Behörden keinen Schimmer über Klicks auf ihre Webportale haben, will man jetzt massiv aufrüsten.
Das vermutlich ziemlich teure Projekt nennt sich "Webstatistik Schweiz" und ist sowas wie eine schweizerische Neuerfindung des Rads respektive des kostenlosen Tools Google Analytics. Zusammen mit dem Netaudit der WEMF liesse sich schnell und kostengüstig vernüftige und vergleichbare Statistiken zusammenklicken, wenn man denn nur wollte. Doch die Beamten von ch.ch, deren oberstes Ziel wohl die Rettung des eigenen Bürostuhls ist, basteln sich lieber eine inkompatible und superteure Sonderlösung. Ziel der Übung:
Derweil verschläft man den Anschluss des sogenanten E-Goverment im Europäischen Vergleich - die Schweiz belegt jetzt den unrühmlichen Rang 22 (bisher 20), wie eine Studie von Cap Gemini berichtet, die den sinnigen Untertitel "Durchbruch in der Schweiz lässt weiterhin auf sich warten" trägt (Quelle: Netzwoche - danke an Anonymous für die Hinweise).
ch.ch, das offizielle Portal der Eidgenossenschaft, bastelt an einem neuen Statistiktool rum. Das liest man im Newsletter 06/06 des ch.ch Teams. Doch weil man sich nicht nur bei ch.ch quasi auf Blindflug befindet, was die Nutzung der Site betrifft, sondern offenbar auch manche kantonale Behörden keinen Schimmer über Klicks auf ihre Webportale haben, will man jetzt massiv aufrüsten.
Das vermutlich ziemlich teure Projekt nennt sich "Webstatistik Schweiz" und ist sowas wie eine schweizerische Neuerfindung des Rads respektive des kostenlosen Tools Google Analytics. Zusammen mit dem Netaudit der WEMF liesse sich schnell und kostengüstig vernüftige und vergleichbare Statistiken zusammenklicken, wenn man denn nur wollte. Doch die Beamten von ch.ch, deren oberstes Ziel wohl die Rettung des eigenen Bürostuhls ist, basteln sich lieber eine inkompatible und superteure Sonderlösung. Ziel der Übung:
Dieser Service soll es den Verwaltungen ermöglichen, ihre Statistikdaten auf einfache Art auswerten zu lassen und sie allenfalls zu vergleichen. (Zitat aus dem Newsletter)Aha. Als könnten das Standardtools nicht auch.
Derweil verschläft man den Anschluss des sogenanten E-Goverment im Europäischen Vergleich - die Schweiz belegt jetzt den unrühmlichen Rang 22 (bisher 20), wie eine Studie von Cap Gemini berichtet, die den sinnigen Untertitel "Durchbruch in der Schweiz lässt weiterhin auf sich warten" trägt (Quelle: Netzwoche - danke an Anonymous für die Hinweise).
Geschrieben von Fredy Künzler
in Datenschutz
um
17:25
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Tags für diesen Artikel: bund, ch.ch, eidgenossenschaft, google analytics, netaudit, Schweiz, schweiz.ch, statistik, website-statistik
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Leserbrief im Landboten: Hellgrün (GLP) trägt ein hellbraunes Unterhemd





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