Monday, 5. June 2006
Baker & McKenzie: Drohbriefe weltweit
von Fredy Künzler
BoingBoing hat den selben Drohbrief von Baker & McKenzie erhalten, wie verschiedene Schweizer Provider vor knapp einem Monat. Schon erbärmlich, dass diese Anwaltskanzlei nichts besseres zu tun hat. Doch für gute Kohle machen die Leute offenbar alles, sogar den Fans die Fussball-WM verderben, und das wegen ein paar harmlosen Handy-Bildli oder Videos der schönsten Goals.
Dumm bloss, dass die Drohbriefe von Baker & McKenzie völlig nutzlos sind, weil kein Mensch die WM Spiele schaut! Denn es gibt 100 Dinge, die viel wichtiger sind
:
(via ProBlogger und Katrin)
BoingBoing hat den selben Drohbrief von Baker & McKenzie erhalten, wie verschiedene Schweizer Provider vor knapp einem Monat. Schon erbärmlich, dass diese Anwaltskanzlei nichts besseres zu tun hat. Doch für gute Kohle machen die Leute offenbar alles, sogar den Fans die Fussball-WM verderben, und das wegen ein paar harmlosen Handy-Bildli oder Videos der schönsten Goals.
Dumm bloss, dass die Drohbriefe von Baker & McKenzie völlig nutzlos sind, weil kein Mensch die WM Spiele schaut! Denn es gibt 100 Dinge, die viel wichtiger sind
(via ProBlogger und Katrin)
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Tuesday, 23. May 2006
IFPI mahnt Kazaa User ab - erfüllt der Drohbrief den Tatbestand der Nötigung?
von Fredy Künzler
Morphi hat einen von IFPI abgemahnten Kazaa User aufgestöbert - also einen sogenannten "Raubkopierer". Beny Müller veröffentlicht einen Scan des IFPI Briefs auf seinem Blog. Leider ist der Scan von minderer Qualität, man muss sich also ziemlich anstrengen beim lesen:




Die IFPI macht im Brief dem abgemahnten Kazaa User ein Angebot, CHF 1490.00 exkl. Mwst. Rechtskosten zu zahlen, ausserdem CHF 3.00 pro Song, der zum Upload angeboten wurde. Die von IFPI geforderte Summe ist leider im Brief unkenntlich gemacht.
Fakt ist: IFPI hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingeleitet. Die untersuchenden Behörden haben via im BüPF / VüPF vogesehenen Weg den entsprechenden User getrackt - bis dahin scheint mir das Verfahren noch legal zu sein.
Doch jetzt kommts: warum geben die Strafverfolgungsbehörden die Userdaten an IFPI weiter? Dass es der Provider war, kann ich mir schwer vorstellen - selbst wenn der verklagte Kazaa User dies in seinem Blog vermutet:
Ich bin kein Jurist, aber das ganze Prozedere klingt für mich schon stark nach einem Kniefall der Strafverfolgungsbehörden vor der übermächtigen Musikindustrie. Und diese Kniefall wäre quasi eine Beihilfe zur Nötigung.
Morphi hat einen von IFPI abgemahnten Kazaa User aufgestöbert - also einen sogenannten "Raubkopierer". Beny Müller veröffentlicht einen Scan des IFPI Briefs auf seinem Blog. Leider ist der Scan von minderer Qualität, man muss sich also ziemlich anstrengen beim lesen:




Die IFPI macht im Brief dem abgemahnten Kazaa User ein Angebot, CHF 1490.00 exkl. Mwst. Rechtskosten zu zahlen, ausserdem CHF 3.00 pro Song, der zum Upload angeboten wurde. Die von IFPI geforderte Summe ist leider im Brief unkenntlich gemacht.
Fakt ist: IFPI hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingeleitet. Die untersuchenden Behörden haben via im BüPF / VüPF vogesehenen Weg den entsprechenden User getrackt - bis dahin scheint mir das Verfahren noch legal zu sein.
Doch jetzt kommts: warum geben die Strafverfolgungsbehörden die Userdaten an IFPI weiter? Dass es der Provider war, kann ich mir schwer vorstellen - selbst wenn der verklagte Kazaa User dies in seinem Blog vermutet:
Nun ist es soweit. Die Internet Service Provider geben der IFPI die Besitzer der IP Adresse an, über welche MP3 oder andere Musikstücke zum Upload angeboten wurden.Immerhin kann die Abmahnung der IFPI und die Zahlung von X tausend Franken den Tatbestand der Nötigung erfüllen, zumal auch die von IFPI gesetzte Frist von nur 7 Tagen extrem kurz ist! Der Brief wurde am 16. Mai datiert, das "Angebot" von IFPI zur aussergerichtlichen Einigung endet heute, am 23. Mai 2006.
Ich bin kein Jurist, aber das ganze Prozedere klingt für mich schon stark nach einem Kniefall der Strafverfolgungsbehörden vor der übermächtigen Musikindustrie. Und diese Kniefall wäre quasi eine Beihilfe zur Nötigung.
Geschrieben von Fredy Künzler
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Tags für diesen Artikel: abmahnung, büpf, drohbrief, ifpi, kazaa, musikindustrie, nötigung, raubkopierer
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Leserbrief im Landboten: Hellgrün (GLP) trägt ein hellbraunes Unterhemd





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