Saturday, 28. April 2007
Back to the USSR - ex-Direktor Karl Auerbach über die Internet-Behörde ICANN
von Fredy Künzler
Ernüchterndes liest man im Interview von 'The Register' mit dem Titel "ICANN is the USSR of the internet", geführt mit ex ICANN Direktor Karl Auerbach über die Internet Behörde ICANN:
Ernüchterndes liest man im Interview von 'The Register' mit dem Titel "ICANN is the USSR of the internet", geführt mit ex ICANN Direktor Karl Auerbach über die Internet Behörde ICANN:
Where does ICANN go from here? There seems to be some discussion of ICANN becoming an "international" organization along the lines of the IOC?Üble Sache.
It will go nowhere. ICANN is an arm of the US government in everything except an entry in the US Government Manual. And after watching the .xxx mess, it's pretty clear that neither the US Dept of Commerce nor the Dept of State will let ICANN be unsupervised. [...] I've seen the Red Cross, and ICANN is no Red Cross.
[...] what would happen were ICANN to vanish into a puff of money colored smoke. At first we would be deafened by the wailing of the trademark industry. But then we would notice that the net had not even stuttered; not one packet would fail to reach its intended destination and DNS registration and renewal would continue as if nothing had happened.
ICANN is almost irrelevant - except for the fact that it is collecting monopoly rents and controlling a marketplace for the massive benefit of the trademark and DNS registry industries and the mirror-image massive detriment of the community of internet users. [...] ICANN is best conceived of as a sign that says "do not take this road".
Geschrieben von Fredy Künzler
in Community
um
07:10
| Kommentar (1)
| Trackbacks (0)
| Top Exits (0)
Thursday, 20. July 2006
BAKOM Studie: der Schweizer Telecomsektor im EU Vergleich
von Fredy Künzler
BAKOM hat eine sehr interessante Studie veröffentlicht: Der Schweizer Telecomsektor im EU Vergleich. Es finden sich darin hauptsächlich Preisvergleiche von Mobilfunk, Festnetz und Breitband-Internet der Schweiz und der EU. Und diese sind sehr aufschlussreich:
Beispiel Monopolrente: seit 1998 in der Schweiz kaum Bewegung, der analoge Telefonanschluss der Swisscom kostet nach wie vor CHF 25.25 pro Monat (EUR 16.20). Der Durchschittspreis in der EU stieg über die Zeit von EUR 11.60 auf ca. EUR 15. Was jetzt sicher als Rechtfertigung von Sepp Kaufkraftbereinigt für die überhöhten Swisscom Preise hinhalten muss (Seite 6 der Studie).
Beispiel Mobilfunk: die Abzocke der drei grösseren Schweizer Mobilfunker wird schwarz auf weiss belegt. Ein durchschnittlicher "Mobilfunk-Warenkorb" kostet in der Schweiz zwischen 45 und 47 EUR pro Monat. In 10 EU Ländern bekommt man die gleiche Leistung für zwischen 12 und 20 EUR. Wen wunderts, dass die Schweiz am oberen Ende der unrühmlichen Rangliste figuriert (Seite 9 der Studie).
Spitzenreiter ist die Schweiz in Sachen Mobilfunk-Terminierung. Kostet eine Minute Anruf vom Festnetz auf ein zypriotisches Mobiltelefon läppische zwei komma ungrad Eurocents, blechen wir hier ohne Ende: über 16 Eurocents pro Minute, 2004 waren es gar noch über 22 Eurocents! Dass die Wettbewerbsbehörden in der Schweiz eingreifen, dürfte niemanden mehr wundern (Seite 11 der Studie).
Nur drei Beispiele: auch für Breitband zahlt unsereins zuviel im Vergleich zu unseren Nachbarn der EU - diese harten Fakten müssten eigentlich ein paar Politiker aufschrecken. Doch die hocken dieser Tage wohl lieber unter dem Sonnenschirm.
BAKOM hat eine sehr interessante Studie veröffentlicht: Der Schweizer Telecomsektor im EU Vergleich. Es finden sich darin hauptsächlich Preisvergleiche von Mobilfunk, Festnetz und Breitband-Internet der Schweiz und der EU. Und diese sind sehr aufschlussreich:
Beispiel Monopolrente: seit 1998 in der Schweiz kaum Bewegung, der analoge Telefonanschluss der Swisscom kostet nach wie vor CHF 25.25 pro Monat (EUR 16.20). Der Durchschittspreis in der EU stieg über die Zeit von EUR 11.60 auf ca. EUR 15. Was jetzt sicher als Rechtfertigung von Sepp Kaufkraftbereinigt für die überhöhten Swisscom Preise hinhalten muss (Seite 6 der Studie).
Beispiel Mobilfunk: die Abzocke der drei grösseren Schweizer Mobilfunker wird schwarz auf weiss belegt. Ein durchschnittlicher "Mobilfunk-Warenkorb" kostet in der Schweiz zwischen 45 und 47 EUR pro Monat. In 10 EU Ländern bekommt man die gleiche Leistung für zwischen 12 und 20 EUR. Wen wunderts, dass die Schweiz am oberen Ende der unrühmlichen Rangliste figuriert (Seite 9 der Studie).
Spitzenreiter ist die Schweiz in Sachen Mobilfunk-Terminierung. Kostet eine Minute Anruf vom Festnetz auf ein zypriotisches Mobiltelefon läppische zwei komma ungrad Eurocents, blechen wir hier ohne Ende: über 16 Eurocents pro Minute, 2004 waren es gar noch über 22 Eurocents! Dass die Wettbewerbsbehörden in der Schweiz eingreifen, dürfte niemanden mehr wundern (Seite 11 der Studie).
Nur drei Beispiele: auch für Breitband zahlt unsereins zuviel im Vergleich zu unseren Nachbarn der EU - diese harten Fakten müssten eigentlich ein paar Politiker aufschrecken. Doch die hocken dieser Tage wohl lieber unter dem Sonnenschirm.
Geschrieben von Fredy Künzler
in Politik
um
21:50
| Kommentar (1)
| Trackback (1)
| Top Exits (0)
Tags für diesen Artikel: bakom, eu, incumbent, mobilfunk, mobiltelefonie, monopolrente, monopoly, schweiz, statistik, studie, swisscom, swisscom mobile
Wednesday, 21. June 2006
"Besorgter Schweizer Bürger" schreibt an Deiss und Blocher in Sachen Swisscom Monopoly
von Fredy Künzler
Heute erhielt blogg.ch wieder mal Briefkopien vom Pseudonym "Besorgter Schweizer Bürger". Die Briefe gingen an die Bundesräte Deiss und Blocher. Darin wird die Untätigkeit der WEKO beklagt, die bereits im Januar 2006 auf einen weiteren Monopolmissbrauch der Swisscom hingewiesen wurde. Seither ist scheinbar nichts passiert.
Dass Bundesrat Deiss sich noch vor seiner bevorstehenden Pension noch mit dem Ärgernis Swisscom-Monopoly befassen will, bezweifle ich, und so dürfte sich, wenn überhaupt, die neue Bundesrätin Doris Leuthard damit befassen müssen (übrigens ist Doris Leuthard auf ihrer Website immer noch Nationalrätin ... doch das nur am Rande).
Interessanterweise referenziert der "Besorgte Schweizer Bürger" öfters mal auf Blog-Einträge von blogg.ch - nämlich auf [1], [2], und [3]. Was mich eigentlich schon etwas erstaunt, offenbar wird ausser bei blogg.ch kaum irgendwo das Monopoly-Spiel der Swisscom thematisiert.
Und wenn wir schon dran sind: zum Fall Migros-Gate (also Swisscom Solutions versus Fredy Künzler und Init Seven AG) gibt es keinen Update - das Dossier ruht weiterhin in einer Schublade des zuständigen Berner Gerichts. Notiert sei bloss, dass die beiden Swisscom Mitarbeiter, die den skandalösen Vertrag und die zugehörige Preisliste mit der Migros unterzeichnet haben, inzwischen nicht mehr auf der Swisscom Lohnliste stehen. Ob freiwillig oder nicht - das überlasse ich den Mutmassungen der blogg.ch Leserschaft.
Heute erhielt blogg.ch wieder mal Briefkopien vom Pseudonym "Besorgter Schweizer Bürger". Die Briefe gingen an die Bundesräte Deiss und Blocher. Darin wird die Untätigkeit der WEKO beklagt, die bereits im Januar 2006 auf einen weiteren Monopolmissbrauch der Swisscom hingewiesen wurde. Seither ist scheinbar nichts passiert.
Dass Bundesrat Deiss sich noch vor seiner bevorstehenden Pension noch mit dem Ärgernis Swisscom-Monopoly befassen will, bezweifle ich, und so dürfte sich, wenn überhaupt, die neue Bundesrätin Doris Leuthard damit befassen müssen (übrigens ist Doris Leuthard auf ihrer Website immer noch Nationalrätin ... doch das nur am Rande).
Interessanterweise referenziert der "Besorgte Schweizer Bürger" öfters mal auf Blog-Einträge von blogg.ch - nämlich auf [1], [2], und [3]. Was mich eigentlich schon etwas erstaunt, offenbar wird ausser bei blogg.ch kaum irgendwo das Monopoly-Spiel der Swisscom thematisiert.
Und wenn wir schon dran sind: zum Fall Migros-Gate (also Swisscom Solutions versus Fredy Künzler und Init Seven AG) gibt es keinen Update - das Dossier ruht weiterhin in einer Schublade des zuständigen Berner Gerichts. Notiert sei bloss, dass die beiden Swisscom Mitarbeiter, die den skandalösen Vertrag und die zugehörige Preisliste mit der Migros unterzeichnet haben, inzwischen nicht mehr auf der Swisscom Lohnliste stehen. Ob freiwillig oder nicht - das überlasse ich den Mutmassungen der blogg.ch Leserschaft.
(Seite 1 von 1, insgesamt 3 Einträge)

Leserbrief im Landboten: Hellgrün (GLP) trägt ein hellbraunes Unterhemd





Neueste Kommentare