Sunday, 3. February 2008
Wie Swisscom die ADSL Kunden fesselt
von Fredy Künzler
Vor eineinhalb Wochen hatte Swisscom Wholesale zum Event über die Neuerungen in Sachen ADSL & Co. geladen, darüber habe ich schon ausführlich berichtet - mitunter auf Aufforderung von Wholesale-Verkaufschef Dieter Moser. Dass ich anderntags ziemlich massiv angepflaumt wurde und mir vom Legal Dept. der Swisscom ausgerichtet wird, ich hätte wieder mal gegen das NDA zwischen Init7 und Swisscom verstossen, sei hier bloss eine Randnotiz.Dieser Laden ist sowas von schizophren. Bei Swisscom weiss offenbar die Linke nicht, was die Rechte tut ... Wikipedia benennt dieses Phänomen übrigens Dissoziative Identitätsstörung. Trotzdem wird auf Teufel komm raus fusioniert - vermutlich um der Forderung von Sunrise-Boss Brand nach der Kabel-und-Schacht-AG zu erschweren. Letztere ist übrigens nicht neu, ich habe genau dieses Modell der von Swisscom unabhängigen Netz- und Infrastrukturgesellschaft schon anno 2005 gefordert. Doch ich komme vom Thema ab.
Wie gesagt, Swisscom hat die Wholesalepreise für ADSL gesenkt, und am besagten Event vorletzte Woche auch vollmundig behauptet, alle ADSL-Setup-Gebühren würden für immer eliminiert (bereits vorher waren einige Setup-Gebühren als Kickback den Providern wieder gutgeschrieben worden). Unsere Nachfrage anderentags bezüglich den sogenannten Providerwechselgebühren wurde jedoch leider negativ beantwortet. Der ADSL Providerwechsel, also wenn ein ADSL Kunde z.B. von VTX zu green.ch wechselt, wird nach wie vor mit 100 Franken von Swisscom Wholesale in Rechnung gestellt. Und dies, obwohl gar kein manueller Aufwand entsteht, dieser Prozess ist voll automatisiert.
Dass die Providerwechselgebühr nicht ebenfalls auf Null gesenkt wurde, ist ein politischer Entscheid, um Bluewin zu schützen. Als grösster Anbieter hat Bluewin am meisten zu verlieren, und da der Markt ziemlich verteilt ist, kann man als ADSL-Provider nur noch auf Kosten anderer wachsen. Durch diese Massnahme wird der Wettbewerb unter den ADSL-Providern verhindert, und das dürfte kaum im Interesse der Kunden sein.
Vor eineinhalb Wochen hatte Swisscom Wholesale zum Event über die Neuerungen in Sachen ADSL & Co. geladen, darüber habe ich schon ausführlich berichtet - mitunter auf Aufforderung von Wholesale-Verkaufschef Dieter Moser. Dass ich anderntags ziemlich massiv angepflaumt wurde und mir vom Legal Dept. der Swisscom ausgerichtet wird, ich hätte wieder mal gegen das NDA zwischen Init7 und Swisscom verstossen, sei hier bloss eine Randnotiz.
Wie gesagt, Swisscom hat die Wholesalepreise für ADSL gesenkt, und am besagten Event vorletzte Woche auch vollmundig behauptet, alle ADSL-Setup-Gebühren würden für immer eliminiert (bereits vorher waren einige Setup-Gebühren als Kickback den Providern wieder gutgeschrieben worden). Unsere Nachfrage anderentags bezüglich den sogenannten Providerwechselgebühren wurde jedoch leider negativ beantwortet. Der ADSL Providerwechsel, also wenn ein ADSL Kunde z.B. von VTX zu green.ch wechselt, wird nach wie vor mit 100 Franken von Swisscom Wholesale in Rechnung gestellt. Und dies, obwohl gar kein manueller Aufwand entsteht, dieser Prozess ist voll automatisiert.
Dass die Providerwechselgebühr nicht ebenfalls auf Null gesenkt wurde, ist ein politischer Entscheid, um Bluewin zu schützen. Als grösster Anbieter hat Bluewin am meisten zu verlieren, und da der Markt ziemlich verteilt ist, kann man als ADSL-Provider nur noch auf Kosten anderer wachsen. Durch diese Massnahme wird der Wettbewerb unter den ADSL-Providern verhindert, und das dürfte kaum im Interesse der Kunden sein.
Geschrieben von Fredy Künzler
in Politik
um
14:39
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Tags für diesen Artikel: adsl, bluewin, fws, green.ch, init7, providerwechsel, setup, setup-gebühr, swisscom, vtx, wholesale
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