Wednesday, 6. April 2011
RIR IPv4 Exhaustion: neue Prognose, wann RIPE & Co. keine Adressen mehr haben
von Fredy Künzler
Geoff Huston, Masterbrain von APNIC und "Weltuntergang-Prediger" (zumindest was IPv4 Adressen betrifft) hat eine Prognose errechnet, wann die 5 Regionalen Internet Registries (RIR) am Ende ihres Lateins respektive am Ende der IPv4 Adress-Pools angelangt sein werden. Am 3. Februar 2011 wurden bekanntlich die letzten 5 /8-Blöcke an die RIRs vergeben, dieser Tag wird durch den roten Balken angezeigt. Die Kurven sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen der Tage, wenn RIPE & Co. fertig sein werden.
Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen, respektive - ich habe es schon gesagt, zuletzt in meinem Artikel in Computerworld.

Der IPv4 Adresshandel hat im grossen Stil begonnen, als kürzlich die insolvente Nortel mehr als 660000 IPv4 Adressen für nicht weniger als $11.25 pro Adresse an Microsoft verkauft hat.
P.S. da gab es noch einen Witz zum Thema: "An IPv4 walks to a bar and says: Give me a CIDR please, I'm exhausted."
Geoff Huston, Masterbrain von APNIC und "Weltuntergang-Prediger" (zumindest was IPv4 Adressen betrifft) hat eine Prognose errechnet, wann die 5 Regionalen Internet Registries (RIR) am Ende ihres Lateins respektive am Ende der IPv4 Adress-Pools angelangt sein werden. Am 3. Februar 2011 wurden bekanntlich die letzten 5 /8-Blöcke an die RIRs vergeben, dieser Tag wird durch den roten Balken angezeigt. Die Kurven sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen der Tage, wenn RIPE & Co. fertig sein werden.
Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen, respektive - ich habe es schon gesagt, zuletzt in meinem Artikel in Computerworld.

Der IPv4 Adresshandel hat im grossen Stil begonnen, als kürzlich die insolvente Nortel mehr als 660000 IPv4 Adressen für nicht weniger als $11.25 pro Adresse an Microsoft verkauft hat.
P.S. da gab es noch einen Witz zum Thema: "An IPv4 walks to a bar and says: Give me a CIDR please, I'm exhausted."
Geschrieben von Fredy Künzler
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Friday, 12. November 2010
IPv6 Deployment in der Schweiz
von Fredy Künzler
Die Labor-Abteilung von RIPE NCC hat ein nettes Tool veröffentlicht, wo man sich pro Land die IPv6 fähigen Netzwerke anzeigen lassen kann. Also alle ASN (Autonomen Systeme) eines Landes, die bereits IPv6 routen, können in Relation der Gesamtzahl der ASN eines Landes gesetzt werden. Dieses Tool generiert dann eine hübsche Grafik

und setzt die Kurve gleich noch in den Vergleich anderer Länder oder RIR (Regional Internet Registries). Mit ca. 17% IPv6 fähigen ASNs steht die Schweiz zwar gut da zum globalen Durschnitt, ist aber gegenüber Deutschland bereits im Hintertreffen. Berücksichtigt man, dass der IANA Pool im nächsten Frühjahr leer ist, ist ein 17%-Readyness Faktor beängstigend klein.
Heute wurde AFRINIC der Block 105/8 zugeteilt, und damit korrigiert sich die Prognose für 'Day-Zero' auf Februar 2011, zumindest wenn man der Site ipv4depletion.com glauben will. Wenngleich vor zwei Wochen fast das ganze 45/8 von Interop an ARIN zurückgegeben worden ist, hilft das gerade mal drei Wochen. Seither hat der US Kabelnetzbetreiber Comcast 50.128.0.0/9 erhalten (ca. 8 Millionen), und Carrier Sprint ein /10. Die aktuelle Burnrate an IP Adressen ist ca. eine A-Klasse (/8 Netz, ca. 16 Mio) pro Monat. Der IANA-Pool hat derzeit noch 11 A-Klassen auf der Halde...
Nachtrag (13. November). Heute kam das offizielle Mail über die neue Allocation für AFRINIC, und darin steht auch gleich noch die aktuelle Statistik. Bisher (also Januar bis Anfang November) wurden im 2010 15 /8 Netze alloziert, und 11 sind noch im Pool.
Die Labor-Abteilung von RIPE NCC hat ein nettes Tool veröffentlicht, wo man sich pro Land die IPv6 fähigen Netzwerke anzeigen lassen kann. Also alle ASN (Autonomen Systeme) eines Landes, die bereits IPv6 routen, können in Relation der Gesamtzahl der ASN eines Landes gesetzt werden. Dieses Tool generiert dann eine hübsche Grafik

und setzt die Kurve gleich noch in den Vergleich anderer Länder oder RIR (Regional Internet Registries). Mit ca. 17% IPv6 fähigen ASNs steht die Schweiz zwar gut da zum globalen Durschnitt, ist aber gegenüber Deutschland bereits im Hintertreffen. Berücksichtigt man, dass der IANA Pool im nächsten Frühjahr leer ist, ist ein 17%-Readyness Faktor beängstigend klein.
Heute wurde AFRINIC der Block 105/8 zugeteilt, und damit korrigiert sich die Prognose für 'Day-Zero' auf Februar 2011, zumindest wenn man der Site ipv4depletion.com glauben will. Wenngleich vor zwei Wochen fast das ganze 45/8 von Interop an ARIN zurückgegeben worden ist, hilft das gerade mal drei Wochen. Seither hat der US Kabelnetzbetreiber Comcast 50.128.0.0/9 erhalten (ca. 8 Millionen), und Carrier Sprint ein /10. Die aktuelle Burnrate an IP Adressen ist ca. eine A-Klasse (/8 Netz, ca. 16 Mio) pro Monat. Der IANA-Pool hat derzeit noch 11 A-Klassen auf der Halde...
Nachtrag (13. November). Heute kam das offizielle Mail über die neue Allocation für AFRINIC, und darin steht auch gleich noch die aktuelle Statistik. Bisher (also Januar bis Anfang November) wurden im 2010 15 /8 Netze alloziert, und 11 sind noch im Pool.
The IANA IPv4 registry has been updated to reflect the allocation of a /8 IPv4 block to AfriNIC in November 2010: 105/8. You can find the IANA IPv4 registry at:
http://www.iana.org/assignments/ipv4-address-space/ipv4-address-space.xml
http://www.iana.org/assignments/ipv4-address-space/ipv4-address-space.xhtml
http://www.iana.org/assignments/ipv4-address-space/ipv4-address-space.txt
The complete list of IPv4 /8s allocated so far this year is:
1/8
14/8
27/8
31/8
36/8
42/8
49/8
50/8
101/8
105/8
107/8
176/8
177/8
181/8
223/8
Please update your filters as appropriate.
The IANA free pool contains 11 unallocated unicast IPv4 /8s.
Regards,
Leo Vegoda
Number Resources Manager, IANA
ICANN
Saturday, 14. August 2010
Ein Monat hat 56 Tage
von Fredy Künzler
Am 14. Juli stand der IPv4-Countdown bei 365 Tagen. Heute, einen Monat später, auf 308. Der Countdown läuft also fast doppelt so schnell wie vor einem Monat angenommen, und dies während der Sommerpause. Ich finde das einigermassen beängstigend, denn es zeigt
a) dass korrekte Prognosen für das Ende von IPv4 fast unmöglich sind
und
b) dass es noch viel schneller geht als die meisten wahrhaben wollen.
Stand heute bei Potaroo:
Hinweisen möchte ich auf die IPv4-Depletion Site. Nebst den regelmässigen Updates gibt es einen Prognosen-Kalkulator, wo man selber verschiedene Szenarien nachrechnen kann (unbedingt die Video-Erklärung anschauen!).
Am 14. Juli stand der IPv4-Countdown bei 365 Tagen. Heute, einen Monat später, auf 308. Der Countdown läuft also fast doppelt so schnell wie vor einem Monat angenommen, und dies während der Sommerpause. Ich finde das einigermassen beängstigend, denn es zeigt
a) dass korrekte Prognosen für das Ende von IPv4 fast unmöglich sind
und
b) dass es noch viel schneller geht als die meisten wahrhaben wollen.
Stand heute bei Potaroo:
Projected IANA Unallocated Address Pool Exhaustion: 19-Jun-2011In den vergangenen 31 (realen) respektive 56 (Countdown) Tagen bekam APNIC wieder 2* /8 IPv4 Adressblöcke zugewiesen, und es werden nicht die letzten /8 Blöcke sein dieses Jahr. Der Adressverbrauch in Asien ist enorm, das muss man einfach mal zur Kenntnis nehmen.
Projected RIR Unallocated Address Pool Exhaustion: 21-Feb-2012
Hinweisen möchte ich auf die IPv4-Depletion Site. Nebst den regelmässigen Updates gibt es einen Prognosen-Kalkulator, wo man selber verschiedene Szenarien nachrechnen kann (unbedingt die Video-Erklärung anschauen!).
Monday, 5. July 2010
5000$ für eine C-Klasse (/24) IP Adressen?
von Fredy Künzler
Vor ein paar Tagen bekam ein mir bekannter Netzwerkadministrator einer grösserer Institution folgendes Email (anonymisiert):
Sicher ist es sinnvoll, dass der langsam entstehende IPv4 Markt in irgendeiner Form reguliert werden muss. Die RIR's RIPE, ARIN etc. machen sich diesbezüglich einige Gedanken, denn verhindern wird man diesen Schwarzmarkt nicht können. Allerdings sind einige Probleme zu bedenken - eine ziemlich gute Zusammenfassung zum Stand der Dinge ist bei Wikipedia notiert.
Vor ein paar Tagen bekam ein mir bekannter Netzwerkadministrator einer grösserer Institution folgendes Email (anonymisiert):
From: [...] [mailto: [...] ]Dass der verfügbare Pool an IPv4 Adressen nächstens erschöpft ist, weiss man natürlich längst. Doch jetzt scheint die "Endzeitstimmung" so richtig in Fahrt zu kommen. Wieviel ist ein /24 PI Space wert? Kann man tatsächlich 5000$ zahlen wollen für eine C-Klasse? Heute vielleicht noch nicht, aber in allzunaher Zukunft vermutlich schon. Der kaufwillige Spammer hat offenbar eine grössere Zahl von Emails losgetreten, jedenfalls wurde es in der NANOG Mailingliste diskutiert.
Sent: Friday, July 02, 2010 12:55 PM
To: [...]
Subject: Request for IP address space 111.222.33.0/24
Hello,
According to Whois data, you company owns the following
IP address space:
111.222.33.0/24
We would like to get this block of IP addresses for our business
needs. Is it possible to assign this block for our company with
PI (Provider Independent) or PA (Provider Assigned) status?
We ready to pay about $5,000 for the net block itself
and all related procedures.
Would you be interested in such an offer? The amount of compensation
is subject to negotiation.
--
Kind regards,
[...]
[...] Sales Team
[...]
New York, NY [...]
Sicher ist es sinnvoll, dass der langsam entstehende IPv4 Markt in irgendeiner Form reguliert werden muss. Die RIR's RIPE, ARIN etc. machen sich diesbezüglich einige Gedanken, denn verhindern wird man diesen Schwarzmarkt nicht können. Allerdings sind einige Probleme zu bedenken - eine ziemlich gute Zusammenfassung zum Stand der Dinge ist bei Wikipedia notiert.
Geschrieben von Fredy Künzler
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23:30
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Tags für diesen Artikel: adresshandel, arin, blackmarket, exhaustion, iana, ipv4, ipv4 pool, market, ripe, schwarzmarkt
Wednesday, 6. May 2009
Endlich: die RIPE Community ermöglicht IPv6 PI Space
von Fredy Künzler
In dieser Woche findet die RIPE Konferenz in Amsterdam statt, und am Address Policy Meeting hat die Community die IPv6 PI Space Policy verabschiedet - endlich, ist man versucht zu sagen, den der Wunsch nach IPv6 PI Space war schon lange vordringlich. Damit können Kunden, deren Netze multihomed sind, auch vernünftig IPv6 implementieren. Wenden Sie sich also für IPv6-PI-Adressen an den Provider ihres Vertrauens
Die notwendigen Dokumente für LIR's, die für ihre Kunden IPv6 PI-Space besorgen wollen, sind unter RIPE-467 und RIPE-468 abrufbar.
Wer sich bislang noch nicht mit IPv6 auseinandergesetzt hat, sich aber einigermassen mit IPv4 auskennt, kann meine IPv6-best-practice Slides mal durchklicken. IPv6 ist viel harmloser, als man auf den ersten Blick vermuten könnte ...
In dieser Woche findet die RIPE Konferenz in Amsterdam statt, und am Address Policy Meeting hat die Community die IPv6 PI Space Policy verabschiedet - endlich, ist man versucht zu sagen, den der Wunsch nach IPv6 PI Space war schon lange vordringlich. Damit können Kunden, deren Netze multihomed sind, auch vernünftig IPv6 implementieren. Wenden Sie sich also für IPv6-PI-Adressen an den Provider ihres Vertrauens
Die notwendigen Dokumente für LIR's, die für ihre Kunden IPv6 PI-Space besorgen wollen, sind unter RIPE-467 und RIPE-468 abrufbar.
Wer sich bislang noch nicht mit IPv6 auseinandergesetzt hat, sich aber einigermassen mit IPv4 auskennt, kann meine IPv6-best-practice Slides mal durchklicken. IPv6 ist viel harmloser, als man auf den ersten Blick vermuten könnte ...
Geschrieben von Fredy Künzler
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Leserbrief im Landboten: Hellgrün (GLP) trägt ein hellbraunes Unterhemd





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