Sunday, 4. November 2007
Carsten Schloter möchte kooperieren
Lieber Carsten Schloter,
da liest unsereins in der Sonntagszeitung:
Freundliche Grüsse,
Fredy Künzler
da liest unsereins in der Sonntagszeitung:
Sonntagszeitung: Diese Woche gaben Orange und das Elektrizitätswerk Zürich bekannt, mit dem Bau eines Glasfasernetzes zu beginnen. Was machen Sie?Ich reibe mir verwundert die Augen. Ist das möglich, Carsten Schloter? Oder hat bloss der Journalist falsch zitiert? Wir können gerne über Kooperationen reden, aber dafür müsst ihr erst mal aufhören, uns weiterhin zu diskriminieren.
Carsten Schloter: Geschäftshäuser in den Schweizer Städten sind schon längst erschlossen. Jetzt geht es um den Anschluss von Wohnungen und Privathäusern. Unser Vorschlag ist: Wir werden den Mitbewerbern, die gleichzeitig mit uns Glasfaserleitungen bauen, anbieten, sich an den Bauprojekten zu beteiligen und ihre eigene Leitung einzulegen.
Wie soll das gehen?
Wenn wir entscheiden, ein Gebäude an einer bestimmten Strasse anzuschliessen, dann werden wir unsere Mitbewerber darüber informieren. Wir werden ihnen sagen, wann wir die Strasse aufreissen, und ihnen anbieten, sich an den Kosten zu beteiligen und ihre eigene Glasfasern zu verlegen.
Das ist ein völlig neuer Vorschlag.
Wir haben lange darüber nachgedacht und sind zum Schluss gekommen, dass einzig ein solches Vorgehen betriebs- und volkswirtschaftlich Sinn macht. Wir werden aber von den andern die gleichen Rechte fordern. Wenn irgendwo ein Kabelanbieter oder ein Elektrizitätswerk eine Strasse öffnet, wollen auch wir dort unsere Glasfasern verlegen.
Das bedarf einer neuen Regulierung.
Wir brauchen einen Rahmen, damit die Schweiz rasch und flächendeckend zu einer Glasfaserinfrastruktur kommt. Es kann nicht im allgemeinen Interesse sein, dass in einer Stadt wie Zürich drei Anbieter gleichzeitig ein eigenes Glasfasernetz aufbauen, ohne sich abzusprechen. Das ist ein logistischer GAU und ein volkswirtschaftlicher Unsinn.
Freundliche Grüsse,
Fredy Künzler
Geschrieben von Fredy Künzler
in Politik
um
17:40
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Tags für diesen Artikel: carsten schloter, fibre-to-the-home, ftth, glasfaser, kooperation, sonntagszeitung, swisscom
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