Saturday, 7. July 2007
Stadt Winterthur zahlt 1.16 Millonen pro Jahr für Telekom-Dienstleistungen
von Fredy Künzler
Genossin und Gemeinderätin Beatrix Baltensberger hat auf meine Anregung hin eine Anfrage an den Stadtrat von Winterthur gerichtet, wieviel Geld die Stadtverwaltung für Telekom-Dienstleistungen ausgibt. Seit dem 27. Juni ist es amtlich: 1.16 Millionen sind es pro Jahr. Dies schreibt der Landbote in seiner heutigen Printausgabe:
Die Stadt Winterthur vermutlich nur ein Beispiel für fehlende Kostenoptimierung beim Einkauf von Telekom-Dienstleistungen. Schweizweit dürfte es Dutzende oder Hunderte von öffentlichen Verwaltungen geben, die der Swisscom Tag für Tag massiv zuviel Steuergeld überweisen.
In Winterthur hätte die Sache mit Swisscom auch eine politische Komponente - doch diese hat man im Stadthaus bisher einfach ausgeblendet.
Genossin und Gemeinderätin Beatrix Baltensberger hat auf meine Anregung hin eine Anfrage an den Stadtrat von Winterthur gerichtet, wieviel Geld die Stadtverwaltung für Telekom-Dienstleistungen ausgibt. Seit dem 27. Juni ist es amtlich: 1.16 Millionen sind es pro Jahr. Dies schreibt der Landbote in seiner heutigen Printausgabe:
1,16 Millionen für die städtische KommunikationAls Steuerzahler von Winterthur finde ich die Antwort vom Stadtrat mehr als nur bedenklich - sie ist geradezu ein Hohn! Seit 2001 wurde ein Einsparungspotenzial von lumpigen 25% realisiert. Da hat jemand seinen Job definitiv nicht gemacht, denn jedes Kind weiss, dass Telekommunikation seit 2001 Jahr für Jahr billiger wurde. Nur schon die letzte Position "Internet und Email" liesse sich mit Garantie für einen Drittel des Preises auf dem freien Markt beschaffen. Wenn man denn wollte.
Auch wenn in den letzten Jahren die Telekomgebühren gesunken sind: Die Stadt berappt dafür immer noch mehr als eine Million Franken.
(ldb) Wie viel Geld die Stadtverwaltung für Kommunikation mittels Telefon, Datenleitungen und Internet ausgibt, wollte Beatrix Baltensberger (SP) vom Stadtrat wissen. Die gesamten Kommunikationskosten nach Produkten aufzuschlüsseln, sei «mit vernünftigem Aufwand» aus technischen Gründen nicht möglich, schreibt der Stadtrat nun in seiner Antwort. Er liefert als Richtgrösse jedoch die von den Informatikdiensten gesammelten Zahlen für die zentral verwalteten Dienste des letzten Jahres.
Demnach kosteten die Gespräche der Festnetz-Telefone 447 000 Franken, die Abonnements- und Gesprächsgebühren aller städtischen Natels 246 000 Franken und die Kosten für die Datenleitungen beliefen sich auf 322 000 Franken. Für Internet und E-Mail bezahlte die Stadt insgesamt 147 000 Franken. Diese Dienstleistungen bezieht die Stadt hauptsächlich bei der Swisscom, bei welcher man aufgrund der Marktmacht sehr gute Konditionen habe aushandeln können. Die Rahmenverträge für die Telekommunikation würden für Bund, Kantone und Gemeinden allerdings von der Schweizerischen Informatikkonferenz (SIK) ausgehandelt, die Stadt führt kein eigenes Submissionsverfahren durch. Weiter wollte die Gemeinderätin wissen, ob die Stadt den Preiszerfall im Telekombereich der letzten Jahre habe für Einsparungen nützen können. Das Sparpotenzial sei «signifikant», so der Stadtrat. Seit 2001 hätten sich die Gesprächskosten der zentralen städtischen Telefonanschlüsse um 25 Prozent reduziert. (bee)
Die Stadt Winterthur vermutlich nur ein Beispiel für fehlende Kostenoptimierung beim Einkauf von Telekom-Dienstleistungen. Schweizweit dürfte es Dutzende oder Hunderte von öffentlichen Verwaltungen geben, die der Swisscom Tag für Tag massiv zuviel Steuergeld überweisen.
In Winterthur hätte die Sache mit Swisscom auch eine politische Komponente - doch diese hat man im Stadthaus bisher einfach ausgeblendet.
Geschrieben von Fredy Künzler
in Politik
um
19:09
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